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dieser Gattung bei den Franzosen. Bleibende Verdienste hat er um die Reinheit,den Wohlklang und die Versification der franz. Sprache.
Malmaison, ein Lustschloß, 2L Stunde westl. von Paris — im Mittel-alter ein Meierhof, n>-I» clunius genannt, weil er in der Gegend lag, wo die Nor-mannen ini 9. Jahrh, gelandet hatten —, gehört zu den reizendsten Anlagen in derNähe der großen Hauptstadt. Auf der schönen Straße von Neuilly und Nanterre kommt man zu Malmaison« schattigen Gärten, wo die Kaiserin Josephine starb,und aus deren Erbe es an ihren Sohn, den Herzog Eugen v.Leuchtenberg, überging.Die einfach geschmackvollen Zimmer trugen zwar zum Theil noch 1818 Spuren derrohen AerstörungSwuth fremder Krieger, aus der Zeit der zweiten Besitznahme derHauptsi.; allein e-blieben noch genug Erinnerungen übrig an die glanzvollsten Tagedes Helden, der in den Laubgängen dieses schönen Hains Erholung von Staats-geschäfken suchte. In allen Zimmern bemerkte man Prachlliebe, die ein seinerSinngeregelt hatte. Nur darüLchlaf- und Sterbezimmer Iosephinens war unberührt ge-lassen. Außer mehren Familienbildern waren damals wenige Gemälde übrig, da be-kanntlich der prächtige, einst hier vereinigteKunstscha tz nach Petersburg verkauft ward.Malmaisons Mobilien wurden 182S versteigert; Engländer u. Napoleons Freundeerstanden sie zu hohen Preisen. Auch die Känguruhs, die einst mit allerlei fremdarti-gem Geflügel den Park belebten, Hütte der Prinz Eugen nach München bringen lassen,und von der exotischen Blumenwelt, die einst Iosephinen wie eine Flora umgab, warnur wenig übrig; doch reichte selbst dies Wenige, z. B. die äla^iuili» giaiolitlora undt, icc>l>„ mitten unter den prächtigsten Baumgruppen, sowie der üppigste Wuchs desFlicderSu.a. Ziersträucher, durchs, sinnige Anordnung hin, für die Frau zu zeugen, diehier durch Kunstliebe und inwohnente Grazie sich die Herrschaft über alle Gemükhererhielt. Man denke an Redoute'S Abbildungen der Pflanzen von Malmaison! 19.
Malone (Edmund), ein geborener IrNüder, hat sich vorzüglich durch einemit seltenem Fleiße und beharrlicher Kritik besorgte AuSg. der sämmtlichen WerkeShakspeare's (Lond. 1790, 11 Bde.) bekanntgemacht, welche in England, unge-achtet der spätern Arbeiten von SteevenS und Reed, noch immer geschätzi wird undziemlich selten geworden ist. Sein „llistorwal acwnunt »k lbe ii>>«.' .->>>>! ;>,v-xres; e>l tl,e englissi ttage" (Basel 1800) steht ebenfalls in großem Ansehen, aberseine Ausgabt von ,,.l. Urvllen'ü crittoil SN>I nii.^cell.iiil'ou'i PI».<U> ev«ih>"(Lond. 1800, 3 Bde.) ist mit unnöthigen Erläuterunaen überladen. Auch verdanktman ihm die Sammlung der Werke Joshua Reynol - s (Lond. 1797, 2 Bde., 4.).
Malpighi (Marcello), Anatom, Physiolog und Physiker, geb. am 10.März 1628 zu Trevalcuore im Gebiete von Bologna , studirte Philosophie und Me-dicin auf der Universität zu Bologna , ward dort I>. der Physik und 4 I. nachherLehrer der Medicin. Der Großherzog von Toscana trug ihm die Professur dertheoretischen Arzneikunde auf der Universität Pisa an, welche er aber nach 3 I. auf-gab, da die dortige Lust ihm nicht zusagte. Er kehrte 1660 auf seinen Lehrstuhl nachBologna zurück. Hier setzte er seine Forschungen fort und war der Erste, der sich zurUntersuchung des Blutumlaufs des Mikroskops bediente. Seine Beobachtungenhierüber legte er in 2 Briefen an Borelli, „llc pulmonib»;", dem Publicumvor. 1662 ging er als Professor der Medicin nach Messina , gerieth aber bald mitden Galenisten und Arabern in Streitigkeiten, die ihn abermals zur Rückkebr nachBologna bewogen. Er ward 1669 Mitglied der königl. Gesellschaft zu London ,die in der Folge s. Werke auf ihre Kosten drucken ließ. PapstInnocenz XU. berief1691 M. nach Rom und ernannte ihn zu seinem Arzte und Kammerherrn. M.starb am 24. Nov. 1694. Seine Abhandlungen über das Gehirn, die Zunge, dirNetzhaut, das Tastorgan, den Bau der Eingeweide, die Nerven, die Milz, denUterus u. s. w.; ferner über den Seidenwurm, die Bildung des Jungen im Ei,über die Drüsen, besonders die über die Anatomie der Pflanzen, enthalten feine und