Marmor
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Vornehmer angegriffen war, wurde ihm fälschlich zugeschrieben; um ibn dafür zu'beiirasen, verlor er das Privilegium und wurde in die Bastille gesetzt. Nach seinerFreilaffunz erschienen seine „(.>>,>w- inurnix", die >hn> Ruf erwarben. NachDuelos'S Tode erhielt er die Stelle eines Historiographen von Frankreich und ward1183 an d'Alemberi's Stelle Sccretair der Akademie. Bei dem Ausbruchc der Re-volution verlor er seine Stellen und zog sich aus ein Landhaus, einige Stunden vonParis , zurück, Was er erworben harke, ging ib,m verloren. Seine Ehe mir einerliebenswüichigen Nichte des Abbü Morellet gewäkrte ihm Trost in der Abgeschieden-heit. 1196 ernannte man ihn zum Mitgl. des Nationalinstiturs. Im Mai 1191wurde er von dem Deport. de l'Eure in den Rath der Alten gewählt und entgingglücklich den damit verbundenen Gefahren, obwol man ihn 1198 in St.-Aubain,aber nur aus Irrthum in der Person, auf kurze Zeit verhaftete. Nach dem 18.Frueridor des Jahres V wurde seine Wahl caffirt; er zog sich nach dem D. Abbo-ville zurück und starb daselbst den 31. Dcc. 1199 unter einem Strohdache. M. hatin seinen Werken (32 Bde. in 8. und 12.) ein großes schriftstellerisches Talent ent-wickelt, Seine „(lout. s „loraux", 3 Bde., sind Muster der Erzählung, voll An-muth und Feinheit, daher vielfältig gedruckt und übers. (deutsch von Schütz, Leipz.1191, 2 Bde.); sein „lidH-Nx-" ist trocken und ermüdend (dieses Buch, in wel-chem er den Fürsten gute Lehren geben wollte, verwickelte ihn in Streitigkeiten mitder Sorbonne, welche sich bei dieser Gelegenheit lächerlich machte); seine „I>>>i In lliiiutiun >le i'l'.u.ichie clu Lernn" sind wenigstens theilweise anziehend;feine „lAenxnui >le litterature" sind eins der besten didaktischen Werke in der franz.Sprache; auch seine .Honecunx ooutri nmrunv", wiewol minder berühmt als diefrühern, sind nicht ohne großes Verdienst. Seine „L,u:li,,»o !, nun in einemtrefflichen Style geschrieben, ist reich an Paratoxien. Unter seinen historischen Wer-ke» ist das ausgezeichnetste: „llüaenuo Ou i)uu >l't >i lA,u.->" in den „Oeuvresz>u!,ll>.", Bd. 5 u. 6 (Paris 1805; die ersten Bände enthalten sein Leben).
M a r m o r, s. Kalk,
M a r m o r ch r o n i k (paristbe, Llrundelische, auch oxfordcr), zuweilenkurz: 'Arundelischer Marmor. Diese Chronik, das einzige Originalwerk der Art ausdem Alterthume, in der 129. Olvmpiadc (263, nach Seiden 262 v. Chr.) verfertigtund auf eine große Marmortafel cmgegraben, wurde nach den »leisten Schriftstel-lern, die ihrer erwähne», zu ParoS , nach A. zu Smvrna, nach Brondsted auf derInsel Aea (s. d.) ausgegrabeu, Sie umfaßte »»verstümmelt einen Zeitraum von1318 Jahren. Sie ring nämlich von Cekrops, 1582 v. Chr., an und endigte264 v. Chr. Das erhaltene, unleserliche Bruchstück reicht nur bis 354 v. Chr.Thomas, Gras Arundel, erkaufte sie 1621, und sein Enkel, Heinrich Howard,schenkte sie 1661 der Universität Oxford , wo sie sich seitdem besintet. Sie ist vonJoh. Seiden (1628), Humphrey Prideaur (1616), M. Manraire (1132), R.Chandler (1163, sehr prachtvoll) und Wagner (übers. und erläutert, nebst Be-merkungen über ihre Echtheit nach dem Engl . von Robertson und Hewlett,Göttingen 1190) herausgegeben worden.
Marokko (Marokos), ein seit 1610 sogen. Kaisertbum im nordwestl.M ika, nach den beiden vorzüglichsten Provinzen das Reich Feß (Fez) und Ma-rokko genannt. Es grenzt an das mittelländ. und atlant. Meer, an die Wüste(Sahara) und an den Staat von Algier . Zweige des Atlas mit Schneegipfeln,12,000 Fuß hoch. ziehen sich durch das Land. Jackson („Beschreib, des Königr.Marokko", a. d. Engl . von v. Zimmermann, Halle 1815) schätzt die Größe auf13,000 OM., mit 14,886,000 Einw. Das Land ist schön, das Klima vortreff-lich und die Fruchtbarkeit des Bodens sehr groß. Die Küsten sind sandig und we-niger angebaut; desto fruchtbarer und angebauter ist das Innere des Landes. DieHeuschrecken verwüsten bisweilen (zuletzt 1816) die Felder. Haupterzcugnisse sind: