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Siebenter Band. M bis N.
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Mars

Marschcill

rilia (s. d.) wurden ihm dargebracht. InFriedenSzeitcn nannten sie ihn WuirinuS;

u>. der Schreitende, ini Kriege. Seine (Gemahlin und Schwester war beiihnen die Bellona. DieGriechen hingegen schreiben ihm keine eigeniliche Gemahlinzu; wohl ober erzeugte er Kinder mir der Aphrodite und verschiedenen andern Ge-liebten. Die Umaimung der Erster» wurde vom Helios dem Vulean verlachen.Dieser verfertigte ein feines eisernes JAK, warf es über Beide, die er ebenaus dem Lager beisammen fand, rief sodann alle Götter herbei und gab die be-schämten Gefangenen dem Spotte der Dlvmpicr preis. Venus gebar ihm dieHarmonia (Eintracht); Deimos (Schreck) und Phobos (Flucht) sind seine Söh-ne. S imomdeS nennt noch den Eros als einen Sohn des Mars und der Ve-nus. Phobos ist sein steter Kriegsgefährte, er und DenncS spannen seinen KriegS-wagen an und lenken ihn im Gefechte; Enpo, die Städteverwüsterin (Bellona),und Eris wandeln im Kampfe neben ihm her. Die Fabel erzählt verschiedene Tha-ten von ihm. Im Gigantenkriege komnit er nur bei den spätern Dichtern vor.Nach Elaudion griff er die Riesen zuerst an und erlegte PeloruS und Minias. Vordem TrphoeuS mußte er aber wie die andern Götter fliehen, und um verborgenzu bleiben, verwandelte er sich in einen Fisch. Im Gefechte mit den AloidenOtuSund EphialleS ward er von ihnen gefangen genommen und in ei» ehernes Gefäng-niß gelegt, wo er 13 Monate schmachten mußte. Die Mutter der Aloiden Verriethaber seinen Aufenthalt dem Hermes, und dieser befreite ihn. Mit dem Hercules ge-rieth er zwei Mal in Kampf, indem er seinen Sehnen gegen ihn beisichen wollte.In dem einen Kampfe wurde der Gott selbst verwundet, den andern trennteInpiter,indem er seinen Blitz zwischen die Fechtende» schleuderte. Dagegen tödtete Mars den HalwrhotiuS, Neplun's und der Nymphe Eurpte Sohn, weil er seiner TochterAlcippe Gewalt anthun wollte. Neptun verklagte ihn deßhalb bei den 12 Göt-tern, welche ihn auf einem Hügel bei Athen (Marshügel)richt<tk,i und lossprachen.Da Mars der Erste war, über den hier ein Gericht gehalten wurde, so bekamdasselbe nach ihm den Namen ArcopaguS, Hügel des Ares . Im trojanischenKriege stand Mars den Troern gegen die Griechen bei. Diomedes verwundet ihn,daß er gleich zehntausend Männern schreit. Auch kämpfte er gegen die Minerva,:n deren Ägide er s. e^peerschleuderte, wogegen sie ihn mn einem S keinwurfe zu Bo-den schmetterte, daß er 1 Hufen Landes mir seinem Körper bedeckte. Abgebildet wirdMais als ein junger männlicher Krieger in voller Rüstung, von kräftigem Körper-bau, niit gedrungenem Gesicht, breiter Stirn, tiefliegenden Aligen, dichtem, aberkurz,'» Haar; Helm, Speer, Schwert und Schild sind seine Attribute. Den Na-men Mars führt auch ein Planet (s. Planeten); in der Chemie bedeutet dieserName sonst das Eisen, in beiden Fällen wird er durch ^ bezeichnet.

Mars (Hrppolike Bautet, Demoiselle), eine der erste» franz. Schauspiele-rinnen neuerer Zeit für das feine Lustspiel. (S. Pariser Theater.)

Marsch, ein kurzes Tonstück von feierlichem Charakter, in gerader Taktartund gemäßigtem Zeitmaße, welches zu feierlichen, besonders zu militairischen Aus-zügen bestimmt ist. Weil der Marsch nicht bloß die Absicht hat, den Aufzug feier-licher zu machen, sondern auch die Gleichförmigkeit der Schritte zu erleichtern, somuß der Rhythmus dabei stark bezeichnet und herausgehoben werden. Seineübrige Verschiedenheit richtet sich nach Art, Zelt und andern Umständen. Dergeschwindere Marsch der Truppen hat jetzt Tanzmusiken an die Stelle der frü-hern Tonstücke gebracht. Die Musik theatralischer Märsche kann sich freierbewegen und gestaltet sich oft zum Chor, wie in der „Vestalin". Als ausgezeich-nete Märsche kennt man den Priestermarsch in Mozart's „Zauberflöte ", den Sol-datenmarsch in Cherubini'S „Wasserträger" und den Bauernmarsch in Weber's„Freischütz" u. a. m.

Marschall, altMarschalk. Einige leiten dieses Wort, und zwar am