Mandat
84 Maminiith
M a n, Muth, der fossile Elephant, s. Geognokie und Urwelt.
Vl änade » (von ich rase) hieße» die Bacchantinnen, die
Priesterinnen des Bacchus ss. d,).
51 .1 n <-, » >1 » (abbrevirt inana.), abnehmend, bezeichnet in der Tonkunst,daß das Zeitmaß eines Tonstücks immer langsamer werden, und der Ton allniäligschwinden soll.
M anchester, große Fabrikstadt Englands, 37 deutsche Meilen von Lon-don , in Lancastershire, in einer hügeligen (legend, am Bridgewatercanale und amschiffbaren Zrwell, an dessen linkem Ufer Salford , eine Vorstadt von Vdanchester,liegt, die durch eine schöne eiserne Brücke von einem Bogen mit der Stadt verbun-den ist. Die Stadt ist unregelmäßig, der neuere Theil derselben freundlich gebaut,der ältere, der Sitz der Fabriken, von alter Bauart. Einer der schönsten Theilevon Manchester ist der EreScent, eine in Form eines halbe» Mondes angelegteschöne Häuserreihe mit einer Terrasse und der Aussicht auf den Fluü. Die Stattmit der Vorstadt enthält 16, >00 H. und 133,000 Einw., und ist der Mittelpunktder engl. Baumwollenfabricarion, welche die gante Gegend «„d auch benachbarteGrafschaften beschäftigt. S le war schon seit 1650 durch Kunstßleiß berühmt. Esbestnden sich hier mehr als 200 Fabriken von dem nach der Stadt benannten Man-chester , Rangum, Piglw, Ealtun, Musselin, gedruckten Halstüchern und Band;auch Fabriken in grober Leinwand und Hüten, und Eisengießereien. Der Reich-ibiim an wohlfeilen Steinkohle» und die Canalverbindunge», besonders derBridge-watercanal, verbunden mir der vortrefflichsten Maschinerie, erleichtern den Ge-werbfleiß. Auch befinden sich zu Manchester grobe Handelshäuser und eine Börse.Unter den öffentliche» Gebäuden bemerke» wir 12 anglican. Kirchen, darunter dieschöne Collegiatkirche, in gothischem Styl; ferner die große, nach dem Lancaster'-schen Systeme eingerichtete Freischule. Manchester bat mehre WohlthätigkeitS-ansialten, u. a. einen von den Methodisten gestifteten Verein der Freunde der Aus-länder und zahlreiche Spitäler, besonders ein Spital für Schwangere, eine öffentl.Bibliotbek von 18,000 Bdn. und eine Gesellschaft für Naturwissenschaften, welchesich durch die Herausg. gemeinnütziger Abhandlungen verdient macht.
Mandarin, ein pormg. Wort (von „muchire. befehlen) bezeichnet jedenöffentlichen Miluair- oder Civil-, geistlichen oder weltlichen Beamten »u chine-sischen Reiche, seine Würde sei groß oder klein. Das chinesische Wort dafür istV.uang oder O.uang-fu. Man erkennt den Grad der Würde an Pfaufeder» undder Farbe der Knöpfe, welche die Mandarinen auf der Mitte ihrer Hüte tragen:roth ist die erste, dann folgen blau, weiß, vergoldet und versilbert. Roth undblau haben llnrerabiheilungeii in dunkel und durchsichtig. Außerdem sieht manbei Hofe noch zwei andere Kennzeichen der höher» Würde. Die Staatsgewänderaller Mandarinen haben auf der Brust und auf dem Rücken viereckige reicheStickereien; aber Unterkönige, Kolao'S (d. i. Cabinecsmimster) und Prinzen ha-ben runde, nicht nur auf der Brust und dem Rucken, sondern auch auf den Schul-tern ihrer Gewänder. Ferner sieht man viele in Gelb gekleidet, eine Farbe, die bloßvon den Vornehmsten und ^oleben getragen wird, denen der Kaiser Erlaubniß dazuertheilt, als Ministern, Dicekonigen, Verschnittenen n. s. w.
Mandat, 1) Bevollmächtigungsvertrag, Vollmacht, Auftrag; 2) einerichterliche Verfugung, durch welche auf des Klägers einseitiges Anbringen derGegenpartei Etwas anbefohlen oder verboten wird. Daher ein Proceß, der miteinem solchen Mandat anfangt, Mandatsproceß beißt. Der Befehl ist unbe-dingt, Ane ebi iiinila. wenn sich aus dem Vortrage entnehmen laßt, das; keine rechtli-che Einwendung dagegen stattfindet; bedingt, ein» ol!>ii5nl!>. wenn dem Beklagten dabei nachgelassen wird, keine Einwendungen gegen dasMandat in einer bestimmtenFrist auszuführen; 3) hießen Mandate, Territvrialmandate, cine Gattung