Manocuvre
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Act, worin das Talent des Kriegskünstlers und der Werth jeder Waffengattunga>n alänzendiu u erscheinen. Es geboren also hierher olle Evolutionen im Angesiebkedes Feindes, um demselben wichtige Piinkte abzugewinnen, deren Überwältigungsodann mit den Waffen selbst leichter und entscheidender erfolgen kann, alle Schein-bewegungen, um den Gegner über die wahre Absicht irre zu leiten, endlich alleBewegungen, um seine Blotsen zu benutzen oder ihm die unscrigen zu verdecken.Ein Hauptmanoeuvre ist der überflügelnde?l,-griff, wo man einen Tkeil seiner eig-nen Linie zurückhält (refusirk), während man mit dem andern die feindliche Flankeentweder unmittelbar zu umfassen oder in Verbindung mir einer sie umgehenden(lournircnden) Abtheilung anzufallen und aufzurollen, d. h. i» Verwirrung undaußer Haltung zu bringe» sucht. Man schreibt die erste Idee dieses ManoeuvreSdem EpaminondaS zu; sie verschaffte ihm den -Lieg bei Leuktra und Mankinea.Philipp, Alexander, Cäsar bei Pharsalus, Baner bei Wittstock , Torstenson beiVankowitz, vorzüglich aber Friedrich U. bei Hohenfriedberg und Leurhen, fldapo-leon u. «.Feldherren errangen dadurch ihre schönsten Lorbern. Bei dieserGelegen-heit erhält unsere Stellung gegen die feindliche allemal eine schräge (oblique) Rich-tung und der Angriff pflegt auch stufenförmig (rn eostest,,,) wie z. B. bei Leu-then, zu geschehen. Das Durchbrechen (s. d.) der feindlichen Linie oder Stel-lung, ein Hauptmanoeuvre der Flotten, ist in Feldschlachten eines der kühnsten,aber auch gefährlichsten. Dagegen ist der schachbretformige Ruckzug (,',, Gl.i-guii-i) einer der voriheilhafresten, da er am meisten geeignet ist, Besonnenheit undOrdnung unter den Truppen zu erhalten. Da? Verändern der Stellung und Frontwährend des Gefechts ist äußerst gewagt und gelingt selten, f'lber das Durchzie-hen der Treffen s. d. A. Da nun von der größer» oder mindern Monoeuvrir-fähigkeil der Truppen in den mehrsten Fällen der AuSgang des Gefechts abhängt,so war es ein Hauptaugenmerk der Kriegskünsiler, sie schon wäbi end der Waffen-ruhe zur möglichsten Vollkommenheit zu bringen. Gustav Adolf und Karl >11.übten ihre Schweden so zweckmäßig, daß man ihren Vorzug allgemein anerkennenmußte, bis Friedlich II. da? Manoeuvriren geist- und kunstvoller ausbildete undseine Truppen zum Muster für alle europäische Heere erkob. Von Potsdam gingdie militairische Aufklärung aus; dort bildete Friedrich Die, welche er zu einstigenAnführern bestimmte, in den größer», zusammengesetzter» Manoeuvres: dortversuchte er mir den Bataillonen seiner Garde und jäkrl. un Herbste bei den Revuenmit der Potsdamer und be.t »er Besatzung, unterstützt durch Sevdlitz, durch Sal-den!, Gaudy u. A., was beim Heere eingeführt werden sollte. — Wenn aber derZweck solcher Frietensmanoeuvres wirklich erreicht und dem Krieger klar werdensoll, was seine erlernten taktischen Evolutionen bedeuten, so muß das Bild vonSchlachten und Gefechten der Wahrheit dadurch ähnlicher ausgeführt werten, daßman es nicht der Pbantasie überläßt, sich den Feind darzustellen, sondern daß manihn durch wirkliche Truppenabtheilungen darstellt; es muß ferner dem Manoeuvrezwar eine Hauptidee zum Grunde gelegt, die Ausführung derselben aber im Ein-zelnen den gegen einander manoeuvrirenden Parteien nach den sich ergebenden Um-ständen überlassen bleiben. Nur so wird der Blick der Anführer geübt, ihre Gei-stesgegenwart an zufälligen Begegniffen geprüft, und das zweckmäßige Wirken undGegenwirken aller Waffengattungen nach Zeit, Terrain und Umständen erwogenwerden können. V" diesem Geiste ließ Friedrich U. manoeuvriren. Bald sendetendie mehrsten europäischen Mächte Zuschauer, um die Vortheile der Preußen abzu-lernen und in ihren Heeren zu verbreiten. Die Franzosen nahmen nach dem siebcn-jähr. Kriege, dessen Erfolge so glänzend für die preuß. Taktik sprachen, die Grund-sätze Friedrichs II. und seiner Manoeuvrirkunst an, zogen bei Strasburg , Metz,Liste u. a. O. große Corps in Lager zusammen und übten sich. Den wachsen lehrteGraf Anhalt, ein Lchüler Friedrichs, sich dem Terrain gemäß leichter und zweck-