Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
115
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Marc Aurel

Marceüo

sikalisch-mathcmatisches Institut, mit 200 Thlr.; S) ein chemisches Laboratorium,mit 1!>0 Thlr.; 10) ein zoologisches, mit 50 Thlr. (das mineralogische ist noch fastganz ohne Mittel); 11) ein philologisches Seminar, mir 269 Thlr.Eink. Auch istein staatSwirthschaftlicheS Institut vorhanden, wahrscheinlich nur als Vorläufer-einer staatswirihschaftlichen Facultät. — Die Universität zählt jetzt 30 ordentlicheProfessoren, 5 außerordentliche, lind 4 Privatdoeenten. Als treffliche Leb, er undSchriftsteller zeichnen sich aus Iusti, Suabedissen, Robert, Busch, Wurzer,BartelS, Herold, Kühne, Wagner, Rebm u. m. A. Vorzüglich hat unter derjetzigen Regierung das staatswissenschafiliche Etudium zu Marburg durch die Do-tation eines der vorzüglichsten Schriftsteller und Lehrer in diesem Fache, des Pros.LipS von Erlangen, gewonnen- Seit einigen Jahren bat sich die Anzahlder Studen-ten zu Marb. bedeutend vermehrt; im 1.1825 hatte M. über 360Studenten. Dieakademische Disciplin handhabt eine aus dem Senate gewählte Deputation, auchsitzt ein Deputirter der Universität der iLtadtpolizciichmmission bei. Ohne einebesondere Curatel leitet das kurfürstliche Ministerium des Innern unmittelbar alleZweige der Universität. S- die beschichte der Universität Marburg in Iusti'S„Vorzeit", 1826. Sie feierte 1821 ihr 3. Jubeljahr.

Marc Aurel , s. Antoninus, der Philosoph.

Marcard (Heinrich Matthias), cin geachteter Arzt, geb. 1141 zu Wals-rode im Lüneburgischen, erhielt seine Bildung in Göttingen (1169—11), be-suchte England- Frankreich und Italien , ward 1116 ausübender Arzt in Prr-mont, 1118 Hofmedicus in Handver, 1186 Brunncnarzt zu Pnrinont und 1188oldenburgischei LeibmedicuS. Nach 21jabrigem Dienste zog er sich, mit Beibehal-tung der (Geschäfte in Pyrmont , in sein Vaterland zurück und starb am 16. März1811. Er hat sichnicht nur als praktischer Arzt, sondern auch als belehrter, dessenKenntnisse sich über die verschiedensten Zweige des menschlichen Wissens erstreckten,große Verdienste erworben. Als meticinischer Schriftsteller ist er durch seine „Be-schreibung von Pvrmont" (1185) und durch sein Werk: „Über die Natur undden Gebrauch der Bäder" (1190), als classisch anerkannt. Im Felde der Politiklegte er, zwar anonym, aber mit desto mehr Kraft und Nachdruck, seine wohlbe-gründetcn Besorgnisse während der Periode des allgemeinen Schwindels, und auchnoch späterhin eine „Charakteristik der sranz. Nation", der Welt vor. „PreußensNeutralitätssrstcm- dessen Ursachen und wahrscheinliche Folgen" (1199); „Washaben die Mächte von Bonaparte zu erwarten" (1801); „Reverien eines deutschen Patrioten" (1806), und endlich „Der Franzofenspiegel" (1815) beweisen nochjetzt die Richtigkeit seiner Urtheilskraft. Seine Verbindung Nüt Kchebue und demLeibarzt Ritter von Zinimermann, bei Gelegenheit des Pasquills: „Bahrdt mitder eisernen Stirn", war eine Derirrung aus Freundschaft, die allen BetreffendenKummer veranlaßte.

MarcellinuS (Anmiianüs), s. Ammianus Marcellinus .

Marcello (Benedetto), Tonsetzer und Dichter, geb. von adeligcü Älternzu Venedig 1680 oder 1686, ward von seinem ältern Bruder Alessandro in derMusik gebildet und von GaSparini und Lolli unterrichtet. Mehre Jahre bekleideteer das wichtige Amt eines Richters unter den Vierzigern. Hierauf ward er Prove-ditor zu Polo, und endlich Schatzmeister zu Brescia , wo er 1139 (nach Fabroni1132) starb. Seine Motetten, Caniaten, Psalmen und übrigen Werke erlangteneinen ungemeinen Ruf und verdienten ihn wegen ihrer edeln und einfachen Erha-benheit. (Seine Psalmen sind 1803 von Seb. Volle in Venedig mit dem Bild-nisse M.'S in. 8 Heften Fvl. »eu herausgegeben.) Abeb sein Gesang erfoderte Stim-men von weitem Umfange, welche die ungewöhnlichsten Intervallen tücht scheuen.Er hat für die Kirche, dos Theater »nd die Kammer componirt, und außerdemtheoretische und andre Werke geschrieben. Zu seinen Schülerinnen gehörte die be-

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