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Siebenter Band. M bis N.
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Malerei der christlichen Zeit

und Thiermalerri beschränke, die Landschaftmalerci aber nicht cultivirt wurde,deren Natur, wie oben gesagt worden, mehr lyrisch und sentimental ist, und derenAusbildung auf die Vollendung des ColoritS und des Helldunkels führen mußte.Über die Geschichte der alten Malerei vgl. IuniuS „Ve piulur.-, voloru»," (e,I.k!i.i«!vili,, Rotterdam 1694); Durand's „Ili^loiie rlo I.I peinliire.Iimioniie"(nach Pliniuü, London 1125); Turnbull's ,/Iche->l <», .inci.-nl z.aiuiuie ew."(London 1140); Dinc. Regueno's „8n^^i sul ri-l-,I>iliu>p,,l,i üell' .-»„tlo.i !>rto<>«-' 6recz c üv' Koni!,,,! >>itt,ui" (neue Allst,, Parma 1181, 2Bde.); Andr.Riem, „Über die Malerei der Alten" (Beil», 1181, 4.); Grund, „Über dieMalerei der Griechen" (Dresden 1810—II, 2 Bde.), und Bötiiger's oben an-geführte Schrift. Über das Material, die Technik der Malerei bei den Griechenund ital. Völkern s, Hirt in den „Abhandl. der berliner Akademie der Wissensch."(1198—1803), und Stieglitz , „Über die Malerfarben der Grieche» und Römer"(Leipzig 1811). Abbildungen, vorzüglich römischer Gemälde, sin.et man in Bar-kdli's und Bellori'S Werken (z, B, „liecneil >!e; pelnluie5 auiigue,',", Paris 1151, und 1184 vermehrt), worin mehre, z. B. in der , >1, l'li.i gefundeneFrescomalereien beschrieben und abgebildet sind; ferner in Carletti'S und Pance'sBeschreibungen der Bäder des Titus, und in der Samnilung der herculaiiischenAlterthümer, und Millmgen'» (Rom 1813).

Größere Vollendung erreichte die ?)>a!erei in der christlichen Zeit; ja sie er-langte die Dberherrschafr über die Plastik, welche man, wie den Geist der neuer»Poesie und Kunst überhaupt, im Gegentbeil der antiken, oft pittoresk genannthat. „Als sich", sagt Jacobs in seiner treff ich,-» Rede über den Reichthum Grie-chenlands an plastischen Kunstwerken, „die Kunst an der Liebe zu dem göttlichenStifter der Religion emporhob, mußte sie sich in neue Gesetze fügen. Ihr Stre-ben mußte zunächst auf Bedeutsamkeit gehen, und da diese in der Malerei leichterzu erreichen war, so stieg die Kunst schon darum über die Plastik hinauf". Inden christlichen Zeiten, wo da« Gemüth die herrschende Richtung nach Innen ge-wann, wo e« in dem äußerlich Hervorgebrachten mehr seine Empsindnng abgespie-gelt sehen wollte, wurde daher die Malerei, die sich unendlich mehr zu dem Aus-drucke der Empfindung eignet als die Plastik, mit der größten Liebe gepflegt undzur höchsten Vollkommenheit gebracht, Die älteste Anwendung der Malerei aufchristliche Ideen aber soll in den Grüften stattgefunden haben. S. Rumohr, „Überdie Entwickelung der ältesten italien . Malerei" (im „Kunstblatt", 1821). Dieneugriechische Schule oder Kunst wird gewöhnlich für den gemeinschaftlichen Stammder ganzen neuern Malerei in Europa , oder richtiger für die Kunststuse angese-hen, düi'H welche die ältere und neuere Malerei mit einander in Verbindung ste-hen. Mit Konstantin wanderte die Kunst in das neue Konstantinopel , das er ander Stelle des alten Byzanz (330 nach Chr.) gründete, und viele Kunstweicke derPlastik und Malerei wanderten mit. (Vgl. Henne in den „<'»>>>,>«-„ 1 . 8e>e. Onot-tiii'/.", T hl. XI.) Schon in der letzten Zeit der heidnischen Kunst hatte sich Grie-chisches und Römisches so verschmol;en, daß big zu der Eroberung Italiens durchdie Longobarden kein großer Unterschied zwischen grigch. und italien . Kunst statt-fand. In den Werken der Malerei au« den Zeiten Iustinian'S erhielt sich immernoch das Handwerk, wenn auch nicht die Kunst. (S.Byzantinische Kunst.)Mllsivische Arbeiten werden in dieser Zeit häufig erwähnt, z. B. eine VerklärungChristi in Mosaik, für eine Kirche bestimmt. Doch scheint auch die enkaustischeMalerei noch im Gange gewesen zu sein (Fiorillo'S „Gesch, der Malerei", 1. Bd.,S. 30). Im 4. Jahrh., »och mehr im 5., verbreitete sich der Gebrauch heiliger Ge-mälde, z. B. der Heiligenbilder, in den Kirchen im Morgen-und Abendlande all-gemeiner. Dieser Gebrauch entflammte die Künstler zu neuem Eifer. Die christ-liche Religion ward die Mutter der neuern Malerei; oft empfahl auch die Male-