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Mann
Manoeuvre
sich für das Vaterland dem Tode welkte. Der Senat bewilligte ihm die Ehre desTriumphs. Er trat darauf in den Privatstand zurück. Man nannte nach ihmsprüchwörtlich >>.>,,ii.iiia e<Ii<'i.> alle Verordnungen, in denen e.ne besonders strengeGerechtigkeit gehandhabk wurde.
Mann, s. Geschlecht.
Mann a, der Angetrocknete, klebrige, blaßgelbe, durchsichtige, schleimig-süßeSaft, den einige Gattungen der Esche im südl. Europa, besonders in Calabrien undSinlien, liefern. Man könnte eine ähnliche Substanz auch aus a. Gewächsen, z. B.aus den Runkelrüben, gewinnen. In den Morgenländer» gibt es mehre Manna lie-fernde Gewächse, welche man zumTheil noch nicht näher kennt. Eine dieserPfian-zen, aus dem Geschlechte des Hahnenkopfs (Ilc-P.-i.n »>>>), soll dasManna gegebenhaben, welches die Israeliien aus ihren Wanderungen in der arabischen Wüste ge-nossen. Auch in Amerika gibt es Gewächse, die Manna liefern. Die Manna vonBrianeon kommt vom gemeinen Lcrchenbaume. Die Manna wird in der Medicin,von Schönfärbern und zur Tuch- und Seidenappretirung verwendet. Die meistewird aus Neapel und S icilien bewgen, und jetzt auch iin östr.Dalmatien gewonnen.
Mannbarkeit, f. Pubertät.
M a n » e n g e r i ch t, das Gericht, welches nach altgermanischer Sittezwischen dem Ober» und seinem Gefolge, zwischen dem Lehnher, n und seinen Vasal-len, sowie zwischen diese» zu richten hat,und aus den Vasallen selbst als linden, i.,«besteht. Daher die alten Ausdrücke Mannrichler, Vorsteher dieses Gerichts,Mannbote, Mannrechl, eine Versammlung des Gerichts.
Mannrecht, s. Mannengericht.
M annuS, ein Held der alte» Deutschen , Sohn Thuiskon'S, welcher nachseinem Tode als Schutzgott verehrt wurde. Er war der Mars der Deutschen . SeinBildniß, in der Riesengestalt eines altdeutschen Kriegers, mit einer Thierhaut be-kleidet, einen Schild an der Seite, und unter einer Eiche, dem Symbol der Stärke,stehend, wurde lange bei den Rugiern verehrt. Man hat ihn bald für den Adam,bald für den Noah der biblischen Geschichte gehalten. Don ihm bedeutet dasWort Mann eine» mit Kraft und Muth ausgerüsteten Menschen.
Manoül (Don Francesco), der berühmteste Lunker in der neuern portug.Literatur, geb. u> Lissabon 1134, starb zu Paris d. 25-Febr. 1819. Er bildete sich an-fangs für die Musik, wandte sich aber bald zur Literatur und Poesie. Sein Talentward Zuerst den Ausländern bekannt, die er, als geist- und gefühlvoller Cicerone,nach dem Erdbeben von Lissabon 1155 in den Ruinen s. Vaterstadt herumführte.Nun lasen auch die Portugiesen M.'S Gedichte, unter welchen das an die Tugendallgemeinen Beifall erhielt. Aber s. Feinde machten aus Neid über snn Talent undüber die Achtung, in der er stand, s. Gesinnungen verdächtig, wozu sie in s. Äuße-innigen über Toleranz und Mönche und in der Übersetz, von Mcli. re'S „Tarkuffe"den Stoff fanden. Vor die Inquisition gefodert, entwaffnete er (4. Juli 1118)den Diener des heil. Gerichts und flüchtete sich nach Paris , das er seitdem nichtwieder verließ. Er übersetzte Wielant'S „Oberen". Seine Gedichte u. d. T. „ -
mc ,Ie h'ilinto-h.lvni»" füllen mehre Bände. Vorzüglich schätzt man s. Oden unddie ilbersetz. der Fabeln von Lafontaine. Der portug. Gesandte in Paris , Marquisde Marialva, hatte den Liebling der Musen vor Mangel geschützt, sodaß er imAlter nicht darbte. 20.
Man oeuvre, jede taktisch geordne/e Bewegung der Truppen, durchwelche man einen entscheidenden Vortheil über den Feind zu bewirken oder demselbendie schon erlangten Vortheile wieder abzugewinnen sucht. Ein Manoeuvrc kannsowol mit kleinern Abtheilungen als mit großem HcereSmassen, sowol zufolge desvoraus entworfenen Schlachtplans als auch durch geniale Benutzung des Moments,der Umstände und Zufälligkeiten ausgeführt werden, und bleibt in jedem Falle der