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Manifest Manipulation
schasten eines Kunstwerks, die nicht aus dem Wesen seines Gegenstandes, son-dern aus der bloßen Individualität des Künstlers hervorgegangen sind, mithintadelhafre Eigenschaften, da, gewisse Fälle ausgenommen, die Kunst nach mög-lichster -Objektivität streben soll; im engern Sinne gilt es gleichbedeutend mit Kün-stelei und gekünstelt; doch wird das Wort Manier auch oft mit Styl gleichbedeu-tend gebraucht. — In einem andern Sinne spricht nian von Manieren in derMusik und versteht alstanü diejenigen Verzierungen darunter, die entweder durchein angenommenes Zeichen über den Noten, oder zwischen denselben mittelst kleine-rer Noten bezeichnet, oder auch dem Geschmacke des Spielers oder Sängers an-zubringen überlasse» werden. Dahin gehören der Triller, Pralltriller, Mordent,Doppelschlag, Schleifer, Vorschlag, Nachschlag, Bebung:c. -Ost theilt mandie Manieren auch ein in ü2etz- und Spielmanieren. Zu jenen rech-net nian alle Nokenverbindungen, die aus der Zergliederung der melodi-schen Hauptnoten und aus der Vermischung derselben mit Nebenuoteu entste-hen, und von welchen man einige mit besondern Namen bezeichnet hat, wiez. D. den Lauser, die Walze, den Schwärmer rc. Au diesen gehören theilsdie vorhin angezeigten bestimmten Manieren, theils auch Veränderungen derMelodie von unbestimmter Form, womit die Melodie einer Solostimme, be-sonders in Adagiosätzen, oft verziert wird, deren Gebrauch aber durch denCharakter des Stucks bestimmt sein muß, iu welchen» man sie anbringt, umdemselben größere Mannigfaltigkeit zu geben.
M anife st, eine Erklärung, welche vornehmlich im Anfang eines Krie-ges von den streitende» Mächten öffentlich bekanntgemacht wird, um die rechtfer-tigenden Ursachen des Krieges darzustellen. Die Benennung kommt her voni>Iuuil>',',lui>> e-u ete. (Kund und zu wisse» »c.), womit die in frühern Zeiten ge-wöhnlich in lateinischer Sprache abgefaßten Kundmachungen dieser Art ansingen.Die Form der Manifeste ist die der offenen Briefe, d. h. sie beginnen mit einerkurzen Anrede an das gestimmte Publicum, und sind mit der Unterschrift des Re-genten versehen. Verschieden von ihnen sind die Deductionen oder Darstellun-gen der Beweggründe und die sogen. lAziosez <le-> erstere sind gleich-
falls officielle, an das Publicum gerichtete, aber nur selten im Namen desRegenten abgefaßte und von ihm nicht unterschriebene Schriften in Form ei-nes juristischen LibellS; wogegen sich diese, die gewöhnlich in sranz. sprächeabgefaßt sind, durch ihre weniger juristische Form unterscheiden. Der Ge-brauch der Manifeste hat-sich bis auf unsere Tage bei allen Mächten erhal-ten; nur Frankreich , das sich über so viele bis dahin für nothwendig geachteteFormen hinwegsetzte, erließ auch in den letzten Zeiten keine Manifeste mehr,sondern es erfolgten nur Botschaften des Kaisers an den Senar, Proklamatio-nen an das Heer und Ausfälle im Moniteur. l>..
ManiliuS (Marcus), ein römischer Dichter, wahrscheinlich aus demZeitalter des Augustus, dessen LebenSumstände unbekannt sind. Merkwürdigist er weniger als Dichter, als weil er, der Einzige unter den Römern, mitdem Aratos wetteifernd, ein astronomisches Lehrgedicht zu verfertigen versuchte.Wir haben davon nur noch 5 Bücher unter der Aufschrift: „>5trounn>i<.!>".Es hat keinen hohen poetischen, aber wohl einen wissenschaftlichen Werth;doch finden sich einzelne schöne und glänzende Stellen, wohin besonders dieEingänge gehören. HauptauSgaben sind von Bentlen (Lond. 1739, 4.), vonStöbe»- (Lnrasb. 1167) und von Pingre (Paris 1788, 2 Bde.).
M a n i l l a, s. Philippinen .
Äst a n i p e l, manipulus. s. Legion.
Manipulation, Behandlung, besonders die magnetische, s.Magnetismus.