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^ Marengo (S-chlucht bei)
all« B«rgwass«r aufnehmen, und, da das Bette höher liegt als die Oberfläche desmittelländischen Meeres, dessen ehemalige Flußmündungen in dieser Gegend ver-sandet und dadurch verstopft worden sind, durch mehre breite und oft gereinigtetiefe Canäle ins Meer ableiten. Bepflanzte man außerdem die nicht ganz abzu-wassernden Niederungen mit stark belaubten Bäumen und siedelte hier viele kleineLandstellen an, so würden diese Sümpfe (Marschen in Niederdeutschland) bald ge-sund werden. Pins VI. schenkte aber gerade die schönsten trockenen Weidenan einige Fürsten und Nepoien, die an die Vollendung der Unternehmung nichtdachten. 48.
Marengo, Flecken in der Ebene zwischen Alessandria und Tortona , imkönigl. sardinischen Herzogthum Montferrar, merkmürdig durch die Schlacht am14. Juni 180l). Bonaparte war mit 60,000 M. vom 16. bis zum 27. Mai überdle 'Alpen gegangen. Zu spät erkannte der östr. Feldherr MelaS die Gefahr.Denn schon hatte Bonaparte am 2. Juni das Felsenschloß Bardo, am Eingängedes Thals von Aosta, erobert, Murat rückte daraus nach Mailand vor, Suchetnahm Nizza , und Berthier schlug bei Montcbello den Feldmarschalllieukenantvon Ott. Am 13. Juni kani Desaix aus Ägypten in Bonaparte's Hauptguar-tier an; die Hauptcorps waren bei Marengo vereinigt; Desaix befehligte die Eon-sulaigarde. So kam es am 14. Juni zu der Schlacht, worin Desaix den Todfand und das östr. Heer unter Melas, mir einem Verluste von 7000 Gefan gnenund 12000 Todren, bis über die Bormida zurückgetrieben wurde. Napoleon , des-sen Eifersucht lieber den Ruhm der Todten ertrug als den der Lebenden, schriebdem Gen. Desaix die Entscheidung des Sieges zu. Allein dieses Verdienst ge-bührt, nach Ndathieu Dumas'i! ,,l'iHn «los ,n,-namens miliünras" (V) dem Ge-neral Kellermann; und dieser General hat in seinem Schreiben (Paris , den 8.Oci. 1818) an die Herausgeber der ,,8il>!. bis!." (4. Bd., S. 127) die Um-stände ebenso wie Dumas erzählt. Gegen Mittag mußten nämlich, am Tage derSchlacht, die franz. Eolonnen unter Lannes und Victor, um die Hälfte geschwächtund ohne Munition, das Schlachtfeld räumen. Sie zogen sich, gedeckt von derTavaleriebrigade des Generals Kellermann, zurück, und das langsame Vorrückender Östreicher, sowie die falsche Richtung, welche ihre zahlreiche Cavalerie nahm,ließ den Trümmern des franz. Heeres Zeit, sich hinter dem Corps von Desaix zusammeln. Der erste Consul hatte dieses EorpS schon nach Novi beordert, umdem Feinde den Rückzug auf Genua abzuschneiden. Jetzt ward Desaix eiligst zurück-berufen, und er hatte ebens. Stellung bei Sr.-Giuliano, links der Straße vonTorto-na nach Alessandria , genommen, als Kellermann mit seiner Eavaleriebrigade daselbstanlangte, wo er von, Ädjut.Savary den Befehl erhielt, den AngriffdeS Gen. Desaix zuunterstützen. So ward die Schlacht erneuert. Kellermann halte nur 400, von einemachtstündigen Kampfe sehr ermüdete Reiter; das Fußvolk unter Desaix mochte 3 —4000 M. stark sein. Der Feind war s. Sieges gewiß. Desaix war gleich anfangs tödt-lich verwundet. Leine an Aahl so schwachen Truppen konnten dem feindl. Angriffenicht widerstehen und ergriffen die Flucht. Kellermann sah hinter Weingärten, die ihndeckten, wie 6000 ungarische Grenadiere im Verfolgen der Franzosen ihre Gliedertrennten. Sogleich stürzte er sich mitten unter dieFeinde, die bestürzt über den uner-warteten Angriff und von ihrerReiterei abgeschnitten, da sie sich umzingelt glaubten,vor dem kleinen Haufen das Gewehr streckten. Die Masse des östr. Heeres glaubte,der Feind habe ein? große Verstärkung erhalten,' und zog sich übereilt und i» Un-ordnung nach der Bormida zurück. So entschied Kellermann den Sieg, welcherNapoleons Macht gründete. Die unmittelbare Folge dieser Niederlage war derWaffenstillstand zu Alessandria zwischen Bonaparte und Melaö, nach welchem dieOstreicher binnen 14 Tagen die Eitadellei! von Alessandria, Tortona, Mailand ,Tuiin, Pizzighetone, Arona und Piacenza, nebst den Festungen Genua , Eoni,