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Siebenter Band. M bis N.
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Masken

;> ruhest, den schädlichen Blick der Zaubernden aus sich ziehend, ihn van den Per-sonen abwendete, die jene an sich trügen. Dach war es natürlich, daß die Griechen,deren Höchstes in Allen« die Schönheit war, auch aus die Masken ihren veredel»'.den Einfluß wirken ließen; ss entstanden endlich aus jene» itngestalteten Masken--bildeini gefälligere Silcnen'. und Sawrmasken und andre aniuuibig scherzhafteKünstlerphautasien, die »ach und nach die Groteske und Arabe-!^ veranlaßten.2v'ie der Ursprung der griechischen Tragödie in genauem Ausammenb..nge mit demDienste des Bacchus steht, so waren auch gleich anfangs in ersterer die Maskengebiauchlich. Wer sie zuerst in die Komödie eingeführt hat. ist unbekannt. Manwürde irren, wenn man sich die griech. und röm. Masken den heutigen italienischendinchaus gleich vorstellte; statt daß diese nur das Gesicht bedecken, bestanden jenein einem Überzug über den ganzen Kaps, welcher außer den Msichtt.züge» auchBart. Haare und Augen mit vorstellte. Sie waren anfangs van Baumrinde,dann van Leder, späterhin von Holz, welches geschickte plantsche Künstler nach Amgäbe der Dichter gestalteten. Man unterschied tragische Masken, mit großem auf.gesperrtem Munde und furchtbarem Ansehen, komische mit lächerlicher Gebärde,saivrifche und archcstrische oder Maske» mit regelmäßigern Zügen für die Tänzer.Sie hakten meistens sehr große Miintöffnungen, die inwendig mit Meiallstangenoder andern tonenden Körpern versehen waren, um die Stimme des Schauspielerszu verstärken: eine Vorkehrung, die bei der Einrichtung der allen Theater und ih-,rer ungeheuern Größe sehr zweckmäßig war. Viele sogenannte Kunstl ichter, ohneSmn für die Eigenthümlichkeiten der griech. Bükne, sind unerschöpflich, die Altenwegen des Gebrauchs der Masken im Schauspiele zu tadeln, weil dadurch alleMimik und sogar die dem Schauspieler zum Ausdruck der Leidenschaften nöthigeBiegsamkeit der Stimme verloren gegangen sei. Sie bedenken nicht, daß. da dieganze tragische Mimik der Alten vor Allem auf die höchste Würde und Anmuthgerichtet, d. i. idealisch war, jene Darstellung der Individualität, in welche dieNeuern ihrer Schauspieler Meisterschaft zu sehen gewohnt sind, ihnen durchausda« Lehre sein mußte, zu dessen Darstellung ihr Theater Herabsinken konnte. „DieGriechen wollten lieber an der Lebendigkeit der Darstellung einbüßen als an derSchönheit. Der Gebrauch der Masken war diesem Streben zufolge nicht bloßzu rechtfertigen, sondern durchaus wesentlich, und weit entfernt, daß er ein Noth-Helfer gewesen wäre, hätten es die Griechen unfehlbar für einen Noibbehelf erklärt,einen Schauspieler mir gemeinen unedel», auf jeden Fall mit allzu individuellenAugen einen Apollo oder Hercules darstellen zu lassen, ja dies hätte ihnen für einewahre Entweihung gegolten". Hierzu kommt, daß bei der kolossalen Größe dergriech. Theater unsere heutige Mimik wol ohnedies größtenthests verloren gegangensein würde. Wie das römische Theater fast in allen seinen Bestandtheilen aufNachahmung des griechischen berechnet war, so niste es auch im Gebrauche derMasken wenig Neues hinzu. Höchst anziehend durch die beigefügten Kupfer undbelehrend ist das ital. Werk des Francesco de' Ficoroni über die Theatermaskenund komischen Personen der alten Römer. Nur das ital. Volkstheater, die sogen.(Aunuieclii, stell' arte. kennt in der unmittelbare» Verbindung, worin sie Mit denaltrömischen Mimen und Pantomimen steht, noch den theatralischen Gebrauch derMaske. Denn jene Possenspiele Roms, keiner besonders gelehrten und dichteri-schen Bildung bedürftig, konnten sich auch während der Herrschaft der Barbarenerhalten. Schon im 12. Jahrh., als dem Zeitalter, wo IrneriuS in Bologna eineneue Schule der Rechtsgelehrsamkeit errichtete, finden wir den bolognefischen Net-to,e, auch kr.etüinc, genannt. Er hat eine Maske mit schwarzer Nase und Stirnund rothen Wangen und erscheint als ein pedantischer und langweiliger Raison-neur. Der Pantalone kam gegen Ende des 14. Jahrh, auf die Bühne. Er istdie Maskenrolle des Vaters und stellt einen reichen venetianischen Kaufmann vor.