Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
172
JPEG-Download
 

172

Maschinen Maschinen in Fabriken

(23. Aug.). Dieser brachte einen Vergleich mit dem Vicekönige zu Stanke, welcherdieGenekmigunz de? König? von Spanien einzuholen versprach. Allein Don Juand'Austi ia, Philipps NA natlnl. Sohn, welcher am 1. Oct. nur 35 Kriegsschiffen inden Haftn cnilies und von dem Volke durch Abgeordnete bewillkonimt wurde, ver-abredete mit dem Dicekönig einen gemeinschaftlichen Angriff und beschoß die Stadt.Nach 3lägigem Kampfe bekaupketen die Insurgenten die Oberhand; nun wurdeder ihnen langst verdächtige Prinz von Massa vonGennaro Annese ermordet, unddieser zum 'Anführer ernannt, welcher in Rom und Frankreich Beistand suchte. Dastellte sich der ritterliche Herzog Heinrich von Guise an die Spitze des Volks vonNeapel ; allein seine Anstrengungen waren nicht glücklich. Das Volk lies; sich durchden span. Vieekonig gewinnen; Gusse rettete sich durch die Flucht, und Neapel un-terwarfsich. ^2. die „Xldin. ,ln ocnnte lle 51>i>lr>w !;»r b> rev. ilo 1645", V.Bsselle(3. Anst., Paris 1823, 2 Bde.); vergl. mit der von Pastoret dem Sohne etwasausgeschmückten Erzählung: ,,la- I)iw >le ü >.,zcke-;" (2.2l., Paris 1828).

M aschin e, jedes künstlich zusammengesetzte Ding ohne Leben und eigneBewegung, welche? als Büttel zur Erreichung eine? äußern Zwecks dient, be-sonders wenn ihm durch mechanische Gesetze äußerlich eine Art von Bewegung mit-getheilt ist (wie der Uhr); im engsten Sinne, ein zusammengesetztes Werkzeug(dem einfachen entgegengesetzt, wie z. B. ein Getriebe, eine Wasserkunst), wel-ches zu Hervorbringung oder Erleichterung einer Bewegung dient. Maschi-nerie ist die künstliche Einrichtung solcher Triebwerke. Bei großen Theatern be-sorgt der Maschinist die Verwandlungen, Versenkungen, Deeorationc» w.Auch nennt man einen Menschen, der nur durch äußere Triebe, und gleichsamdurch äußern Anstoß, Mithin ohne Selbstlhätigkeit de? Geiste?, denkt und ban-delt, ferner ein Werk, welches keinen innern und gleichsam organischen Zusam-menhang hat, eine 'Anstalt, welche nicht durch eigenthümlichen lind innern Geistbelebt wird, eine Maschine, und eine solche Wirksamkeit ohne freie Bewegungmechanisch oder maschinenmäßig. — Die Theorie des Maschinenwesen?macht die praktische Mechanik aus. S. Poppe's „Encoklopädie des ge-summten Maschinenwesens" (2. AuSg., Leipzig 1826 fg., 8 THIe. mitKpf.); K.Ch. v. Lanasdorf's „System der Maschinenkunde für den Praktiker" (Heidelberg 1825 fg., 2 Bde., -1., mit Kpft), und des geh. Oberbauraths Rothe „Bei-träge zur Mascbinenbaukunde" (Berlin 1805 fg., 4., mir Kps.)

Maschinen in Fabr i k e n. Die Brotlostgkeit gan;er Classen von Ar-beitern, durch die Einführung von Fabrikmaschinen hin und wieder veranlaßt, hat,besonders beim großen Hausen, Vorunheile dagegen selbst in Ländern erweckt,welche, wiez.B. England, diesen Maschinen gerade den gegenwärtigen Flor ihrerGewerke verdanken. Die Nützlichkeit der Maschinen spricht stch vorzüglich dadurchaus, daß hier die Natur vom menschlichen Geiste beherrscht und zur Mitarbeitgleichsam gezwungen wird; seit deren Einführung kann durch leblose Körper voll-kommener und mit geringerm Kostenauswande hervorgebracht werden, was sonstnur Lurch Menschenhände, und zwar weniger vollendet und brauchbar, zur Er-scheinung kommen konnte. Man kann Baumwolle mit Fingern und mit Maschi-nen spinnen; allein die Finger können dem Faden nie einen solchen Grad von Fein-heit und Gleichheit geben als die Spinnmaschinen; letztere können daher nicht bloßbei weitem mehr Arbeit und zu geringerm Preise als die Spinner liefern, sondernauch Producte verfertigen, die alle Spinner der Welt auf gleiche Art hervorzubrin-gen nicht im Stande wären. 100 Personen bei der Maschinenspinnerei liefern,nach Nemnich, mehr und bessere Waare als 3000 der geübtesten Spinner. Bloßdem Mangel an solchen Maschinen und an wohlfeilem Brennmaterial haben wir e?zuzuschreiben, daß unsere deutschen Fabriken gegen die englischen nicht aufkom-men können. Die mittelst der Maschinen hervorgebrachten niedrigen Preise der