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Siebenter Band. M bis N.
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Malter

Malz

gebaut; die Trauben sind sehr schmackhaft und weiden meist so gegessen »dergedörrt, selten zu Wein benutzt. Die Pomeranzen weide» selbst »ach andernital. Ländern geführt, besonders nach Genua und Venedig . Die Blumen blühe»hier weit geruchreicher und üppiger, besonders waren die hiesigen Rosen schon imAlterthum berühmt. An Waldungen fehlt es fast ganz; nur der südwestliche Tkeilder Insel enthält etwas Holzung. Die Baumwolle ist der wichtigste Erwe, bs-zweig; es gibt drei Gattungen, die indische, die Landbauniwolle und die gelbe.Sie wird entweder rok oder gesponnen jetzt nach England ausgeführt, jährlich etwafür 1 Mill. Gulk. Man bricht Marmor, Alabaster und gute Bausteine. Salzwird aus Seewasser bereitet. Fabriken und Manufackuren findet man nicht; manverfertigt bloß aus Baumwolle etwas Zeuch und Strümpfe. Handel und Schiff-fahrt sind bedeutend. Die Einw. (90,000, eine äußerst beträchtliche Bevölke-rung für ein so kleines und von Natur nicht begünstigtes Ländchen) stammen vonden Arabern ab, welche von 818—1090 im Besitze der Insel waren, und sind mitItalienern und Griechen untermischt. Sie reden eine aus dem Italienischen undArabischen vermischte Mundart, sind geschickte Handelsleute, Fischer und Seeleute,und bekennen sich zur kathol. Religion. Die englische spräche ward 1823 bei denOberqerichten eingHührt. Die Hauptstadt heißt La Valetta. (ö^. Valetta.)Zu Malta gehören die kleinen Inseln Gozzo und Eomino (2 I M., mit 21,000Einw.). Über die Alterthümer, Inschriften, Gemmen, Vasen, Münzen, Restevon einem Tenipel der Proserpina , einem Theater -c. sehe man „»Au, .-,„ 1 »--»illn^tr-ita", vom Prälaten BreS (Roni 1816, 4.), und ,,Vn<st<-»t anst „nisten,äl.ilta", von BoiSgelin London 1805, 2 Bde., 4., IN. Kpf. u. Eh.). Malta undGozzo waren 1400 vor Ehr. tprisch-phöniz.Eolonien. Später gab es auf beiden auchionische Pflanzorte. Sie blieben mit einer aristokrat.-demokrat. Verfassung unab-hängig, bis die Earthager um 400 vor Ehr. die Inseln eroberten. An ihre Stelle tra-ten 216 die Römer. 1530 wurde Malta von Karl V. dem Iohanniterordcn als einLehn desKönigreichsSieilien zugetheilt. DieRüterschlugen 1565einen furchtbarenAngriff der.Türken zurück. (S. Valetta.) 1'98 nahm Bonaparte auf seinemAuge nach Ägvpten die Insel verrätherischerweise ohne Widerstand. 1800 mußtesich die franz. Besatzung an die Engländer ergeben, welche durch eine strenge Blo-ckade die Insel ausgehungert hatten. Im Frieden von AmienS wurde die Rückgabeder Insel an den Orden, unter neutraler Garantie, versprochen, allein von Eng-land 1803 verweigert. Im Frieden von Paris 1814 verblieb sie den Engländern,welche durch sie, durch die ionischen Inseln und Gibraltar das mittelländischeMeer beherrschen. Großbritannien hat den Einw. ihre Rechte, Freiheiten undReligion zugesichert und in der innern Verfassung wenig geändert. Die Insula-ner erwählen ihre Obrigkeiten und RechtSbehörde» aus ihrer Mitte. Die Kostendieser Besitzung, die Unterhaltung eines Gouverneurs, eines Eonirmndanten undeiner Besatzung von 6000 M., überwiegen weit die Staatseinkünfte von 114,000Pf. St. 1819 stiftete der König von England als -Louverain von Moira denSt.-Georg- und St.-Michaelsorden.

Malter, ein Getreidemaß; in Obersachsen und Thüringen beträgt es dieHälfte eines WispelS, mithin 12 Scheffel, in Preußen und Polen 16, am Rhein4 Sckeffel. In Hammerwerken und Kohlenbrennereien ist es ein Holzmaß von18 — 80 Kubikfuß.

M a l t e se r r i t t e r, s. Iohanniterritter.

Malz ist Gerste, Weizen oder Hafer, die durch Einweichen im Wasser biszum Keimen gebracht und, nachdem vorher die Keime abgerieben worden, im Luft-zuge (Luftmalz) oder durch Feuerhitze (Darrmalz) schnell getrocknet worden sind.Durch diesen anfangenden Vegetationsproceß des Keimens wird ein großer TheilKleber oder Eiweißstoff der Körner mit ihrem Mehle in zuckerahnliche Substanz