Maintruoil
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bekannt, der sie zwar anfangs für eine Scheiiihcilige hielt, sie aber nachher, wegenihres Verstandes und der S orgfalt, »ür welcher sie besonder? denHerzogvo» Vöaineerzog- scliätzte. Er machte lhr eu> Geschenk von LivreS, wofür sie >619
das Gut Mainteno» kaufte, gewökme sich allmälig an sie und ging endlich von,Vertrauen zur 1! ebe über. Frau von Meutespan selbst trug durch ihren ungleichen,herrschsüediigen E baraktrr viel mr Erhebung ter Vl. bei, die, indem sie den Königvon dieser Verbindung abzog, sich bald I» s'inem Herzen des Platzes der Frau vonMoiitespau b,i»achtigte. Ludwig XII. n ar damals in dem Alter, wo Männereiner Fr.u beduiseu, in deren Brust sie ihre Leiten und Freuden niederlegen kön-nen, iliid » mischte, die Beschwerden der Regierung durch die unschuldigen An-nehmlichkeiten des Privatlebens zu vei inren. Der geschmeidige Geist der M., dievon Jugend auf gelernt haue sich fremden Eharakteren anzupassen, versprach ihmeine angenehme Gefährtin und zuverlässige Vertraute. Überdies hatte sie eine»Hang zur Andacht, lind der König neigte sich bei herannahendem Alter selbst nachduser Seite hin. Der Pater Lacüaise, sei» Beichtvater, schlug ihm vor, seineNeigung durch die Bande euier geheimen, aber mit allen Kirchengebräuchcn voll-zogenen Ebe zu legilimiren. Dies geschah gegen das Ende 1885. Der Erzbischofvon Paris , Harlav, traute Beide m Gegenwart des Beichtvaters und zweier Zeu-gen. Ludwig war damals 13, die M. 50 I. alt. Am Hofe erschien die Eheiii liier räkhsi lhasl, obgleich tausend Anzeichnn sie verriethen. Doch war das Glückder M. von klnzer Dauer. Sie selbst äußerte sich darüber so: „Ich war ehrgeiziggeboren, ich b, kämpfte diese Neigung. Als die Wünsche, die ich nicht mehr hatte,erfüllt waren, hielt ich mich für glücklich: aber dieser Rausch währte nur drei Wo-chen". Lie lebte seit ihrer Erhebung in euier Art von Abgeschiedenheit von derWelt. Ludwig XII. besuchte sie täglich einige Mal und arbeitete bei ihr mit sei-nen Ministern, während sie las oder sich sonst beschäftigte. Wiewol sie dem An-scheine nach von den -L laaisgeschästen nichts wußte noch wissen wollte, so hatte siedoch oft den enischiedendsieil Einfluß aus dieselben. So geschah die Aufhebung desEdicts von Nantes nicht ohne ihren Einfluß. Auch wurde durch ihre MitwirkungChamillarr zum Minister, Marsin zum Dberbesehlshaber der Armee in Deutsch-land (1103- ernannt, Vendäme und Eatinal aber verwiesen. Das Volk machteihr einen Vorwarf aus ihren Fehlern, die ihre angeblich guten Absichten nicht im-mer entschuldigen konnten. In allem Übrigen dem Wille» desKönigS unterworfen,war sie einzig mit derSorgc beschäftigt, ihm gefällig zu sein; und diese Sklavereiin einbni schon hohen Aller machte sie unglücklicher als die DürftigkeitihrerIiigend.„Welche Marter", sagte sie einst zu Frau von Bolingb, oke, ihrer Nichte, „eine»Man» zu unterhalten, der der Unterhaltung nicht fähig ist!" — Der König, dersie zuweilen mit übler Laune plagte, glaubte sie durch Beweise von Hochachtung zuentschädigen, wie er sie nie einer Frau gegeben. Aber diese äußern Zeichen stilltennicht ihren innern Gram. Die Mäßigung, die sie sich vorgeschrieben hatte, ver-mehrte dasllnglück ihrer Lage. Sie that für ihre Familie nicht, was sie hätte thunkönnen, weil sie die Blicke des Publicums zu sehr auf sich und die Ihrigen zu ziehenfürchtete. Sie selbst besaß nichts als das Landgut Mainteno» und ein Iahrgeld von48,000 Livres. Auch weigerte sie sich, mehr anzunehmen. Dagegen sorgte sie fürihre Freunde und für die Armen. So entwarf sie den Plan zu einei' Anstalt fürbegüterte Mädchen von Stande, welche Ludwig X I V. auf ihre Bitte 1686 in derAbtei von St.-Cy r (s. d.), eine Stunde von Versailles , stiftete. NachdemTodedes Königs (1115) zog sie sich nach Sk.-Eyr zurück, wo sie selbst an dem Unterrichtewie an den Spielen und Unterhaltungen der Zöglinge Theil nahm und 1119 starb.Ein Denkmal bezeichnet ihre Grabstätte daselbst. La Beaumelle hat die „Briefeder Mad. Maintenon" nach ihrem Tode, jedoch mit willkürlichen Veränderungen,herausgeg. (Amsierd. 1156, 9 Bde., 12.). Sie sind mit Geist geschrieben, a»-