Manier
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diesen Erfolg, erregen jene teuflischen Kruste Ungewitter und andre physische Übel.Da? ganze Drama besuchest ein allgemeiner Weltbrand, die Wiederkehr der er-lösten ^eelen in da? Reich des Licht? und der Fall des Teufels in Ohnmacht undeinige Fest ln. Zwischen seinem (listet und dem Reiche des Lichts halten die See-len der nicht völlig G^äurerten ewig Wache, daß Beides geschieden bleibe, wie esv?m 'Ansänge war. — Mit diesem ReligionSspstem, das in den Büchern deSWcv-thianns und M.'S eignen Ansitzen, Briefen und apokryphischen Schriften enthal-te» war, aber >etzt nur nach in Brnchsrüeken, welche man in alten Lichriftstellern,besonders des heil. AugustinuS gegen die Manichäer , findet, vorhanden ist, hängtdie manichälsche Sittenlebre genau zusammen. Sie theilt die Manichäer in 2 Clas-sen : die AnSerwählten sollten sich des Weins, des Fleisches und aller thierischenNahrung, der Ehe, des Beischlafs, der Musik, des Besitzes irdischer Güter undjeder Üppigkeit, dabei aber auch des Krieges, der Arbeit lind jeder Beschädigungder Pflanzenwelt, ja selbst des Pflückens der Bäumst üchre enthalten, kein Thier,außer Ungeziefer, todten und ihr Leben der frommen Betrachtung widmen. Mehrwar den Zuhörern oder Unvollkonimneren erlaubt; durch ihre Arbeit mußten siesich und die Auserwählten ernähren, in der Ehe da? Kinderzeugen verhüten und ihrGluck in der 'Armuth suchen. Aller Oberhaupt war Mani mit 12 von ihm gewähl-ten 'Aposteln, unter denen Thomas, Buttas und AkuaS, nach dem die Manichäerauch Akuaniten genannt wurden, Erwähnung verdienen. Den manichäischen Ge-meinden standen Bischöfe (Mani hatte 12 dazu geweiht), Älteste und Diakonenvor, sämmtlich aus derClafse der Auserwählten, in der es auch heilige Jungfrauengab. Doch galten diese Geistlichen nur als Lehrer, da das Kirchenregiment von denGemeinden demokratisch ausgeübt wurde. Tempel, Altäre, Bilder, Opfer undandre sinnliche Hülfsmittel des Gottesdienstes katten sie nicht; ihre GotteSvereh-rung bestand aus Gesang, Gebet, Vorlesung ihrer heiligen Bücher und Lchr-vorträgen. Die Abendmahlsfeier hielten sie ohne Wein, die Taufe verschoben sie,wie die Christen des ersten Jahrh., oft ins reifere Alter. Von den Festen der Christenbegingen sie nur das Gedächtniß des Tote? Jesu und den >Lonntag, diesen mitstrengem Faste». Im März feierten sie Mam's Todestag (Bema), an dem inihren einfachen Versammlungssälen ein auf 5 Stufen erbabener prachtvoller Lehr-stuhl für den im Geist anwesenden Mani stand, Sie wollten für Christen gehaltensein, mußten aber, ungeachtet des ihnen selbst von Gegnern zugestandenen Ruh-mes vorzüglicher Siltenreiuheit, doch seit der Mitte des 4. Jahrh, härtere Verfol-gungen erdulden als andre Ketzer. Bis zu diesem Zeitpunkte bauen sie sich schnellgenug aus Persien, ihren, Vaterlands, durch Svrien und Kl-inasien nach Nord-afrika und selbst bis Italien ausgebreitet. Der heil. AuguüinuS, der ihre Irrthü-mer am eifrigsten bestritten hat, war in seiner Jugend 9 Jahre Zuhörer unter ih-nen gewesen. In Nordafrika , wo sie viele, obwol nicht zahlreiche Gemeinden miteignen Bischöfen hatten, wurden sie im 5. Jahrh, von den Vandalen, im römi-schen Reiche, besonders in Italien, wohin einzelne Haufen derselben sich aus Afrika geflüchtet hatten, durch die Derfolgungsdecrete christlicher Kaiser und durch bischöf-liche Bannflüche ausgerottet. Endlich auch in Persien unterdrückt, zogen sie sichseit dem Anfange des 8. Jahrh, theils in das noch heidnische östliche Asien , wo sieauf die Ausbildung des Lamaismus Einfluß gehabt zu haben scheinen, theils indas Dunkel geheimer Verbrüderungen zurück, und traten in spätern Jahrh,nur unter andern Namen wieder auf. Die PriScillianisten, Paulicia-ner und Katharer (s. dd.) hatten viel mit den Manichäern gemein; dochist ihr Name im Mittelalter ketzerischen Parteien und Gesellschaften, wie den1022 zu OrleanS verbrannten KanoniciS, oft ohne Grund und nur, um denDolkshaß aufzuregen, beigelegt worden. kl. ,
Manier und Manierirt bezeichnet im tadelnden Sinne die Eigen-