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Siebenter Band. M bis N.
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Mamelucken

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Mälzcl

verwandelt, welche bewirkt, daß die Abkochung des Malzes (Würze) in geistigeGäbining übergeben und Bier liefern kann. Viele -Leestädte (Danzig, Stralsund ,Königsberg) treiben mit Malz starken Handel; in Stralsund bilden die Malzarbei',ter ein eigenes (bewerbe. k,

M ä lzel (Leonhard), k. k. östr. mustk. Hofkammermaschinist in Wien , Er-finder des Panharmonikons, ist aus Regensburg gebürtig und um 1176 geb. DasPanharmomkon ahmt ein ziemlich vollständiges Orchester nach, indem es durchWalzen und Blasebälge die Instrumente in Bewegung wtzt; besonder? ist derVio -linspieler, sowie die Kraft und Bestimmtheit der Blasinstrumenie, z. B. de>- Trom-peten, bewundert worden. 1801 ließ es DA zu Paris , und 1808 daselbst ein neuesKunstwerk, einenTrompetenautomaten, hören. Auch war er mit s.Automaten undder Kcmpelen'schen Schachmaschine in London . Seine wichtigste Erfindung ist derMetronom oder Chronometer (Taktmesser, s. d.), für welchen er eine Fabrik inLondon 1816 errichtete. S.Kandler'S Aufs. in der„Wiener musikalischen Zeitung",1811, St. 5fg. Sein Bruder stellte jenesPanharmonikon, das aus 42Automa-ten besteht, 1829 in Boston auf, wo es die Ouvertüren aus dem D. Zuan, derBestalln und ter Iphigema spielte.

M a m e l u ck e n (Mamlucken, von dem arab. Memalik, ein Sklav ) nannteman die au? den (legenden des Kaukasus Herstammenden Sklaven, die bei ihren Her-ren Hausämter verwalteten und sich hernach zu Staatswürden emporschwangen.Sie machten jedoch kein besonderes Corps aus. Als aber im 13.Jahrh. Dschingis-khan den größten Theil Asiens verheerte und eine Menge Einw. als Sklaven weg-führte, kaufte Nodschmaddin, Sultan von Ägypten, deren 12,000, Mingrelier,Tscherkasse», meistens aber Türken aus dem Kaptschak, ließ sie in allen kriegerischenGeschicklichkeiten unterrichten und bildete aus ihnen ein Corps. S ie zeigten sich baldzügellos und rebellisch. Schon unter seinem Nachfolger mischten sie sich in Regie-rungsangelegcnheiten, ermordeten den Sultan Turan Sbah und ernannten (1251)aus ihrer Mitte den Mamelucken Ibegh zum Sultan von Ägypten . Die Herrschaftder Mamelucken in Ägypten dauerte 263 Jahre. Die Oberherrschaft wurde gewöhn-lich dem Kühnsten unter ihnen zu Theil. Während dieser Zeit hatten sie verschiedeneEroberungen gemachtund die Franken (1291) ganz aus dem Orient vertrieben. Se-lim l. stürzte dieses mächtige Reich, nachdem er die Haupist.Kahira 1511 mit Sturmeingenommen hatte. Er setzte einen türkischen Statthalter (Pascha) über Ägvpten,scheint aber doch durch die Umstände genöthigt gewesen zu sein, die 24 Beys, welchedie verschiedenen Provinzen des Landes als Statthalter regierten, fortbestehen zu las-sen. Diese Verhältnisse bestanden ohne besondere Veränderung über 200 Jahre.Aber seit der Mitte des vorigen Jahrh, erlangte das Ansehen der Mamelucken durchihre Anzahl und ihre Reichthümer ein solches Übergewicht über die Regierung der Os-manen in'ÄgyPten , taßder vo» derPforreernanntePascha ganz nach dem Willen derMamelucken handeln mußte. Dieses Übergewicht verschaffte ihnen vorzüglich, seit1166, Ali Bev, welcher mit unumschränkter Obwalt regierte und 1113 ermordet wur-de. Zur Zeit des franz. Einfalls spielten die Mameluckenbey?, namentlich MuratBey, eine wichtige Rolle. Die Mamelucken, die durch ganz Ägvpten zerstreut waren,und deren Anzahl 10 —12,000 M. betrug, pflanzte» sich meistens durch Sklavenfort, die aus den (Hegenden zwischen dem schwarzen und kasp ischen Meere nach Kabüagebracht wurden. Man zwang sie zum Glauben Mohammed'S und bildete sie zuKriegern, Sie gelangten nachher zu StaatSämter» und wurden oft selbst Bevs; dennnur Mamelucken konnten diese Stelle erhalten. Sie bildeten eine gute Reiterei undgriffen die Franzosen , als diese in Ägvpten gelandet waren, mit der größten Wuth an,konnten aber dem europäischen Artilleriefeuer nickt lange widerstehen, und mehre gin-gen bald zu den Franzosen über. Dem jetzigen Pascha von Ägypten , MohammedAli (s. d,), gelang es durch Verrath, 1811, die Bevs zu vernichten.

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