Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Masse»

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Seine ehemalige Kleidung war die sogen. Znnarra, eine Art neu langem Mantelmit kürzern Oberärmeln und nmgclegiem schmalen Kragen; dies Giwand pfleg,ten die venenaiiischen Kalifleuke in ihren Läden zu tragen, und noch jetzt tragen eSdie Advocaten. Zugleich gehörte es zum Costume der- Panlalone, daß Beinkleiderund Strümpfe aus Einem Stücke sem mußten. Daher nannte man auch inneuern Zeiten diese Strumpfhosen Pantalons . Sie »raren bei dem alten Costumesiero roch, und die Zimarra stets schwarz. Als die Republik Venedig das König-reich Negroponlea» die Türken verlor, verwandelte man auch bei dieser Tracht dasrothe Untergewant in ein schwarzes, zum Zeiche» der Trauer; so blieb es seitdem.An der Maske war nichts Ungewöhnliches; man trug damals noch den Ban, undso sah ein alter Kaufmann gewöhnlich aus. Der Bart der neuern Pantalons-maske ist verschieden; er geht rund um die Kinnlade und läuft vorn in der Mittespitzig zu. Übrigens wurde die Weste verlängert, und man unterband die obenfaltenreiche» Pantalons am Knie; Zimarra und Pantoffeln blieben sich gleieb.Dem Charakter nach tst der Panialon gewöhnlich ein gutmüthiger, einfäliigerAlter.Er »st meist verliebt und wird stets durch einen Nebenbuhler, Sohn oder Bedientenangeführt. In der neuer» Zeit »nachte man oft einen guten Hausvater aus ibm.voll Ehrgefühl und Gewiffenhaftigkeit. was sein gegebenes Wort betrifft, um sehrstreng gegen seine Kinder. Doch bleibt es stets dabei, das, er angeführt wird. Erspricht ve»enanisch, wie der Doctor bolognesisch. Die Zanni gchören ebenfalls züden ältesten Maske» der ital. Bühne. Der Eine derselben ist Arlcchino (Harle-kin. s. d. ), der Andre ist Scapin, beides listige und schelmische Bedienten u»Dienste Pantalons und des Doctors. Weniger alt ist Brighella, wie sein niitgrünen Bändern besetztes, im Geschmack des Mittelalters verfertigtes Kleid be-weist. Über s. Entstehung theilt Siemondi, nach Malvezzi'S Chronik, FolgendesMit: Als 1200 der Adel von Brescia die Bürger nöthigen wollte, wider ihrenWillen die Waffen gegen die Bei gamasken zu ergreifen, widersetzten sie sich. Eskam zu einem blutigen Gefecht in den Straßen von Brescia , in welchem die Ade-ligen vertrieben wurden. Sie flüchteten »ach Cremvna, wo sie einen »nlitairischcnBund schloffen; die Volkspartei schloß einen ähnlichen Bund unter dem NamenBrugclla oder Brighella. Der Name hat sich auf der Bühne i„ einer Maske er-halten, die einen anmaßenden, herzhaften und verschlagenen Plebejer von Brescia vorstellt. Diese Ableitung widerspricht der gemeinen Meinung, nach welcherBrighella aus Ferrara stammt. Der Doctor vow Bologna, Pantalon von Vene-dig, Harlekin von Bergamo, Brighella von Ferrara und alle die Peisonnagen, dieman an» besten unter dem Namen Zanneschi zusammenfaßt, die Capüain? Spa-vento, Traeasso, Tempesta (die an des PlautuS PyrgopolpniccS erinnern), Truf-faldin der Berganiaske, waren also seit dem 15. Jahrh, auf der Buhne. Außer-dem hatten die Römer noch den Don PaSguale und die Gelsonmi, die Florentinerd>e Pasguelle, die Calabresen den Giangurgolo, die Sicilianer die Travaglini, dieMessineser die Giovanelli, die Neapolitaner den Covicllo, Pasguanello, die Mai-länder den Girolamo, die Piemonteser den Gianduja. Das iral. Theater kenntunter den weiblichen Masken diejenige der Colombine. Ferner nennt man nochPedrolino, Bertolino, Truffaldino , Trivelino, Mezzolino und D. Plione Balan-zoni. Über die Maske des Pulcinella s. d. Ruzzame soll 1530 die Masken-charaktere zuerst in das grösiere Lustspiel eingeführt haben. Genaue Abbildungenderselben findet man in Riecoboni'S „Gcsch. d. ital. Theat.", 2. Bd. Auf un-serm Theater nennt nian häutig die Maske die durch Malen des Gesichts und Be-kleidung hervorgebrachte Erscheinung des Schauspielers. S. des Pros. Franc.Valentin! „Ii:,tN,lo Sulla coniiiwilü, clell' arte, iinzwuv, „uisoliuiL

il-iHone oü nlonue rooue clol i.'.-n'ncv.ilo cli klonn," (Beilin 1826, 4.. zugleichdeutsch, mit 20 colcr. Kxf.). (Dgl. Carneval.) — Die Masken im eigcnt-

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