Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mauwueii

Moinlciwn

stärksten Holz- und Floßbandel treiben die bairiscben Städte Kronacb »nd Stein-wiesen im Obermainkreise. 2>» erster» wohnen 3'> und im andern 32 Floßhänd-ler. 1322 wunden vorn Main hei abgeflößt an Eicbeii und andern Hauken Holzgat-langen 26,169 Kub.-Vier., und an Tailnen and ädrigen weieben Holzganungen80.-170 Kub.-M. — Übrigens verhüll sich die Flößung vom Vdain gegen die desOberrheinS und NeckarS sehr oft fast wie 2 zu 1 in Hinsicht der harken Holzgat-klingen; an Tannenholz lästert aber der Mainstrom etwas mehr als die Hälfteim Vergleich zum Oberrhem unk Neckar . 75.

Mainotten , Bewohner des Gebirgbe irks Maina. einer Halbinsel in derNähe des alten Sparta im südöstl. Morea . Fälschlich leitet man ihren Namenvon (Wahnsinn) ab, weil sie sich, Unsinnigen gleich, unter ihre Feinde stur»

zen sollen. Vielmehr ist Maina, nach Leake, der ikal. Name dieses Landes; dasgriech. Wort ist Mani, und die Eingeborenen heißen Maniati. 2)ian hat die Mai-notten für die Nachkommen der alten Lacetämonier gehalten; es ist aber wahr--scheinlicher, daß sie Flüchtlinge aus allen Gegenden Griechenlands sind, die zurZeit der Unterjochung in diesem vom Meer,u»d von uncrsteiglichen Felsen geschütz-ten Erdwinkel Sicherheit fanden, 2b>'e Anzahl beträgt gegen 00,000, darunter15,000 Bewaffnete; sie sind gri-eb. Christen und habe» sich in beständiger Unab-bängigkeil von der türkischen Herrschaft erhalten. Sie sind wild, kühn, abergläu-big, freche,stiebend, räuberisch. Übrigens leben sie unter sich in einem gesell-schaftlichen Zustande, halte» die Gastfreundschaft heilig lind sind einfach, mäßigund strenge in ihren Sitten. Wer ihnen von einem Gastfreunde empfohlen wird,kann mit vollkommener Sicherheit unter ihnen wohnen. Die Bewohner ihrerHauptstadt, Mama, sind Kaufleute, und europäische Handelsschiffe können ohneGefahr in ihrem Hafen landen. Die Regierung befindet sich in den Händen derKapitanis (s. d.) , welche von ihnen aus den ältesten Familien des Landes er-wählt werden. Die Kapitanis stehen unter einem Bey mit eingeschränkter Ge-walt. 2" den Dörfern verwalten die Primaten Justiz, Polizei u. s. w. DirMainotten treiben Ackerbau, Viehzucht, Ölbau, Spinnerei und Weberei.

Maintenon iFraneoise d'Aubigm-, Marguise de), Ludwigs XlV. Ge-liebte, geb. 1635 im Gefängnisse zu Nisrt, wo ihr Vater, Constant d'Aubigne,ein Abenteurer, eingeschlossen war, stammte aus einer protestantischen adeligenFamilie. Als ein dreijähriges Kind ward sie nach Amerika geführt, blieb durchdie Nachlässigkeit eines Domestiken am Ufer liegen, wo sie fast von einer Schlangegetödler worden wäre, kam als 12jähr. Mädchen nach Frankreich zurück, wardmit größter Härte bei einer Verwandtin, Mad. de Neuillant, erzogen, und mußtesich glücklich schätzen, des mißgestalteten Scarron (s. d.) Gattin zu werden, derauf die Nachricht von ihrer drückenden Lage sich erboten hatte, entweder die erfo-derliche Summe für sie zu bezahlen, wenn sie Nonne werden wolle, oder sie zuheirathen, wenn sie es wünsche. Sie wählte das Letztere und gab als Ibjähr.Mädchen, nachdem sie zur kathol. Religion übergetreten war, dem berühmten Bur-leskendichter ihre Hand. Dieser sonderbare, an allen Gliedern gelähmte Mannwar nicht reich, aber seine Familie stand in hohem Ansehen, und sein HauS botAllem, was der Hof und die Stadt Liebenswürdiges und Ausgezeichnetes besaß,»inen Dereinigungspunkt dar. Seine Gattin, die ihm eigentlich nur Freundin undGesellschafterin sein konnte, erwarb sich durch ihre gesellschaftlichen Talente, durchGeist und Bescheidenheit allgemeine Liebe und Achtung. Nach Scarron's Tode,1860, sank seine Witwe in die vorige Noth zurück; sie war schon entschlösse««,als Erzieherin nach Portugal zu gehen, als Frau von Montespan , GeliebteLudwigs XlV., ihr eine Pension beim Könige auswirkte, sie auch in der Folge zurErzieherin ihrer beiden mit dem König erzeugten Kinder, des Herzogs v.Maine und-es Grafen v. Toulouse , vorschlug. In dieser Stelle wurde sie dem Könige näher