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Siebenter Band. M bis N.
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Märchcii Marrus (Evangelist)

Berg zur Lagerstätte besehen, als sie sich plötzlich von Feinden umringt sahen.Dennoch würden sie sich durchgeschlagen haben, wenn nicht d>e Hekrurier, welcheden größten Theil bei Eavalenc ausmachten, sich sogleich ergeben hätten. M. selbstblieb; sein Sohn und der andre Consul schlugen sich durch. So starb dieser große,von Hannibal selbst gefürchtete Feldherr, der das Schwert Roms genannt wurde,wie Fabius der Schild desselben hieß. Hanmbal zog seinem Leichnam den Ringvoin Finger, ließ den Körper unter den größten Ehrenbezeigungen verbrennen unddieAsche dem Sohne in einer kostbaren Urne überbringen. Sein Geschlecht blühtelange und zählte mehre consularische Männer, bis es mit dem ^ohue der Oetavia,der Schwester des Augustus, den Birgst verherrlicht hat, ausstarb.

Märchen, s. Feenmä-rchen und Tausend und eine Nacht.

M a r ch e s i (Luigi), auch Aiarchesini genannt, einer der berühmtestenSopranisten, um 1155 zu Mailand geb., war schon als Knabe ei» Virtuose aufdem Waldhorn. Bon Kunstverständigen aufgefodert, verließ er heimlich seinenDater, ging nach Bergamo und unterwarf sich hier der Operation. Ungeachteter hier vielfältigen Unterricht genoß, so scheint er seine höchste Bildung doch inMünchen (von 1115—11) erhalten zu haben; denn als er von dort in sein Bmterland zurückgekehrt war, erregte er allenthalben Erstaunen und Entzücken. Be-sonders ward er 1119 zu Florenz und 1180 zu Mailand mir dein höchsten Entbu.siasmus ausgenommen. 1182 ließ die Akademie zu Pisa eine Denkmünze auf,h» prägen. In Turin war er mir 1000 Dukaten Gehalt angestellt; 1186 folgteer, nachdem er sich zu Rom, Lucea und auch 1185 zu Wien hatte hören lassen,einem früher schon an ihn ergaugenen Rufe nach Petersburg. Berlin hörte ihn1181. In dem folgenden Jahre trat er zu London auf, wo er von den Unter,)essliiern der ital. Oper für einen Winter 1500 Pf. Sterb, eine Bencfizvorstellungund freie Station erhielt. 1801 sang er in Wie». Seine Stimme ward alsüber.aus rein lind hell bewundert, i» Ansehung des Vertrags zog man ihn noch demFarinelli vor. Einige sehen ilm auch kür den Urheber des neue» verzierten stallen.BirtuosengesangS an, der nachher in (iberladung ausartete. Die Biegsamkeit sei-ner Stimme ward nicht weniger als die Bestimmtheit der Intonation und duPhantasie in seinen Eoloraturen gelobt. Sein Recitativ war groß und seine musskalischen Einsichten bedeutend. Das Jahr seines Todes ist uns unbekannt.

Marchfeld, der östr. Kreis unter dem Mannhartsbergc im Lande unterder Ens; insbesondere die 5 Meilen lange, 3 M. breite lind gekreidereicbe Ebenevorn Marktflecken Bockfließ bis an dic March und Donau , ein berühmtes Schlacht--selb. Hier schlug Ottokar von Böhmen 1260 Bela IV. von Ungarn , und erobertedie Steiermark, die seitdem bei Deutschland blieb. In der 2. Marchfeldschlacht(26. Aug. 1218) fiel Ottokar (s. d.) gegen Rudolfvon Habsburg, der die Machts. Hauses an diesem Tage gründete. In der 3. bei Aspern (s. d.), 21. u. 22. Mai1809, rettete der Erzherzog Karl die Monarchie, und in der 1. bei Wagram(s. d.), 5. u. 6. Juli 1809, behauptete er wenigstens die Ehre der bsir. Waffen.Marcion, Mai cioniten, s. Gnosis.

M arco P o l rv s. P o l o.

M a r c u S, der Evangelist; nach der Angabe alter Kirchenschriftsteller Der-lemge, den man aus der Apostelgeschichte u. d. N. Johannes MarcuS, alsdenviek-lahrigen Begleiter der Apostel Paulus und Petrus auf ihren Reisen kennt. BestieMutter Maria war gewöhnlich im Gefolge Jesu, und sein HauS zu Jerusalem dieHerberge der Apostel. Er hatte daher theils selbst erlebt, theils vonAugenzeuaenerfahren, was er von Jesu erzählt. Offenbar schrieb er für Christen aus dem Hei-denlhume; jedoch ist es nicht ausgemacht, ob sein Evangelium zuerst zu Rom oderzu Alexandrien, wo er Gemeinden gestiftet hatte, oder zu Antiochien gelesen wordenist. Es unterscheidet sich von den übrigen durch eine bündige Kürze, die Vieles,