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Siebenter Band. M bis N.
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Manometer

Mansard

mäßiger bewegen; überall ahmte man mehr oder weniger d>e Preußen nach undtrieb es hier und da so weit, daß man die Form und Dauer der Evolutionen nachZollen und Secunden berechnete. Dadurch wurden allerdings der Manoeuvrir-fahigkeit der Truppen marhemansche Fesseln angelegt, welche die freiere Regsamkeitdes Geistes lahmten und nothwendig den -Lieg einer Gegenpartei erleichtern muß:ten, welche die Kriegführung von einer genialen Seite erfaßte. Via» wurde nunseit den franz. Revolutionskriegen genöthigt, jene Fesseln abzulegen, an Vereinfa-chung der Formen der Manoeuvres zu denken und die Truppen an eine zwanglosereBewegung zu gewöhnen, um Zeit und Kräfte für die ausgedehnter» strategischenOperationen zu behalten. Da indessen die Erfahrung bei jeder Gelegenheit dasÜbergewicht darihur, welches geschickt manoenvrircnde Truppe» gegen schwerfälligeoder ungeübte erlangen, so wurde neuerdings besonders in dem preuß. Heere diemöglichste Sorgfalt auf diesen Punkt verwendet. — Jährlich werde» von ten ver-schiedenen Armeecorps ManoeuvreS von größerer Bedeutsamkeit unternommen.Als Beispiel erwähnen wir das bei Berlin 1823 voni 5. bis zuni 20. Sept. Eswaren unter den Befehlen des Generals Tauenzien 42 Bat., 3' Esc. und 90 St.Geschütz von den Garden, dem 2. und 3. Armeecorps, Kso über 40,000 M. zu-sammengezogen, theils in zwei Zeltlagern, theils canlonnirend. Die Übungen sm-g-',i am 8. an, und nachdem am 10. die ganze Reiterei für sich manoeuvrirt hatte,begann ant 11. das Hauptmanoenvre. Generalv. Thile >. führte ei» Corps, welchesden Feind darstellte. Es war am 11. angenommen, er sei von der Elbe her vorgerücktund der diesseitigen Armee in Besetzung der Hauptstadt zuvorgekommen, daher dieseArmee, von Frankfurt entgegenrückend, sich veranlaßt sah, über die Spree zu gehenlind eine Schlacht zu suchen, wobei jedoch die Hauptstadt geschont werden sollte.Bei dieser Gelegenheit fand zuletzt ein gleichzeitiges Wirken aller Streitkrasse, diefeindliche Macht umfassend, stark. Am 12. war ein Begegnen des von der mitt-lern Elbe gegen Berlin vordringenden Feindes angenommen; man mußte ihn vonseiner Linie wegzudrängen suchen. Die Truppen bivouaguirten zufolge der beimManocuvre eingenommenen Stellungen in der Gegend der Dörfer Mahlow undKlein-Aierhen, woraus der Feind am 13. mit schräger Front angegriffen und fest-gehalten, zugleich aber auch sein linker Flügel umgangen wurde. — Das kühnsteund geschickteste Manoeuvre, welches je nur einer Flotte ausgeführt wurde, fandunter Nelson bei Abukir narr. — In Hover'S „Gesch. der Kriegskunst" findetman die Literatur dieses Zweigs der Kriegskunst.

M ano m e t e r, ein meteorologisches Instrumont, die Wuanrität des atmo-sphärischen NiederschlagS, Rege», Schnee, Thau ic., zu messen.

M a n s a r d (Framois), Baumeister, geb. zu Paris 1398. Auch sein Va-ter, Pierre Frane oiS, war Baumeister, starb aber so frühzeitig, daß er den Un-terricht seines Sohnes nicht vollenden konnte. Frain ois erwarb sich durch s. Geniegroßen Ruf; s. Arbeiten schmucken nicht nur Paris und dessen nächste Umgebungen,sondern auch die Provinzen. Die Kirche Val de Grace ist nach seinen Zeichnungenbis an das große Gesimse aufgeführt worden, und es ist zu bedauern, daß es sei-nen Neidern gelang, ihn später davon zu entfernen. M. starb als erster königl.Baumeister lükk. Er entwickelte in seinen Entwürfen edle und prächtige Ideen,einen seinen Geschmack und eine genaue Kenntniß aller einzelnen Theile seinerKunst; dabei war er sehr streng in seinen Federungen an sich. Colbert federte ihnauf, einen Plan für den Palast des Louvre zu entwerfen, und fand die ArbeitM.'S so vortrefflich, daß er das Versprechen von ihm verlangte, seinen Entwurfohne Abänderung auszuführen. M. aber verweigerte diese Zusage, um sich dieFreiheit vorzubehalten, seine Arbeit noch verbessern zu können. Das LustschloßMaisonS wird für sein Meisterwerk gehalten. Nach ihm heißen die gebrochenenDächer, die er zuerst angab, Mansarden.