Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mainzer CentraluntersuchringScommission 55

drei Bleichen und die ThiermarktSstraße sind schon zu nennen. Unter den 21 offenelichen Plötzen isi der vorzüglichste der schone, mit Bäumen umgebene Paradeplatzam ehemaligen Schloss» Der Gutenbergsplatz hat einige Denksteine auf den Er-finder des Bücherdrucks. Die Stadt zählt 126 Straßen, 11 Kirchen, 2200 Hau--ser und, mit dem Dorfe Zahlbach, 27,li00 Emw. Unter den Gebäuden zeichnenwir aus: 1) Die DomUrche, welche durch die Belagerung 1793 sehr geliiten hat;von dem ehemaligen kostbaren Schatze und von der beträchtlichen Bibliothek istnichts mehr übrig; auch sind viele von den zum Theil sehr merkwürdigen Grab-mälern zerstcrr worden; 2) die schone Zgnatiuskirche; 3) das deutsche -Ordens-band, worin Napoleon residirte, nenn er nach Mainz kam, und 4) das nebendiesem Palaste stehende schone, grose und massive Aeughaus, welches, sowie dosdeutsche Ordenshaus, der Stadt von der Rheiweile ein vortreffliches Ansehen gibt.Die ehemaligen kursürsil. Schlosser, dieFavorne mit ihrem Garten und die Mar-tinsburg, welche beide zu den vorzüglichsten Zierden der Stadt gehörten, sind ver-schwunden. An den Merkwürdigkeiten geboren auch der Eichelstein auf der Cita-delle, eine Steinme.sse, die jetzt an Höhe unk Breite verloren hat und für ein Denk-mal des römischen Feldherrn DrusuS gehalten wird, und die in 59 Pfeilern be-stehenden Neste emer römischen Wasserleitung, unweit des Dorfes Zahlbach, dieman dein DrusuS zuschreibt. Statt der ehemaligen Universität hat die Stadt einLuceum, In dem Bchkiorbekgebäude sind v> reinigt: ein Munzeabinek, ein Na-kuralieneabinek, eine pinss-kalische und mechanische I-,strun>entensammIung, eineBildergalerie, die aus 90,000 Btn, bestehende Stadtbibliothek und das Museumroimscher Denkmale» (27 Altäre und Voiivsteine und mehr als 60 Legionssteine,die alle bei Mainz gefunden worden sind). Zur Beförderung des Handels und derSchtsstährt lieh N.'-okeon einen Freihafen anlegen, indem man einen Theil desNheinusers be, de- Sr.,dt mit ungeheuern Kosten durch einen festen Steindammerhöhte und zur Anlaiidnng der Schiffe bei hohem und niedrigem Wasserstandegleich beguem eint - teie. Mainz macht vorzüglich im Weinhandel starke Ge-schäfte nach den Nn» e> lande» ,,„d d-m nördl. Deutschland ; desgleichen im Spe-ditionshandel. Die Fabriken sind nicht bedeutend; sie lüstern vorzüglich Taback,Leder, Weinessig :e. Täglich geht von lster eine Wasserdiligence nach Köln ab. —Wo petzt Main; liegt legte nn Jahr 13 vor Cbr. der rcniische Feldherr DrusuS die Hanpts. stuiig ',>ii-,>mi» an. In der Nähe derselben entstand eine Stadt,die sich aber zu den Nömei Zeiten nicht bis an den Nhein erstreckte. 406 wurdeMainz von den Vandalen völlig zerstört und lag mehre Jahrh, in Trümmern, bisdie fränkischen Könige es wieder erbauten und bis inm Nhein ausdehnten. MitBonifaeiuS und Karl dem Großen begann für die Siadr eine neue und glänzen! eEpoche. Im 13. Jahrh, trat sie an die Spitze des rheinischen Bundes, geschlos-sen zur Erringiing des Landfriede,iS und Sicherung des Handels. Im dreißigjähr.Kriege wurde Mainz 1651 von den Schweden nnd 1614 von den Franzosen ein-genommen. 1688 hes.'tzten es die Fi anrostn aisss Neue, und 1689 ward es ihnenwieder abgenommen. Am 11, Oct, 1792 siel es in die Hände der Repnbü'aner,ging aber den 22. Juli 1793 an die Preußen inner Kalkrenth über. 1797 »ber-gab man Mainz den Franzosen, bis endlich 1811 diese Stadt wieder an Deutsch-land siel und durch den wiener Congreß, nebst einem Theile des vormaligen De-part. >ln K>>nk ch,,„>>>ä<-. an den Großberzoz von Hessen übergeben wurde, jedochso, daß Mai»; in militaiiischer Hinsicht eine deutsche Dundesfcstung bleibt unddaher von östreich., preuß. und hessischen Truppen besetzt ist. Die Stellen desGouverneurs, Dice-Gouverneurs und Festungs-Commandanten wechseln alle6 Iabre zwischen Östreich und Preußen.

Mainzer C e n tra l n n tcrsu ch u ng scomm issi o n. Über die ent-ferntere Veranlassung zu dieser in Deutschland neuen und am 20. >Lept. 1828 ge-