Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
149
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Marklosung Markscheide lil)

'Außerdem bat er Antheil an der Ausg. des Lysias und Demosthenes vonTaylor, an der Ausg. des Eunpldischen „Hippolyr" von Vrusgrave und desSophokles von Bowycr.

Vd a r k l o s u n g, s. Netractrecht.

Ai a r k v m a n n e n, d.i.Grenzvolk, ein Mächtiger altdeutscher Völkerbund.Sie wohnten seit Casar'S Tote zwischen der Donau und dem Rhein . Nachdem dieRomer Noricum und Pannonien erobert halten und den Markomannen durch ihreNachbarschaft gefährlich wurden, zogen sieb diese zurück und bemächtigten sich unterihrem König Marbod (Marboduus) des Reichs der Bojer uu heutigen Böhmen ,Bojenheim von den Deutschen genannt, Marbod vereinigte bald eine Menge Völ-ker mir List und Gewalt und machte sich zum Oberhaupt eines den Römern ge-fährlichen Völkerbundes, der 70,000 M. zuchtgewohnter Truppe» inS Feld stellte.Die Römer wurde» durch einen Aufstand der Pannonier gehindert, ihn anzugrei-fen, daher schloß TiberiuS im 6. I. nach Chr. einen Vergleich mir ihm; späteraber schlugen ihn die Cherusker unter Hermann, 19 n. Ehr. Gleiches Schicksalharre sein Nachfolger, der Gothe Catualda. Beide fluchteten zu den Römer»,welche ihnen Ravenna und Aguileja zum Wohnort anwiesen. Verwandle desMarbod beherrschten die Markomannen, die bis auf Domnian alle Feindseligkeitengegen die Römer vermieden. Seitdem wagten sie Einfälle in das römische l^ebier.Trajan und Hadrian hielten sie in Schranken. 166 ». Chr. brachen sie in 'Pan-nonlen ein; ei st nach einem langen Kampfe, der unter der Benennung des mar-komannischen Krieges in der römischen Geschichte berühmt ist, trieb sie An ton inder Philosoph (s. k.) über die Donau zurück. Commodus erkaufte, den Frieden(180), den sie aber nur so lange hielten, als man ihnen Iahrgelder zahlte, oderRom einen entschlossenen Regenten halte. Sie verheerten Noricum und Rhänenund drangen selbst durch die Alpenpässe. Unter Aurelia» ('-70) setzten sie ganzItalien in Schrecken. Aber im 5. Jahrh, verschwand der Name der Markoman-nen. Die Völkerwanderung brachte die Namen der allen Bewohner in Vergessen-heit. Nach der Zerrüttung des Hunnenreichs erscheinen in den Länder» der zeir-herigen Markomannen die Rugier, Heruler, Scyren, Turcelmger. Ein «nächtigesVolk, die Bajoarier, finden wir in den Bergen von Noricum und Rhätien , wel-ches Ma,inert aus triftige» Gründen mit den Markomannen, die, von Rugier»,Longobarden w. gedrängt, hier einwanderten, für einerlei hält. Die Bajoarier sinddie Vorfahren der Baiern (s. d.).

Markscheide (von scheiden, d. i. theilen), die Grenze zwischen'- neben-einanderliegenden Gruben, welche gewöhnlich über Tage durch einen Lochstemoder Markstein, in der Grube aber durch ei» in das Gestein, Mauer- oderHosiwerkgehauenes Zeichen, Markscheidestuse genannt, angegeben ist. — Mark-scheidekunst (Uronirira, !.al>tr,raiiei>) lehrt den Bergbau auf allen Arte» vonLagerstätten nach seiner Lage in Grund-, Auf-, Durchschnitts- und'Profilrisse nachvorhergegangener Messung und trigonometrischer Berechnung darstellen, sodaßnian daraus die Lage der Grube, die Stellung der Lagerstätte, auch die über derGrube befindliche Gegend der Grube, und ihre Ranmverhälmisse richtig bestimme»kann. Diese dein Bergmann unentbehrliche Kunst verdankt ihre Entstehung denDeutschen . Zur Auflösung markscheiderischer Aufgaben sind erfoderlich ->) dasZeichnen oder Messen über und unter Tage mittelst der Meßkette, des CompasseS ,Gradbogens w.; l>) das trigonometrische Berechnen der Züge; u) das Zulegen derZüge, um Das, was man gefunden bar, mittelst Zeichnungen so viel als möglichdeutlich darzustellen. Das erste Werk über den Bergbau, worin auch diese Kunstabgehandelt wird, erschien 1556 von G. Agricola in lat. Sprache. Dann schriebdarüber N. Voigtel 1886. Vollständig ist Lempc'S „Anlest, zur Markscheidekunst"(Lpz. 1782 u. 1792, m. Kpf.). LO.