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Siebenter Band. M bis N.
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86
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Mandoliiie

Mandschu

Mandoline (ital. >Ia,„I„!i>. äsi>i»I<»'.>),ein kleines, mitl Saiten bezdge-»es, lautenartiges Instrument, welches sowol nnt ein in Federkiel als mu eine,»Fingen der rechten Hand gespielt wird. Man hak auch dergl. Instrumente „in 6und mehr -Saiten, die folglich der Laute noch ähnlicher sind. Als Virmo? auf die-se», dürftigen, vorzüglich in Italien beliebte» Instrumente ,si der Italiener Vi-mercaii auch in Deutschland bekannt. Die v.ersairige Mandoline bekoninitdie Stimmung der Violine, die Saiten sind Stahl- und Messingsaiken.

M a n d r a gora nannten schon die Alten eine Wurzel, welche Zweigespaltenwächst und Ähnlichkeit mit der Menschengestalt hat. Daher legte man ihr auchWunderkräfte bei und nannte das .krank derselben Cireeam. Nach Iosepbus(,, liilignit.", Buch VIII, Cap, 2) soll Salomo eine solche Wunderwurzel besessenhaben, welche Teufel auStrieb. PlniiuS in seiner cNakurgeschichte gibt an (BuchXX V, Cap. 13), wie man sie auSgraben müsse, und Iosephus, der sie Bararasnannte, erzählt etwas Ähnliches (Buch VUI, C'p.2). Vlau glaubte, diesesiLur-zel habe ein doppeltes Geschlecht und mache fruchtbar; daher es auch „ach denErklärer» der Bibel die Frucht sein soll, welch- Rakel nach 1. Mos. 30, 11,von der Lea begehrte. Viele ältere Schriftsteller, z. B. Jak. Thomastns, ha-ben über sie geschrieben. (S. das Journal ,,Die Vorzeit", Bd. 3, Heft I.)

M a n d s ch u, M a n d s ch u r e n. Zwei Nationen, die Mandschuren unddie Tungusen, auf deren gemeinschaftlichen Ursprung ihre Volkssagen, Spracheund.Körperbildung hinweisen, gehören zu den, mandschurischen Volkerstaninie, derim östl. Sibirien und i» der nbrdl. Mongolei große Lander und Wüsten bewohnt.In den ältesten Zeiten waren sie u. d. N. Kin oder Njudsche» bekannt, seit 920den Kitanen zinsbar, und wohnten im Norden von .Korea in der östl. Tatarei bisaus Dstineer und den Amur . Sie empörten sich Nil unter Okota gegen die .Ki-tanen und stifteten 1113 das Reich der Kin in China , das von dem Namen .desStifters der Dynastie so genannt wird, indem sie jenen einen Theil ihrer Länderabnahmen. Taitsong »rächte 1125 den. Reiche der .Kitanen in Nordchina ein Ende,griffaber hernach die Song, die ihn Zu Hülfe gerufen ha»te», selbst an, entriß ihnenPeifcheli und Chensi und zwang Weotsong, ihm einen Theil von China , nnd deffenNachfolger, ihm das übrige.Nordchina abzutreten, sodaß diesem nur »och Südchinaverblieb. Die Mongolen, bisher Vasallen der Kin, siele» unter Taüio-ig'S Nach-folger ab und nöthigten sie, ihnen ei» Stück Landes ein',uräi»nen. 1203 verwei-gerte Dfchingishan ihnen den Tribut, schlug sie 1212 und 1213 völlig, machtesich von der Abhängigkeit los und legte dagegen den Kin Tribut auf. Diese» ver-sagte nun auch 1215 Ningtsong, Chinas Beherrscher aus der Dvnastie Song.Durch Dschingiskhan verlor jenes Volk Chensi 1221; Dktai setzte den Krieg fort(1230), und eroberte ihr Reich unter Gnansong. Nach der Vertreibung der Kinaus China erschienen sie erst 1558 wieder, u. d. N. der Mandschu. Sie hattenin Leatonz (einem Erblande der kaiserl. Familie in Pina, zwischen der Scbarra-Mongolei und Korea ) Aufnahme gefunden, aber schon 1616 sielen sie unter Tien-ming in China ein und machten große Eroberungen. Die Zerrüttungen zu ver-mehren, trat der Empörer Li auf, griff den Kaiser Wentsong 1613 in seiner Resi-denz an und besiegte ihn. Der Kaiser erhängte sich, und in ihm erlosch die Dyna-stie Ming, die letzte eingeborene Regentenfanlilie in China . Jetzt verglich mansich mit den Mandschu. Tsonte vertrieb den Li aus Peking , starb aber mitten un-ter seinen Eroberungen, welche sei» Sohn 1611 vollendete, seit welcher Zeit dieMandschu Regenten von China sind. — Unter russischer Herrschaft stehen keineMandschu, denn als die Ruffen nach Sibirien kamen, verließen sie zum Theilihre Wohnplätze, die sie in Dstsibirien, vorn Baikal bis an das mongolische Ge-birge und um den Amurfluß, inne hatten, und wgen hinab nach dem Amur undChina ; die aber blieben und sich der russischen Herrschaft unterworfen hatten, ka--