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Siebenter Band. M bis N.
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Malerei der Griechen

sen. wie die sogenannte Isistafel, das wichtigste Denkmal dieser Gattung. DieWandgemälde in Tempeln und Katakomben sind kolossale bemalteFiguren mit ein-gegrabenen Umrissen, mit kleinern Wandgemälden eingefaßt. Auch hier erschei-nen die Foderungen des Geschmacks dem «weben nach bildlicher Bedeutsamkeituntergeordnet, Dauerhaftigkeit der Farben ohne kunstgemäße Behandlung, ohneHalblinken und Schatten. Über die ägyptische Malerei, welche späterhin zur Ver-zierung in Rom wieder Mode ward, s. m. Böttiger's „Ideen zur'Archaologie derMalerei" (I.THl., Dresden 1811). Die älteste griechische Malerschule findenwir an den kleinasiatischen Küsten auf den Inseln. Ein Zusammentreffen vielerglücklicher Umstände macht die frühe Blüthe der Kunst in diesen gesegneten Ländernbegreiflich, die schon im Homerischen Zeitalter durch vorbereitende Versuche in ge-färbten Teppichen und Geweben begann. Als das erste namhafte Gemälde wirdeine Darstellung des Bularchua von der Schlacht der Magneter (119 vor Chr.)angeführt. Doch sind wahrscheinlich die Nachrichten davon übertrieben. Von hier-aus sollen die griechischen Pflanzstätte an der Küste von Italien und Sicilien dieKeime ihrer Kunst empfangen haben. Auch in dem eigentlichen Griechenland fin-den wir die Malerei ursprünglich als Begleiterin der Skulptur und Plastik zu reli-giösen Zwecken angewandt. Gewohnt von Alters her die rohen Idole, denen deralte Grieche seine Andacht weihte, mit einem bunten Farbenanstrich auszu-schmücken, glaubte mau noch späterhin, dieses Hülfsmittels zur Belebung desfarblosen Stoffes sich bedienen zu müssen; zuletzt pflegte man nur noch die Auge»zu malen , oder aus Schmelz oder Steinen künstlich einzusetzen. Unabhängig vonder Plastik in heiligen Tempelgcmälden zeigte sich die Malerei erst spät. Auch dieFriese der Tempel, die Reliefs an den Frontons, die Galerien und Seüenhalle»wurden früher gemalt, oder vielmehr bemait. Die eigentliche Malerei ging na-türlich von der Zeichnung, und diese von Schattenrissen aus, die man bald auszu-zeichnen anfing: Skiagramme und Monogramme. Von diesen schritt man zuMonochromen fort. Zunächst fing man an die Umrisse mit einer Farbe (geriebe-nem Scherbensand) auszumalen, dann die Rundung der Körper durch Licht undSchatten mittelst Abstufung der Farbe genauer auszudrücken. Älteste Überrestediejer einfarbigen Malerei sind die sogenannten Vasengemälde mir schwarzen, sil-houetlenartigen Figuren auf ungefärbtem Grunde. Auch später erhielt sich dieseManier. Für die Linearzeichnung (die nach der Anekdote von dem Wettstreite desApelleS ss. d,^ und Protogcnes unter den Griechen zu großer Vollendung ge-dieh) und für die einfarbige Malerei reichte der Griffel aus, mit welchem man ge-sarvie , zubereitete Thierfelle und geglättete Buchsbaumiafeln bear-

beitete. Das Polychrom, die mehrfarbige Zeichnung. setzte ein künstlichere«Werkzeug voraus — den Pinsel, welchen die Hand freier und kräftiger bewegte.Unter den wenigen bekannten Künstlern aus dieser Periode ist Panänus merkwür-dig, der Vetter und Gehülfe des PhidiaS . Er war der Erste, der in den öffentli-chen Spielen zu Korinth und Delphi um den Preis warb, welche» man für denWeltkampf in der Malerei angeordnet harre. Seine Wandgemälde i» AthenäumZu EliS, seine Gemälde im IupiterStempel zu Dlympia, die Ausmalung der Pö-ktle in Athen mit der Schlacht von Marathon, nebst den ikonischen Bildnissen dergriechischen und persischen Anführer in mehren Gemälden haben seinen Namen er-halten, weniger vielleicht die Colorirung und Ausschmückung der Statue des Ju-piter. (Überhaupt macht der Einfall und dieBesiegung der Perser in Griechen-land in der Malerei, wie in aller Kunst, Epoche.) Früher vielleicht noch malteMikon, der Nebenbuhler des Polygnotus, welcher- ebenfalls die Pökile, sowie dasThcseum zu Athen mit Schilderungen der Amazonen- und Centaurenkämofe aus-schmückte. Aber erst durch Pol pgno tu«(s. d.) aus Thasosrrhob sich ungefähr420 v. Chr. die Kunst zur Selbständigkeit. Sein Verdienst war erhöhte Leben-.