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Marcellug
rühmte Faustina Kordon«, nachmalige Halse. Auch seine Gemahlin war einetreffliche von ihm gebildete Sängerin.
Marcellus (M. Claudius ), der erste römische Feldherr, der im zweitenpun,scheu Kriege glücklich gegen Hannibal focht, suchen harte er während seinesConsnlats (223 v. §h.) die größten Proben von Muth und Tapferkeit gegeben, in-dem er den Anführer der Gallier, ViridomaruS, der ihn zum Aweikampse foderte,besiegt und dadurch das überlegen, gallische Heer so muthlos gemacht hatte, daß esvor dein kleinen Römerhecre die Flucht ergriff. Die Folge davon war die völligeBeilegung OberikalienS. M. triumphirte, weil er, so lautete der SenatSbeschluß,die Insubrier und Germanen bezwungen habe. Dies ist das erste Mal, daß in derrömischen Geschichte die Germanen genannt, und das letzte Mal, daß deö personli-chen Zweikampfö der Feldherrn erwähnt wird. Als bald daraus der zweite pani-sche Krieg ausbrach, trat er nach der unglücklichen Schlacht bei Cannä gegen denHa»nibal auf. indem er als Prätor den Befehl über die übriggebliebenen Truppenzu Canusium an des TercutiuS Varro Stelle übernahm. Auf die Nachricht, daßHannibal sich gegen Nola wende, eilte er ihm zuvor, warf sich in die Stadt undzwang die Carthagiucnscr, sich mit Verlust zurückzuziehen. Hannibal bestürmteNola aufs Neue, daher beschloß M., als der Ort unhaltbar wurde, eine Haupt-schlacht im freien Felde zu wagen. Sein an Zahl geringeres Heer halte den Vor-theil längerer Speere. Nach einem harten Kampfe wurde Hannibal gezwungen,sich in sein Lager zurückzuziehen. Endlich ward M., zugleich mit dem berühmtenFabius Mapiniiis Cunckator, zum Consulat erhoben. §r vereitelte einen dritteltVersuch Hannibal'S auf Nola und bot demfelben eine Schlacht an, die dieser nichtanzunehmen wagte. Eine Krankheit unterbrach aus einige Zeit seine Thätigkeit.Dann ging er in seine Provinz Sicilien . wo unter seinen tapfern Thaten die Bela-gerung von SyrakuS die merkwürdigste ist. Nachdem er feit 214 v. Chr. Alles ver-sucht hakte, sich dieser Stadt, welche ArchimedeS (s. d.) durch seine kunstreichenMaschinen vertheidigte, mit Gewalt zu bemächtigen, beschränkte er sich auf dieBlockade, vereitelte alle Versuche der Carthaginenser, sie zu entsetzen, und war soglücklich, sich ihrer nach und nach, theils durch List, theils durch die Waffen zu be-mächtigen (212). Da die Stadt ohneBedingiing übergegangen war, konnte er diePlünderung nicht verhindern; doch befahl er, keinen Sorakusauer zu todten. Den-noch wurden von den erbitterten Soldaten viele Einwohner ermorden unter diese»auch Archimetes. M. bedauerte den Tod desselben fehl-, verlieh seinen Anverwand-ten viele Vorrechte und ließ ihn feierlich bestatte,:. Nachdem er den größten Theilder Insel unterworfen und noch einen vollständigen Sieg über die Carthager davon-getragen hatte, kehrte er nach Rom zurück, wo er die Ehre einer Ovation erhielt.211 v. Chr. aufs Neue mit dem M. Valerins Lävinrs zum Consulat erhoben,sollte er wieder den Oberbefehl in Sicilien ei halten; aber die Sorakusauer sandtenAbgeordnete nach Rom , welche sich üb.r seine Grausamkeit beschweren und einenandern Feldherrn erbitten mußten. M. wurde zwar freigesprochen, tauschte aberdie Provinzen freiwillig und blieb in Italien . Als dies später die Svrakusaner be-reute» und fußfällig Verzeihung von ihm erbaten, vergab er ihnen nicht nur. son-dern bewirkte auch, daß ihnen ihre alten Freiheiten zurückgegeben, und sie als Bun-desgenossen Roms angesehen wurden. Jene erklärten sich aus Dankbarkeit fürClienten des Marcellmischen Hauses. M. führte indeß in Italien den Krieg ge-gen Hannibal . Bei Numistrum lieferte er eine unentschiedene Schlacht; im fol-genden Jahre ward er bei Canusium von Hannibal geschlagen, erneuerte aber, dieFlüchtlinge sammelnd und mit Muth befeuernd, den Tag darauf den Kampfundsiegte, wiewol mit großem Verluste. 209 v. Chr. erhielt er das Consulat zuin fünf-ten Mal, mit T. O.uintiuS Crispinug. Beide Confuln vereinigten sich am LiriS,aber Hannibal lehnte die Schlacht ab. Hierauf wollten die Römer «inen kleinen