Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mavklemd

Mark (Zcwick-t)

anlegt; das Wachsthum der Psianze ist sodann zu Ende. Die Halme des Getrei-de? Hilden zur Zeit der Reife leere Rohre». Bei den Bäumen verliert sieb dasMark m den innern Holzringen und wird hart. Seine Fasern vereinigen sieb ge-nauer mit einander, und dadurch werden dieHolznnge nicht nur fester, sondernauch enger mir einander verbunden, während das Mark in den äusiern Ringen »ochseine Dienste thut, bis der Baum gänzlich abstirbt.'

Ma rk, ein Gewicht, womit besonders Gold und Silber gewogen werden.Die Mark Gold wird in 21 Karat (s. t.) eingetheilt; die Mark Silber in 16(loch. In frühern Zeiten machte eine Mark Silber 8 Unzen, und eine Unze 1 Thlr.Im 14. Jahrh, änderte sich die Rechnung, und eine Mark leih. Silbers oder dieldth. Mark betrug nur 3 Gldn. Gegenwärtig beträgt die feine kölnische Mark 13Thlr. 8 Gr. Sächsisch oder 11 Thlr. Preußisch. Feine Mark nennt man reinesGold oder Silber, das nicht mit unedler» Metallen vermischt ist. Dann ist Markauch eine Metall- oder Recknungsmünze zu 16 Schilling, jedoch von verschiede-nem Werthe. Die Mark Banco in Hamburg beträgt ungefähr 11 Gr. 1 Pf., eineMark Courant 9 Mr. 4 Pf., eine Mark Dänisch -1 Gr. 8 Pf., eine Mark klübisch8 Gr., jetzt aber über 9 Gr. oder 41 Kr. Reiebsgeld. Die engl. Mark ist z Pf.S:erl. Eine Mark löth. Goldes macht 36 Dukaten. (Vgl. Älmareo.)

M arkbriese, Erlaubnisscheine, welche die Seemächte beim Ausbrucheines Kriegs ihren Unterthanen ertheilen, um die Kausfahrer der feindlichen Machtwegzunehmen. (S. E a p e r.)

Marketerie, s. Margueterie.

Markgraf (,i,ar>-I>i,,), ursprünglich ei» Befehlshaber an der Grenze(Mark) oder in einem Grenzlande, um solches zu schuhe ». Schon zu Karls d.Gr.Zeiten kommen Marken und Markgrafen in Deutschland vor, z.B. die Mark Ost-reich. Im 1 st. Jahrh, errichtete Konig Heinrich l. die Marken Meißen , Ü-ordsach-sen und Schleswig. Die Markgrafen standen unmittelbar unrer den deutschen äde-nigen unk Kaisern und nickt unter den Herzogen, zu deren Land die ihnen anver-traute Grenze gehörte; doch gab cS auch Markgrafen, die von Herzogen abbingen.Gewöhnlich wurden solche Herren zu Markgrafen bestellt, oie in den ihnen zurBeschützung ubergcbenen Bezirken ansehnliche Guter hatten. Im 12. Jahrh,wurde die markgräfl. Stelle erblich, endlich reichsfürstlicb, sodas; ein Markgraf inAnsehung seiner Würde über dem Grafen und unter den, Herzoge stand.

Markig nennt man in der Malerei das Fließende in den Umrissen, dasSanfte in den Striche»; ein markige? Eolorit dasjenige, in welchem die fettenund wohlverschmolzenen Farben die Frische und Zartheit des Fleisches nach Be-schaffenheit des Alters und Geschlecht? ausdrücken, im Gegensatz des Harten,Trockenen. Einen markigen Pinsel nennt man denjenigen, welcher die Farbenwohl in einander vertreibt.

Markland (Ieremiab), Mitgl., zuletzt Senior des Collegiums St.-Peterzu Cambridge , einer der berühmtesten engl. Kritiker, geb. 1693, erhielt s. Unter-richt zu Cambridge , bekleidete nie ein Amt, da er es vorzog, in gelehrter Muße zuleben, und starb am 1. Juli 1116. Als Kritiker verband er tiefe und ausgebreiteteGelehrsamkeit mit einer kühnen und glücklichen CombiuationSgabe. 1128 erschienvon ihm eine Ausgabe des StatiuS, worin er gegen 500 Ltellen durch seinenScharfsinn berichtigte. Ferner sind von ihm anzuführen: „l.vstae Oral." (1163,4.); „Vlax. I vri! Dst.w, lall." (1140, s.j; ,,kss>i.<Uola eilst-!, a,I k rall,-. klar,,in gna Iloratii ot all. !n<-a ilstwtr." (1123); ,,!!en>ar!<K n» >stc lg'stlst-5 oss.iooroIc> I.rniinc" (114,1), welchen eine Dissertation angehängt ist, worin er die Echt-heit der vier Ciccronischen Reden, die F. A.Wols in der Folge mit Hinzufüguugneuer Gründe als unciceronisch geltend machte, mit viclem Scharfsinn angreift.1163 gab er schätzbare Anmerk. zu den beiden Iphigenien des Euripideö heraus.