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Moppircu, Mappilungokunst
tconszeichnung, Kupferstecherkunst, geographische. Seit 1818 habendie Deutschen i» dieser Kunst den Denen den Rang adgewonnen. Die Charten,d>e von den dän ischen und estreich. Geiitralstaben geliefert worden sind, Überwegendie englischen an Genauigkeit und an Vollständigkeit des Details, und konnnenihnen und den sranz. in Stich, Papier und Nettigkeit wenigstens gleich. Auchdie Privaiunrernehmuugcn in Derlm, Weimar, Wien, München, Nürnberg, Leip-zig n. s. w. zeigen lii den aus ihnen hervorgegangenen Charten ein rühmlichesStreben nach Vervollkommnung ihrer Producre, wie die Arbeiten von Engelhardr,Kloten , Rcichard, Schund, Stieler, Wieland u. A. beweisen. Der beste zeich-nende Geograph Frankreichs ist wol Lapie, nächst ihn» Brom . Aus den britischenInseln ist jetzt, nach Arrowsmith's Tode (er starb 1823), Cary der beste Char-tenzeichner. In Rußland hak die große Petersburger Charte in 20 Dl. in russi-scher Sprache ausgezeichneten Werth. Auch die ital. Zeichner Manzuil, Lcgnani,Momo u. A. liefern brauchbare Arbeiten. Am meisten zurückgekommen sind dieniederländischen Mappirer, die einst so hoch in der Kunst standen. Die Erfindungder Enkyprotypischen, d. h. der in Kupfer abgebildeten Charten (1815) ver-danken wir deni sranz. Fregattencapitai», Louis de Freycinet , Mitarbeiter an demWerke über Daudin'S Entdeckungsreise nach den Australlandern. C7ie besiehtdarin, daß LieProjection der Charte aufdie Siupserplatte selbst getragen wird, nach-dem dieselbe dazu durch einen Überzug vorbereitet ist, daß dann das Original daraufgezeichnet wird, welches ebenso leicht als auf Papier geschieht. Durch LiesesVer-fahren leiden selbst die detaillwtesten Theile der Charte nicht die mehr oder weni-ger bedeutenden Veränderungen, welche bei der Anwendung der frühern Methodenstattfanden. Denn wenn das Papier auf ein Reisbrei gespannt und vorherangefeuchtet wird, so verkleinert §ich mit dem Papiere, wenn es abgenommen wor-den ist, die darauf eingetragene Projektion und Zeichnung. Diesen Nachtheil hatdas von Freycinet angewendete Verfahren nicht. Ist die Projektion berechnet,aus das Kupfer getragen, und die Zeichnung auf demselben entworfen, so wird derÜberzug des Kupfers weggenommen, und der Entwurf gibt schwache Probeabdrücke,die aber hinreichen, daß der Stecher Schrift und Situation nach der Zeichnunggenau eintragen kann. 11m die möglichste Genauigkeit erreichen zu können, hatder Erfinder mehre Instrumente erdacht, u. a. eins, welches zur Elnihcilung undEintragung der schwersten, bei Entwersung der Charten vorkommenden Gradua-tionen dient. Der Geograph Briw, welcher unter dem Capitain Freycinet in derkonigl. Marine und in der Entdeckungsreise nach den Australländern diente, hateinen ,,.1tla5 uuiverrel" oder (40) „<2.irlr<; ouavprnlvzxvc >1c; cincz z>art>05 «Innioncle. :,v<w »ne hlapprmomlo ei«?." (Paris 1815 —18 herauSgeg. Indes-sen lassen sich auch hier bei den Abdrücken die Fehler, die durch die ungleichförmigeZusammenziehung des angefeuchteten Papiers entstehen, schwerlich verhindern. Esscheint nicht, daß diese Erfindung weiter ausgebildet worden sei, indem der Capit.Freycinet (s. d.) 1811 mit der Urania eine neue Entdeckungsreise nach demAustralocean antrat. — Die Lithographie hat man sowol in Deutschland als inFrankreich bei der MappirungSkunst angewendet, jedoch nicht mit dem erwartetenErfolge. Von neu erschienenen wichtigen Charten nennen wir Gottholdt'S Chartevon Deutschland in 35 Bl. (Berlin 1818); Reymann'S Charte von Deutschland i» 342Bl. >Berl. 1823); Anton Klein'S Miliraircharte von Deutschland (Mün-chen 1822); Klöden's Charte von Europa, Westasien und Nordafrika (Derlin1819); die treffliche Charte von Afrika, gestochen von Brose (Stuttgart beiCotta, 1824). Insbesondere müssen die Charten des kaiserl. östreich. General-stabes und die neue Militaircharte von Deutschland , die in dem topograph. Bureaudes k. baltischen Generalstabs zu München von dem Lieut. Am. Klein in 25 Bl.entworfen worden ist, mit Auszeichnung genannt werden. Don dieser Münchner