Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Masaccio

Mars geheiligt und diente der röni. Jugend zu kriegerischen Übungen. Auch ver-sammelte sich daselbst du? Volk. um seine Obrigkeiten zu wühlen; daher schmückteman kiese (legend mit Prachtgebäuden und Bildsäulen, In der »iahe befandensich Augusts Grabmal und das Pantheon, jetzt Maria rotonda. Als die Franken (I8K) Gallien erobert hatten, hielten sie, nach germanischer Litte, unter freiemHimmel Volksversammlungen, d>e im 5. und den folg. Iakrh., »ach der Zeit derAusamnienkunft, Märzfelter genannt wurden. Im 8. Jahrh, verlegte sie Pipüi,Karls d. G. Vater, auf den Monat Mai. Nun hießen sie Maifelder; doch wurdedie Ebene, wo die frünk. Könige jährlich ihr Heer musterten, das Marsfeld genannt.Auf den Verlammlunzen des Maifeldes erschienen der König mit seinem Hof-staate, die Bischöfe, die Großen und das Volk, welches aber späterhin von diesemRechte keinen Gebrauch machte und eS daher verlor. Die Beschlüsse über die öffent-lichen Angelegenheiten, über Krieg, Frieden und Gesetze wurde» durch die Stim-menmehrheit entschieden. Pipin berief noch den Adel und die Geistlichkeit; aberKarl d. Är. verordnete, daß jeder Graf 13 Schoppen oder an deren Stelle ebensoviel der angesehensten seiner Unterthanen zur Reichsversammlung mit sich bringensollte, welche das Volk vertraten. Die ersten Eapetinger gingen hiervon ab, bisPhilipp IV. (regierte von 1285— 1311) den dritten Stand (durch die Abgeord-neten der Städte) wiederherstellte. In der neuern Zeit hieß in Paris t',l>.->>np >1,'Mn-, ein weiter, von Gräben eingefaßter, mit einer vierfachen Reihe Bäume aufbeiden Leiten geschmückter Platz, wo die franz. Leibwache und die Zöglinge derKriegsschule ihre Waffenübnngen hielten. Während der Revolution wurden hieröffentliche Feste gefeiert, Wettrennen gehalten n. s. w. Selbst Ludwig X V I. undseine Familie nahmen an den Arbeiten Theil, als man m dem großen Bundesfeste1190 die Zubereitungen traf. Dann sielen aber auch blutige Auftritte vor. I>>15wählte Napoleon diesen Platz zur Schaubühne eines Malfeldes für die Franzosendes 19. Jahrh. Er wollte seine nach der Rückkehr von Elba entworfene Zusatz:verfassiingSurknnde, in der Form fränkischer Capitularien, der Nation in ihrenStellvertretern vorlegen und dabei durch ein großes Staatsschaufest seiner zweitenThronbesteigung in den Augen von Eiii opa den Charakter der Rechtmäßigkeit geben.Dieses Maifeld wurde den 1. Juni 1815 gehalten. Nach einer feierlichen Blesselas DuboiS. einer der 509 Abgeordneten der Cenkralausschüsse der Wahlcollegien,die vor den Stufen des Thrones durch den Reichserzkanzler Cambacäräs vorgestelltworden waren, im Namen des franz. Volks eine Huldigungsanrede vor. Daraufmachte der Reichserzkanster die Abstimmung der Nation über den Zusatzbeschluß zuden GrundverfassungSgeseßen bekannt. Obgleich nun von 40 Deport, keine Abge-ordnete erschienen waren, so rief dennoch der Waffenherold aus, daß jener Beschlußvon dem fran',. Volke angenommen sei. Sofort unterzeichnete ihn Napoleon underklärte in einer Anrede an die Versammlung, daß er als Kaiser, Consul und Sol-dat von, Volke Alles habe u. s. w. Hierauf schwur er, die Grundgesetze des ReichsZu beobachten und beobachten zu lassen. Die ganze Versammlung, ungefähr20,000 Personen, erwiderte diesen Eid. Nun folgte ein Te Deum . Sodannvertheilte Napoleon von seinem Thron Adler an die Nationalgarden und die Sol-daten der Land - und Seemacht, welche Bataillons- und Escadronsweise vor ihmaufzogen. Sie machten, mit Innbegriffvon 21,000 Nationalgarden, 50,000 M.aus. Nach diesem politisch-militairiscb-religiösen Schaufeste rief Napoleon feierlichdie Kammern der Pairs und der Volksdeputirten zusammen. So begann ihreerste Lihung, die nach 3 Wochen seine Thronentsagung annahm. K.

Masaccio (eigentlich Tommaso Guidi), einer der ältesten Meisterder florentinischen Malerschule, soll um 1401 zu S.-Giovanni im Dal d'Arno geb.und 1143 gestorben sein. Er führte die Kunst durch sein Genie so weit, daß man inden Bewegungen des Körpers nicht mehr bloß den Schein des Lebens, sondern auch