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Mani, Manichaer
Anislmanntwein). Einige Handelshäuser machen bedeutende Geschäfte. DcrSpe-ditionshandel wu d dureb die Rhein - und Ncckarschifffahrt begünstigt. Man zählt100 Handelsleute und mehre Buchhandlungen. Die Arbeiten der Handwerker undKünstler werden geschäht. Auch die Dleichanstalten verdienen Erwähnung. DieStadt ist mit schonen Gärten umgeben, der Gartenbau vorzüglich; besonders wirdein starker Hopfenbau getrieben. Unter den Spaziergängen bemerkt man denSchloßgarten, eine neue, schöne, englische Anlage von dem Schlosse bis zum Rhein ,und die Müklaue, eine beim Ausflüsse des Neckars in den Rhein gelegene Inselmit freundlichen Anlagen. Wo jetzt Manheim steht, lag sonst ein Dorf gl. Na-mens, wo Kurfürst Friedrich I V. 1608 ein festes Schloß, Friedrichsburg, und eineStadt anlegte, welche vorzüglich von Niederländern, die wegen Religionsbedrückungihr Vaterland verlassen Karten, bevölkert wurde. Der dreißigjährige Krieg (vorzüg-lich die Jahre 1622, 1631 und 1611) bedrohte die ncuentstandene Stadt mir demUntergänge. Nach dem westfälischen Frieden kehrten die vertriebenen Einwohnerzurück; aus Schutt und Asche erhob sich eine neue Stadt. Allein 1688 wurdedurch die Franzosen ganz Manheim der Erde gleich gemacht. Die Einwohner flüch-teten nach allen Gegenden hin. In diesem Zustande verblieb die Stadt, bis 1699der Kurfürst Friedrich Wilhelm einen Theil der Bürgerschaft zusammenbrachte,und 1120 der Kurfürst Karl Philipp seine Residenz dahin verlegte, von wo sie sichzur bedeutendsten Stadt in der Pfalz erhob. 1111, als Baiern an den Kurfür-sten von der Pfalz als Erben gefallen war, kam die Residenz nach München . Imfranz. Revolurionskriege litt Manheim durch Belagerung und Beschießung. Durchden 1801 zu Luneville geschlossenen Frieden siel ,s an das Haus Baden.
M a n i, Manichäe r. Von dein Stifter dieser Sekte, den die Orienta-len Mani, die Kirchenväter ManeS, den Unsinnigen, und seine Anhänger Mani-chäer nannten, hat die Geschichte zwei verschiedene Nachrichten. Die ältere, inden christlichen Kirchenschriftstellern aufbehaltene Erzählung scheint weit zuverläs-siger als die arabische aus dem 10. Jahrh., die ihn zu einem vornehmen Magier,kunstreichen Maler und christlichen Priester macht, übrigens aber nichts merkwür-diges Neues von ihm sagt. Nach jener kam er im Knabenalter als Sklave, unterdem Namen Kubrikus, zu einer begüterten Witwe in Persien , bei der er die 4Bücher des Scvlhianus, eines übrigens unbekannten ägyptischen Schwärmers,dessen Schüler TerebinthuS oder BuddaS sie ikr hinterlassen halte, unter demTitel Geheimnisse, Hauptstücke, Evangelium (Arzeng) und Schatz vorfand, durchderen Lesung er auf seine aus chaldäisch-dualistischen Ideen und gnostischen My-then gewobene Welt- und Geisterlehre kam. (Vgl. Dualismus und Gno-sis.) Nach dem Tode seiner Herrin chr Erbe, nannte er sich Mani und ver-suchte, ähnlich dem spätern Mohammed, auf den Grund dieser Bücher eine neueReligionsphilosophie zu bauen, für die er Jünger gewann. Durch den Ruf sei-ner Weisheit an den Hof SaporS, Königs von Persien , geführt, mußte er, da derihm anvertraute kranke Sohn dieses Königs unter seiner Behandlung starb, dafürmit Gefängniß büken. Seine vorher ausgesendeten Schüler brachten ihm dahinKunde von dem Widerstände, den das Christenthum ihnen entgegengesetzt habe.Dies bedenkend, faßte er über dem Lesen der heil. Schriften der Christen den Ge-danken, zur Reinigung des Christenthums von jüdischen und hierarchischen Ver-unstaltungen und zur Ausbreitung einer von den Aposteln verschwiegenen Geheim-lehre berufen, ja selbst der im N. T. verheißene Tröster zu sein. Nachdem er sichder Haft entzogen und auf Arabion, einer Feste an den Grenzen Mesopotamiens ,neue Jünger gesammelt hatte, suchte er, unter dem Namen eines Apostels JesuChristi , nach der arabischen Erzählung auch begünstigt von Sapor'S (212 n. Chr.)Nachfolger HormiSdeS (Hormuz), die Christen in jenen Gegenden zu seiner Lehrezu bekehren. Bei diesen Bemühungen soll er von Archelaus, einem christlichen