Mündeln
Mandeville
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Papiergeld zur Zeit des republikanischen Frankreichs . Nachdem die Assignmtcu (s. d.), denen Robespierre einen gezwungenen CurS zu erhalle» gewußt hatte,durch die Gewalt der öffentlichen Meinung zu Nichts herabgesunken, und dadurchdie Nationalgütcr, die man als eine Hypothek für ihre Einlösung angewiesen halte,frei geworden waren; nachdem ferner die Regierung vergebens eine Anleihe zurBestreitung der Kriegskosten und andrer SiaatsauSgaben eröffnet harre, schussledieses neue Papiergeld unter dem Namen der Mandate, die im Grunde ebenfallsAssignaten waren, denn auch sie waren Anweisungen aus den Verkauf der Ratio--nalgüter, harten jedoch vor den Assgnaten einen doppelten Vorzug. Erstlich hal-ten sie eine specielle Hypothek auf einzelne, auf einer Tafel namentlich aufgeführteGuter, dade Assgnaten nur im Allgemeinen auf die Nationalgüter fundirt waren ;zweitens konnten die Mandate jeden Augenblick realisier werden, indem deren In-haber, ohne alle Weigerung und Formalitäten, in jedes auf der UnterpfandStaselverzeichnete Gut, sobald er sich deßhalb melden und den vierten Theil des Preiseshinterlegen würde, sofort eingesetzt werden sollte. Es wurden ihrer anfänglich für600 Mill., aber bald darauf (18. März 1196) für 2400 Mill. erschaffen. Mangab ihnen einen gezwungenen Eins, wodurch es der Regierung gelang, die Kolket,des bevorstehenden Feldzugs zu befreiten; allein kaum war dies geschehen, als sieebenfalls fast zu Nichts herabsanke»; sie wurden daher theils eingewechselt und ver-nichtet, theils verschwanden sie von selbst. Statt unter seiner Last zu erliegen,verdankt Frankreich diesem Papiergelde seine Rettung. Das Übel trug durch seinÜbermaß sein Heilmittel zugleich in sich, und auch hier, wie im ganzen Laufe derRevolution, waren die Wirkungen immer anders, als man erwartet hatte.
M andeln, Kerne der Steinfrucht des Mandelbaums, ,1,nvAlal>i<. I.Die süßen sind wegen ihres fette» und milden Dies sehr nährend, von angenehme»!Geschmack, und dienen sowol :ur Speise als zur Arznei. Die bittern enthaltennoch außerdem ein fluchtiges ch')l, was ihnen den unangenehmen Geschmack unddie betäubenden Eigenschaften gibt. (Vgl. Blau sä u r e.) Diese äußern sich beiThieren, als Hunden, Katze», Vögeln ic., oft sebr stark und lebensgefährlich.Der Mandelbaum stammt aus dem sstdwestl. Asien und Nordafrika , ist jedochjetzt auch in dein mittägigen Europa einheimifch, u»d wird selbst hin und wieder inDeutschland wegen seiner zeitigen und schönen rochen Blürben angepflanzt, bringtjedoch hier seilen reife Früchte. Er gleicht äußerlich dem Pstrsichbaume. Die bestenMandeln von langer Form kommen aus Malaga , ebenso gesucht werden die ausValencia und die ital. Ambrosirunandeln. Siciliamsche und provengaler sind eineMütelsorte und mehr rund als lang. Die bittern kommen aus derTürkei. Knack--mandeln sind Mandeln mit der Schale.
Mandeville (Bernard deß ein Arzt, welcher zu Dortrecht 1610 geb.war, in England lebte und am 19. Jan. 1133 starb, ist durch seine irreligiösenSchriften berüchtigt, welche der Abdruck seines Lebens waren. Unter diesen ist ammeisten bekannt: 1) seine „Fabel von den Bienen" („ l'be lulile >,k ibe <„fnivnte viove mncl« pnllia benslli-,", London 1111, 6. AiiSg. 1132, 2 Bde;fran;., 1110; aus dem Engl. von Grimm, Berlin 1816). Der Ausg. von 1128ist eine Wiigliii v iiito ibe c>> issn ok iiMi'al virtaec" als Rechtfertigung beigefügt.M. behauptete hier, daß die Tugend nur ein künnliches Erzcugniß der Klugheit undEitelkeit sei, auch der Lupus und die Laster der Einzelnen zum Wohl und Vortheilder Gesellschaft gereichten, und selbst die Verbrechen nützlich seien, insofern sie dazudienten, eine gute Gesetzgebung einzurichten. Diese Fabel fand eifrige Gegner,z. B. Kluet, Berkely und Law. 2/ „Freie Gedanken über Religion, Kirche, Re:gierilng" (London 1120; deutsch, Regensb. 1126). 3) „Untersuchungen überden Ursprung der Ehre und über den Nutzen des Christenthums im Kriege",in welchem Werke er. vielen seiner frühern Ansichten widerspricht.