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Maiuifaeturmbeit
sialu/cn die Gebäude der 1625 gestifteten Universität, da? Zeug-
haus, die Judensrnagoge dieViühle der zwölfApostel, der in Gestalt ci„e? > er-baute Palast del Te init seiner Gemäldegalerie (wo besonder? die groben Werke desGinlio Roniano, der hier seine Schule errichtete), die Akad. der 2i?issenscb. u. Künsteund die damit vereinigte Maler-, und Bauakademie gehörten und gehören ;m» Theilnoch zu den Merkwürdigkeiten der Stadt. Über die Kunstwerke dieser stritt s.Speih iir seinem Werke über Italien . Die blühende Stakt wurde äuberst verwü-stet, als durch Verschulden BaldmnS del Monre die Kaiserliche» 1630 sich mitstürmender Hand ihrer bemeisterten. Damals wurden viele kostbare Werke nachBebnie» geschleppt. Nachher erholte sich M. wieder; seitdem aber kein Hof mehrdaselbst war, hat es an Einwohnern und Fabriken sehr abgenommen, und die Zahlder Einw.,(jetzt 25,000) verminderte sich noch mehr in den Kriegen zwischen Frank-reich und Östreich. 1796 eroberten sie die Franzosen durch eine enge Blockade, in-dem sie Wurmser zwangen, sich wegm Mangels an Lebensrnitteln zu ergeben.1799 ward sie den Franzosen von den Östreichcrn unter Kran durch eine förmlicheBelagerung entrissen, aber im Anfange 1801 wieder übergeben. Nach dem pariserFrieden 1811 räumten sie die Franzosen ohne Belagerung. Das nahe gelegeneDorf Pieiola (ehemals AndeS) ist der Geburtsort Virgil's.
M a nufact u r a r b e i t, Fabricat (vgl. Fabrik), steht der Arbeitentgegen, durch welche rohe Producte gefördert werten, also B. dem Ackerbau.Sie unterscheidet sich von dem Erzeugnis; des Handwerkers, der allein den rohenoder halbverekelten Stoff zur vollkommenen Waare ausbildet, dadurch, das siedurch mehre Arbeiter, von denen jeder nur immer einen und denselben Theil fertigt,zusammengesetzt und zum brauchbaren Bedürfnißmittel dargestellt wird. Da nunjeder einzelne Manufacturist bei Verfertigung seines Theils sich mehre Vortheile,Geschicklichkeit und Kenntniß erwirbt, auch gemeiniglich vollkommenere Instru-mente oder Maschine» besitzt, so können Manufacturarbeiten auch vollkommenerausfallen als HandwerkSproducte. Da aber tcr Manufacturarbeiter meist nurmechanisch und gedankenlos seinen Theil nach einer einförmigen Regel anfertigt,ohne sich um die größtmöglichste Zweckmäßigkeit oder genialere Vervollkommnungzu bekümmern, wozu doch der Handwerker oder Künstler bei ihren Erzeugmffengenöthigt sind, so können Fabrikate auch keine eigentlichen Werke der Kunst wer-den. — So lange Manufacturarbeiten nur noch im Kleinen betrieben werten, sindes bloße Handwerker, durch deren Hände sie gehen, und so lange fallen auch dieProducte nur mittelmäßig aus. Haben sich aber nach und nach größere Betriebs-capitale in einzelnen Händen gesammelt, und gelangen unternehmende Köpfe zuihrem Besitz, vermehrt sich der Wohlstand im Lande und die Nachfrage nach Ma-nufacrurwaaren in gewisser Menge, dann kennen Manufacturarbeiten im großenmit Vortheil ausgeführt werden, kenn nun können rohe Producte in größer» Quan-titäten, also billiger, angekauft, die Fabrikarbeiter mit Vorschuß und Lohn versehen,Maschinen angeschafft, durch welche wieder Zeit und Kräfte gewonnen, und dieArbeiten gleichförmiger und vollkommener dargestellt werden. — Man hat gleich-wol die Manufacturarbeiten als verderblich für die Menschheit erklärt. Da näm-lich 1) Manilfacturen nur bestehen können, wenn sich Abnehmer der Waaren undhinreichende Betriebscapitale finden, und sie, wo diese fehlen, sogleich ins Stockengerathen und sinken, so werden auch oft Taufende von Arbeitern dadurch brotlosund ins drückendste Elend versetzt, da sie nicht so schnell wieder Unterkommen fin-den. Nicht so leicht der Handwerker, der nurso vielarbeitet, als seineKunden be-stellen z er kennt ziemlich genau den Umfang seiner Kundschaft, richtet sich hiernachei» und hat dabei eine groöe und plötzliche Veränderung nicht zu fürchten. 2) Istder Handwerker selbständiger, er führt seine Arbeit aus, wogegen der Fabrikantein Theilarbeiter ist, dessen Arbeit nichts Ganzes bildet, und der auch nichts An-