Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Manko-Kapok Manlins (Tilus)

M a n k o - K a p a k, der Stifter und erste Inka des peruanischen Reichs,desseu Bewohner noch zu der Zeit, als die Spanier nur ihnen bekannt wurden, seinAndenken in hoher Verehrung hielten. Er harke sie gebildet und mit nützlichen Be-schäftigungen, namentlich mit dem Ackerbau, bekanntgemacht. Er war unterihnen aufgetreten als ein -Tobn der Tonne und lehrte, innerlich und als höchste undunbekannte Gottheit, Pachakamak, d. b. die Teele oder Trutze der Welt, äußer-lieh aber und als eine untergeordnete, sichtbare und bekannte Gottheit, die Tonne,seine Mutter, verehren, und befahl, letzterer für die Wohlthaten, womit sie dieMenschen überhäufte, Opfer darzubringen.

M anliuS (Marcus) Tapitoluius, ein tapferer, ehrgeiziger und ränke-süchtiger römischer Patrizier und Consular. Als die Gallier unter BrennuS 399v. Chr. Rom erobert und das Capitol eingeschlossen hatten, versuchten sie in einerfinstern .siiacht die Felsenburg durch Überfall zu gewinnen. Tehon hatten sie denFufi der Mauer erreicht; die Wachen, aus die Unersteigbarkeit derselben bauend,hatten sich vom Tchlaf überwältigen lassen, und die Feinde bereits eine Stelle inder Mauer entdeckt, die zu erklettern war, als die Besatzung durch das Geschreieiniger Gänse, die der Juno geheiligt waren, geweckt wurde. Alles stürmte zuden Waffen; M. war der Erste, welcher den Ort der Gefahr erreichte. Zwei Gal-lier halten die Zinne der Mauer erstiege»; einer fiel unter seinem Schwerte, denandern stürzte er mit dem Tchilde hinab. Sein Beispiel befeuerte die Übrigen; dasCapitol war gerettet, und M. erhielt den Zunamen CapirolinuS. Ein späterhin vonihm gethaner Gesetzvorschlag, dem Volke die Treuern abzunehmen, brachte denTenar wider ihn auf, und er ward als ein Unruhestifter verhaftet, mußte aber aufdie einmüthige Federung des Volks, das ihn als seinen Wohlthäter verehrte, frei-gelassen werten. Tein unruhiger Geist führte ihn nun immer weiter; zuletzt trach-tete er nach der Oberherrschaft, sodafi die Volkstribunen selbst seine Ankläger wur-den. Er ward zum Tode verdammt und 383 v. Chr. von dem rarpejisch.n Felsenherabgestürzt.

M anlius (TituS) TorguatuS, römischer Consiil und Feldherr, Tohndes ManliuS ImperiosuS. Bei einem lebbafien Geiste gebrach ihm das Talent,gut zu sprechen. Tein Vater, der ihn deshalb nicht in die Statt zu bringen wagte,hielt ihn auf dem Lande unter den Sklaven zurück. Dies Verfahren schien demDolkStribun Marcus Pomponius so ungerecht, das er ihn vorladen lies, um sichdeßhalb zu verantworten. Der Tohn, der mir Unwillen seinen Barer seinetwegenverfolgen sah, eilte mit dem Dolche in der Hand zum Tribun und lies ihn schwö-ren, von seiner Anklage abzustehen. Diese Kindesliebe rührte das Volk, welchesihn im nächsten Jahre zum KriegStribnn wählte. Er zog mit dem Heere gegen dieGallier, deren Einer den tapfersten Römer zum Zweikampfe foderte. M. nahmdie AuSfoderung an, erlegte seinen Gegner und schmückte sieb mit der goldenenHalskette (lorgniI desselben. Davon erhielt er den Beinamen TorguatuS, der aufseine Nachkomme» überging. Einige Jahre nachher wurde er zum Dictator er-nannt; er war der erste Römer, der, ohne Conseil gewesen zu fein, diese Würdebekleidete. Darauf ward ihm mehrmals das Consulat ertheilt; u. a. war er Consul310 v. Chr. während des Kriegs der Lateiner. Gegen seine ausdrückliche Verord-nung, daß ohne Befehl und außer seinen: Gliede sich kein Römer in ein Gefechteinlassen solle, nahm sein ^ohn, eingedenk des Sieges seines Vaters, einen Zwei-kamps au, zu dem einer der feindlichen Anfukrer ihn herausfoderte. Er war sieg-reich und legte die Beute des Feindes seinem Vater zu Fußen. Dieser aber wendetesich unwillig von ihm, übergab ihm einen Siegerkranz und befahl zugleich demLictor, die Todesstrafe, in die er verfallen sei, an ihm zu vollziehen. Dieses Bei-spiel der Strenge verschaffte dem M. den pünktlichsten Gehorsam. Er besiegte we-nige Tage darauf die Feinde am Disiris, während sein Mitkonsul, DeciuS Mus,