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Martin (der heilige) Martin (Papste)
Hauptausgaben sind von Scriver (Lenden 1618 u. 1619, 3 Bde., 1-.): vonSchrevcl (ebend. 1656) und von Räder (Böain; 10L7, Hol.). De,lisch, nur Weg-laffung des Unzlichligen, von Willuiann (Köln 18L5).
M a v k i n (der heilige), der berühmteste dieses ffeamens, geb. zu Saburia inPannonia (jetzt Stain in Niederungarn) um das I. 3! 6 von heidnischen Altern,besuchte dieKatecketenschule u, Pavia . -Lein Baten war Ki iegsrribnn und nöthigteauch den S ohn, mit dein 16. I. die Waffen zu engreife». Schon früh so» en seinemBaten entflohen sein und sich in einen chnistlichen Kirche haben untennichten laffen.Als Kriegsniann lebte en mir den Stnenze eines Mönchs. En diente unten Konstan-tins und Iulianus und ging nach Gallien , wo en als eui Bluffen allen Tugend er-schien. Unter Andenm theilte en sein Kleid mit einem Anmen, den ihm an den Tho-ren von AmienS begegnete. Die Legende sagt, daß Christus ibm in den folgendenNacht, mit den Hälfte dieses Kleides bedeckt, erschienen sei. M. ließ sich bald nachdiesen Erscheinung taufen, 337, und verlebte mehre Jahre in der Zurückgezogenheit,bis den heil. HilariuS, Bischof von Poitiers , ihn zum Exorcisten aufnahm. ImBegriff feine Altern zu besuchen, wind en in den Alpengebingen von zwei Straßen-näubenn angefallen; schon schwebt die Axt üben seinem Haupte, als den andre, vonden Blicken seinen Unschuld gerührt, ihn rettet und sich sogar bekehrt. In Panno-nien, wohin en auf einen vorgeblichen Befehl den Gottheit im Traume zurückreiste,bekehrte en seine Mutter und widersetzte sich mit Eifer den Anianenn, die in Illvrienherrschten. Doch wunde en deßhalb aus dem Lande gegeißelt, wobei en die Stand-haftigkert den ersten Märtyrer zeigte. Nun legte er IN Mailand , und danach, daen von dem BischofAurentiuS verfolgt wunde, auf den Insel Gallinaria im liguffi-schen Meere eine Mönchswohnung an. Nachher ließ en sich bei Poitiers nieder,wo en eine Menge von Religiösen versammelte und viele Wunden vernichtet, z. B.einen seinen Lehrlinge von dem Tode erweckt haben soll. Im I. 375 wand ihm ge-gen seinen Willen das Bisrhum von Tours übertragen. Um sieh den Welt zu ent-ziehen, erbaute er zwischen den Loire und einem steile» Helfen das berühmte Klostervon Marmoutiers, wo er im 1.409 sein Leben beschloß. Man hält dies Kloster fürdie älteste Abtei Frankreichs . Der heil. Martin ist der Erste, dem die römische Kircheöffentliche Verehrung erwiesen hat. Er machte sich durch seinen Eifer für die Aus-breitung des Glaubens und für die Ausrottung des Hcidentbums um Hrankreichsehr verdient. Die Anekdote, daß einst der KaiserMarmiinus bei einem Gastmahle,wo er ihn zu seiner Rechten sitzen ließ, ihni den Becher zuerst habe reichen laffen,um ihn aus seiner Hand nach ihm zu empfangen, hat ihn zum Schutzpatron derTrinker gemacht; sein Fest, das auf den 11. Nov. fällt, wurde ehemals durchSchmauscreien und Trinkgelage, wobei es eben nicht mäßig zuging (daher die altenfranz. Ausdrücke älurtüw, und Ic äl-il <Ie 8ui»I->Iai tiu), gefeiert. Die dem heil.Martin beigelegte „prolösslo tiäcl elo tilniüito" wird für ein untergeschobenesWerk gehalten.
Martin. Unter fünf Päpsten d. N. sind die wichtigsten: Martin 1.,aus Todi in Toscana, wurde sorgfältig erzogen und 649 zum Papst erwählt.Auf einer Synode von ital. Bischöfen in der Laterankirche zu Rom ließ er dieMonotheleken und den Kaiser HcrakliuS verdammen. Deßwegen ward er gefan-gen nach Konstantinopel geführt und als ein MajestatSverbrecher zum Tode vernr-theilt. Auf die Bitte des Patriarchen Paulus verwandelte man die Todesstrafe inV roannung. Martin wurde aller Zeichen seiner Würde beraubt, dem Höhne desVolks und der Soldaten preisgegeben und nach dem ChersoneS verwiesen, wo er655 starb. Wegen dieser Leiden ward er unter die Heiligen versetzt. Man bat vonihm 18 Briefe von geringer Wichtigkeit. — Martin V. , aus dem alten Geschleckteder Colonna, wurde 1417, nach Gregors XII . Entsagung und Benedict-s XIII.Absetzung, während der konstanzer Kircheuversammlung zum Papste erwählt.