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risib-kritische» Beiträge zurLkufnahme der Musik", sein „Handbuch bei dem Gene-ralbaß und der Composition". sinne „Anfanzsgrunde der kk.oret. Musik", seine„Anleitung zur Singcomposition", sinne „Kritische Einleit. i» dieGeftb. und Lehr-sttze der alten und neuen Musik", sinne „Kritischen Briefe über die Tonkunsi" undsinnen „Versuch über die musikal. Temperatur". Lveiue „Geschichte der Orgel",die ibm in seinem letzten Lebensjahre beschäftigte, blieb unvollendet. Gerber besaßdieselbe in Handschrift. Als Componist war er weniger ausgezeichnet.
a r g u e t e r i e, eine Art der mosaischen oder musivischen Arbeit, da manmit Hölzern, die theils von Natur verschiedene Farben haben, theils mit Farbengebeizt, theils zum Schatkiren an den Seiten in warmem Sand oder Kalk ange-laufen oder angebrannt sind, ganze Gemälde zusammensetzt. Diese Kunst warschon den Alten bekannt und wurde theils durch Filippo Brunelleschi (si d.),theils durch Giuliano da Majano (geb. zu Neapel 1381, gest. 1451) wiederher-gestellt. Letzterer verfertigte in verschiedenen Kirchen Italiens mit Giusto undMinore viele von farbiaem Holz eingelegte Arbeit, wobei ibn seine Schüler Guidodel Servellino und Dominicas di Mariotto unterstützten. Benedctto da Majano(geb. zu Floren; 1141, gest. 1498) übertraf darin alle Künstler seiner Zeit: orverfertigte Perspektiven, Laubwerk und Figuren von eingelegter Arbeit auf Möbeln,und wurde dazu selbst ins Ausland berufen. Giovanni da Verona (geb. 1469,gest. 1531), der bei Brunelleschi gelernt hatte, wurde zu Rasael's Zeit in Rom durch seine eingelegten Arbeiten von Holz berübmt. Er erfand die Kunst, den«Holze mit durchdringenden Ölen und siedendheißen Farben jede Art der Färbungzu geben, und mit diesen gefärbten Hölzern besonders Häuser, Perspektive und a.Malereien täuschend nachzuahmen. Auch in neuern Zeiten hat man dergl. Arbei-ten ausgeführt. So wurden zu Neuwied Holztapeten für den Prinzen Karl vonLothringen verfertigt, welche den Sabinerinnenraub vorstellten.
M a r g u i s, ein Titel, welchen ohne weitere Veränderung seiner Verbükt-niste Jeder von niederm Adel erhalten kann. Er stand in Frankreich zwischen dembohen und niedern Adel und wurde bier, wo er bei dem von Napoleon geschaffe-nen Adel nicht üblich gewesen war, nach der Herstellung des bourbonischenHauses wieder eiiigeführt; in England folgt der Margiüs nach den Herzogenund hat den Furstentitel; auch in Italien hat der dlaenlieia seinen Rang vordein Grafen.
M arS, Ma v orS, bei den Griechen Ares, der Gott des Krieges. Nachden ältesten Dichtern war er ein Sohn des Jupiter und der Juno. nach späternder Juno allein, der wildeste der Götter. Eigentlich ist Ares oder Mars eine pe-lasgische Gottheit, welche in Thrazien ursprünglich verehrt wurde und von dazu den Griechen kam. In den frühesten Zeiten war er das Svmbol der göttlichenMacht und bei den Griechen das Sinnbild des Kriegs, insofern nur Ltärke, Kühn-heit und Robbest dazu gehören, oder der Schlachtengott; da bingegen Minervaals Kriegsgöttin das Sinnbild der mit Überlegung und Kenntnis des Kriegswesensverbundene» Tapferkeit ist. In spätern Zeiten wird er immer menschlicher gebildet,als Retter der Unschuld zc. Die Römer erhielten seinen Dienst schon in den frühe-sten Zeiten von den Griechen. Die Stifter ibrer Stadt, Romains und Remus,waren der Sage nacb von ihm mit ter Rbea Svlvia erzeugt worden. Ausier mebrenTemveln war ibm zu Rom auch das Marsfeld (s. Märzfeld) gewidmet. Sei-nen Dienst verrichteten besondere ibm gewidmete FlamincS und da? Collegium derSalier (f. d.), welche seinen vom Himmel gefallenen Schild (-meist) aufbewakr-ten. Auch war ibm der Monat März geweibt. Am 1. Mär; und am 12. Oct.wurden ibm Feste gefeiert. Er war zugleich Frühlingsgott. Ihm waren bei denRömern das Feuer, die Soldaten und Fechter, desgleichen auch die Pferde, dieStoßvögel, Geier, Hahne, Spechte und Wölfe heilig; auch die Suovetau-