Manson
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des ostgokbischen Reichs in Italien" (Breslau 1821). Die „Vermischten Abhand-lungen" (DreSlau 1821) sind besonders von Seiten der Darstellung ausgezeichnet.
M anson (Marie Fram-oise Clarisse), s. FualdeS.
Manregna (?lndrea), einer der berühmtesten ältern Maler, geb.zuPa-dna 1131. Seine Talente bewogen seinen Lehrer Sguarcione, ihn an Kindesstattanzunehinen. Er übte sich vorzüglich im Zeichnen nach antiken Statuen, nialteschon in seinem 17. I. ein großes Altarblatt in der Kirche der heil.'Sophia zu Pa-dua, erregte bald die Eifersucht seines Meisters und begab sich in den Dienst desMarchese Lodovico Gonzaga nach Mantua , wo er eine große Schule eröffnete.Hier malte er seinen großen Triumph des Julius Cäsar , ein Gemälde, für welchesin Mantua ein eigner Palast erbaut wurde, um es gehörig aufstellen und bewun-dern zu können. Es kam nachher in die Galerie des Hofes, ging nach der Erobe-rung und Plünderung von Mantua (1630) verloren und befindet sich jetzt in demkönigl. Palaste Hamptoncourt bei London . Der Marchese ernannte den Künstlerzur Belohnung zum Ritter. M. ward hierauf vom Papst Innocenz VIII. nachRom berufen, UNI im Belvedere zu malen. Hierauf vollendete er eine Menge treff-licher Bilder. Eins seiner spätesten und vorzüglichsten ist die Madonna della Vik-toria, auf welchem Gemälde er die Schutzheiligen von Mantua nebst dem Mar-chese Giov. Franc. Gonzaga abbildete, der es für den ^ieg, welchen er 1106 ge-gen Karls VIII. Heer erfochten, gelobt hatte. Es wurde von den Franzosen weg-geführt. M.'S Hauptwerke sieht man in Verona . In der dresdner Galerie sinketman von ihm eine Verkündigung der Maria. Er starb 1506 zu Mantua . SeineSchule kann als ein Zweig der des Sguarcione angesehen werden. M. war starkin der damals seltenen Perspective; in seiner Behandlung aber, welche stets strengund trocken war, bemerkt man überall die Nachahmung der Antike. Sein SohnFrancesco war ebenfalls Maler und malte die Capelle, in welcher sein Vaterbegraben wurde. Wahrscheinlich waren Barrolomeo und Carlo Mantegnaihnen verwandt.
M a n t i k, die vorgebliche Kunst, aus gewissen Erscheinungen (z. B. Träu-men — -Oneiromantie —) das Zukünftige zu weissagen. (S. auch Magie.)
Mantinea, Stadt in Arkadien an der Grenze von ArgoliS, berubmtdurch den Sieg, welchen Epaminondas (s. d.) in ihrer Nähe (362 v. Chr.)über die Spartaner erfocht.
Mantua, ital. älan inv.i, chcmal. Herzogthum in der Lombardei , welchesmit Einschluß der kleinen Füi stenthümer Castiglione und Solferino eine Provinzdes Gouvernements Mailand bildet und auf 11 UM. 231,000 Einw. zählt. Eshatte als kaiserl. Reichslehn seit dem 15. Jahrh, eigne Herzöge aus dem HauseGonzaga. Der letzte Herzog, Karl IV. , wurde, weil er in dem span. Erbfolge-kriege die franz. Partei gehalten, 1705 von dem Kaiser,in die ReichSacbt erklärt.Er starb zu Patua ohne Erben. Seit dieser Zeit blieb -Ostreich in dem Besitze desLandes und vereinigte es 1785 ganz mir den mailändischen Landschaften, mit de-nen es die östr. Lombardei bildet. 1797 ward es von Bonaporte zur cisalpinischenRepublik gezogen und machte nachher den größten Theil vom Deport, des Mincioim Königreich Italien aus, bis Ostreich 1814 wieder Besitz davon nahm. — DieHauptst. Mantua liegt in einem See, welchen der Mincio bildet. Man ge-langt mittelst zweier Dämme oder Hauptbrücken in die Stadt, beide aber kennenvon ebenso viel Fortü und andern aufgeworfenen Werken bestrichen werden. DieStadt ist von einer starken Mauer umgeben und durch eine Citadelle gedeckt. Soist M. durch Natur und Kunst eine Festung vom ersten Range. Die Gassen sindmeistens breit und gerade und haben zum Theil schöne Häuser. Die ehemaligeKirche und Bibliothek der FranciScaner, die Kirche der vormaligen Jesuiten mitihrem zur Sternwarte eingerichteten Thurme, der ehemalige herzogl. Palast und
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