54
Mainz (El'jsiift) Mainz («Stadt)
ziehend, aber auch mit so vieler Zurückhaltung, als hätte sie das Bekanntwerdenderselben vorausgesehen. Ihre trockene, bestimmte und strenge -Schreibart ist einBild ihres Charakters. Die AuSg.vo» 1807 in 6 Bdn., 12., ist unvollständigerals die vorhergehenden. LaBeaumelle'S z„i,ii 5ru>ii ä l'l>iz«. >le iVIi,,!.
st« » liniennu «t ,l» -,Ü«I« ,<!>>>,," (6 Bde., 12.) enthalie» manche Unrichtigkei-ten, bisweilen selbst Erdichtungen. „Briefe und Memoiren" sind 1778 in 16Bdn., 12., erschienen. Man mußdamu eu> kleines seltenes Buch: „Kuir.'i
st« 1,01118 XlV ei >1« älast, (l« äluiiiteii.. liun liniii.igi" (Marseille 1701),
verbinden. Auch sind „Hai,iwunuiiou»" erschienen. Der bekannte Marguis Carae-cioli gabvic st« 51«, I. ,le 5I.iiii>«i,„,," (Par. 1786) heraus; es ist darin dasInstitut von St.-Cyr genau beschrieben. Die Biographien der M. von Regnault-Warin und der Mad. Genlis sind Romane. Eme nach den Handschriften verbess.und um 200 Briefe verm. AuSg. ihrer Briefe ist in 6 starken Bdn., 12., erschienen(Paris 1812). Eine kurze Schilderung der M. von Bredow findet man in demTaschenbuche „Minerva" a. d. I. 1811 u. 1815. 1826 erschienen zu Paris „>,« i-tres >>i«st>l«8 st« 51«>I. st« öl,,iiil«i>,,ii «t (I.ist, l« I',ii,,'«8;« >l«8 1 ,181 <1 Bde.
Mainz, ehemaliges Erzstift im niederrhein . Kreise, dessen Erzbischofzugleichder erste der drei geistliche» Kurfürsten und des heil. römischen Reichs Erzkanzler inDeutschland war. Als solcher verwahrte er das Reichssiegel und das Reichsarchiv.Die Reichskanzlei , die mainzische Kanzlei auf dem Reichstage und die Kammer-gerichtSkanzlei hingen von ihm ab. Er hatte das Direetoru»» auf dem Reichstageund im Kurfiirsteneollegium, wie auch bei dem Wahlgeschäst; er visitirte die Reichs-gerichte, schi ieb DepiitarionS- iiiid Kurfürstentage aus und setzte den Neichsviee-kanzler und alle zur Reichskanzlei gehörige Perfoneii ein. Letzter Kurfürst in Mainz war Friedrich Karl , welcher den 25. Juli 1802 starb; diesem folgte als KurfürstKarl von Dalberg (s. d.). Durch den luneviller Frieden (1801) fiel herauf deinlinken Rheinuftr gelegene Theil des Landes an Frankreich , und der Kurfürst warddafür anderweitig entschädigt. (Gegenwärtig ist das ehemal. Erzstift unter Baier»,Darmstadt und Nassau, die Nebmländer aber (das Eichsfeld, Erfurt und Fritzlar mit seineniGebiete) größtentheilsuiitcr Preußen, Kurhessen und Hanover vertheilt.
Main z (-»nulinti-,, ölopuutia ,,,,,), die alte Residenz des Erzstiftes undKurfürstenthumS d. N., jetzt die Hauptst. der großherzogl. hessischen Rbeinprovinzund deutsche BundeSfestling, liegt in einer der schönsten und fruchtbarsten Gegen-den Deutschlands, am linke» Ufer des Rheins, da wo der Main hineinfallt, amAbhänge eines Hügels und in einer langen Strecke am Ufer des Strome?. Eine2100 Fuß lange, auf 47 Schiffen ruhende Brücke, unterhalb welcher sieh 13 Schiff-mühle» befinden, fiihrr üb,r den Rkeinstrom nach dem Städtchen Kastel oder Kas-sel, welches jetzt als Festung mitManiz verbunden ist. Main ; ist eine der stärk-sten Festungen, jetzt eine Vormauer Deutschlands gegen Frankreich . Der Umfangder Festungswerke, welche von den Framose» sehn erweitert worden sind, beträgtMit Einschluß der weißenauer Schanze, die kleinen Feltschanzen ungerechnet, 2HStunde. Zu den Hauptwerken gehören die Citadelle mit einer herrlichen '.Aussiehtin eine der schönsten und reichsten Gegenden, und der Hauptstei», ein vor allenübrigen stark vorspringendes Werk, auf einer Anhöhe. Das mit Mainz als einAußenwerk verbundene Kastel hat gleichfalls ausgedehnte und mit besonderer Kunstangelegte Festungswerke. Sie bestehen aus den vier Forts: Kassel , Mars,Montebello und dem PetcrSauer. Sie haben, wenn ma» die befestigte InselPetergaue dazu rechnet, zusammengenommen eine noch größere Ausdehnung alsdie Festungswerke von Mainz. Einen topograph.-.militair. Plan davon gab Hun-deshagen heraus. Mainz ist im Ganzen nicht schön gebaut, wiewol man vieleschöne Privatgebäude findet; es hat meistens enge, winklige und zum Theil schniu-jige Wtraßen, die jedoch im Winker durch Laternen erleuchtet werden. Nur die