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Murienbad
Murienburg
zu Toledo zurück. Ei' schrieb jetzt s. „IIi°>ioi ü> >lo >< I>»s (I,AuSg.,To-
ledo 1592), und zwar m elegante,' lat. spräche, dainit der Ruf von den Großtha-ten s. Nation allen Völkern b. sannt werken mochte. Seine Darstellung ist unbe-fangener als die der ander» span . Geschichtschreiber und zog ihm selbst den Verdachtder Inquisition zu; s. Siul ist elegant, aber oft rhetorisch. Die günstige Aufnahme,die s. Werk allgemein fand, die wiederholten Auffoderungen seiner Freunde, und dieFurcht vor einer fremden, schlechten Übersetz, bcwogenihn, es selbst ins Spanischezu übersetzen. Vier AuSg. der Übers. erschienen bei Lebzeiten des Vers., jede mitneuen Veränderungen, Ausätzen und Berichtigungen. Vorzügliche AuSg. der span.Bearbeitung: zu Valencia (1185—96. 9 Bde., Fol.), und zu Madrid (1819,8 Bde.). M.'S übrige Schriften sind I) s. berühmte Abhankl. „I><- re^e el reginindtiluiiono", welche 11 I. nach ihrerErscheinung als aufrührerisch von dem Par-lamente zu Paris zum Feuer veruriheilt wurde und auch in Spanien ihm viele Un-annehmlichkeiten zuzog. M. behauptete in diesem Werke, daß es erlaubt sei, sicheines Tyrannen zu entledigen. D>e Originalausgabe dieser Schrift ist sehr seltengeworden. 2) „sie ,,,'n.loribin, ki mon-m,iz". 3) Sieben Abhandl., welche in ei-nem Foliobande 1609 in Köln erschienen sind. Die letzten Lebensjahre widmeteM. seinen Schölten über das A. und N. Testament, deren Beendigung Krankheitund Altersschwäche verhinderten. Dennoch ließ er sie 1619 zu Madrid drucken. Erstarb 1623 zu Toledo . 81 I. alt.
Marieubad, im pils-nerKreisein Böhmen,das jetztnebenTeplitz, Karls-bad und Franzensbrunn einen Rang behauptet, liegt bei dem Stifte Tepel, 6 Mei-len von Karlsbad m einer waldigen Gegend. Lange Zeit waren die hiesigen Quellennur von Landleuten der Nachbarschaft gekannt und benutzt. Seit 1181 wurde derAbt des Stifts, Raitenberger, darauf aufmerksam und ist mit dem nunmehr verst.Arzte Nehr als der Stifter dieses so wichtig gewordenen Curortes anzusehen. DerSalz- oder Kreuzbruunen wird am häufigsten getrunken; er ist dem kalten karlsba-der Ldprudelwaffer ähnlich. 200 Schritte davon quellen die Srahlbrunnen hervor,deren Mischung der deS driburger und pyrmonter Wassers gleich ist, ter ambrosianerBrunnen, und ebenfalls nicht weit davon aus sumpfigem Torfgrunde das Marie,i-bad in unzähligen Quellen. Es sammelt sich in einem 11 Klafter langen und 3 sKlafter breiten, viereckigen Behältnisse. Was nur diesem von kleinern Thieren,B. Mäusen, Vögeln, Hühnern ie., auf 14 Elle tief zu nahe kommt, wird schnellvon dem aufsteigenden Gase getödter. Aus diesem Brunnen wird das Wasser indie 11 wohleingerichreten Zimmer des naben DadehauseS geleitet, wo man durchZiehen der Hähne kaltes und warmes Wasser haben kann. Die Genesenen habeneine Menge von Krücken zum Dank in der Ortscapelle aufgestellt. S. Heikler,„Marienbad , nach eignen Beobachtungen u. Ansichten ärztlich dargestellt" (2 Bde.,wissen 1822), und Desselben: „äiurieiibast rt «e; ilillbrcii» moveu- Lui!>iii>>"(Prag 1828). In der Nähe liegt die fürstl. Metternich'sche Herrschaft Kön igS-wart mit ähnlichen Quellen. Das Schloß hat ein Museum, in welchem sich dasvon dem Scharfrichter Huß in Eger gesammelte Münzcabinet befindet.
Marienburg, Kreisst. im preuß. Regierungsbezirk Danzig in Westpreu-ßen an der Nogat, mit 5000 Einw. Merkwürdig sind die Trümmer des Or-denSschlosseS. Dieses Haus des deutschen Ordens, der ehrwürdige Stützpunktder germanischen Cultur in Preußen, ist ein herrliches Denkinal altdeutscher Bau-kunst. Wiederholte Einfälle der Pomesanier (eines altpreuß. Volksstammes) undLithauer zwangen den deutschen Orden, unter dem Laudmeister Dietrich v. Gat-tersleben , zwischen 1211 und 1214 am Ufer der Nogat eine Burg zu errichten.Durch Konrad v. Thierberg's Betrieb ward die 1214 begonnene Burg oder dassogen. Hochschloß schon 1216 vollendet, der Mutter Gottes, als der Himmels-königin und der Schutzheiligen des Ordens, geweiht und Marienburg genannt.