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Siebenter Band. M bis N.
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180
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180 Mason Masora

Uchen Ttnn«, welch« nian bei uns fast nun bei Redouten (s. d.) ober Maskera-den braucht, sind aus einem leichten Stoffe verfertigte Xöpse und Gesichter, oderTheile derselben, durch welche man sich theils unkenntlich machen und verbergen,theils etwas Andrer vorstellen (maskiren) will. Es gibt ganze und halbe Masken(z. B. Nasen, Augenmasken). Die vorzüglichsten sind von Wachs und feinerLeinwand, die schlechter» von Pappe. Jene liefert bei uns vorzüglich Berlin , undItalien, besonders Venedig; diese Frankreich, namentlich Paris und Rouen ; nianhat natürliche Masken, Cai icaturmasken (>>>.,».-V'r.wr!) n. f w. Katharina vonMedtei soll zuerst Maskenbälle eingeführt haben. Ähnliche Mummerei warMode am Hofe des Königs Heinrich Vill. (1510 —16), der die Verkleidungliebte. — Maske bedeutet im Engl. auch ein ohne Rücksicht auf Theaterregelnund auf die Wahrscheinlichkeit der Handlung, aber doch ini tragischen Styl ge-schriebenes, dramatisches Gedicht, z. D. der „Komus" des Milton.

Mason (William), ein ausgezeichneter Dichter, geb. 1525 zu Hüll inM'rkshlre, wo sein Vater Pfarrer war, studirte auf dem Iobannisgymnasium zuCambridge , ward 1515 Collegiat der hohen schule zuPembrocke, 1551 ordinirt,bald darauf königl. Kaplan und Pfarrer zu Aston in Porlshire, endlich Präcenkorund Stisisherr am Dom zu Pork. Dlan hat viele Gedichte von ihm, worunter2 Trauerspiele, in denen er den griech. Chor auf die Bühne bringt; eine Samm-lung Dten, mehre Elegien, z. B. „Isis"; „Der englische Garten", ein didakti-sches Gedicht u. a. Beim Ausbruch des amerikanischen Krieges zeigte er sich alswarmen Verfechter der Freiheit. Als Pitt au das StaatSruder kam, begrüßte erihn mit einer Dte und sah in diesem Minister einen vorn Himmel Gesandten, umdie Wunde» des Staats zu heilen und die ParlamentSeinrichrungen zu verbessern.Znr spätern Alter aber, da sich die ersten Schrecken der franz. Staatsumwälzungüberall verbreiteten, und M. zu einem ansehnlichen Besitzthume gelangt war, än-derten sich s. Grundsätze, und er schrieb einen Widerruf an die Freiheit („O.nlimnl^tc> 1 i!ic> t>"). Er war ein Freund des berühmten Gray, dessen Gedichte und Briefeer nach dem Tode desselben nebst einer Lebensbeschreibung dieses Dichters herausgab.Sein Amt als Präcenkor leitete s. Aufmerksamkeit auf die Musik; davon zeugt s.„Historischer und kritischer Versuch über die engl. Kirchenmusik", für welcke er diegrößte Einfachheit empfiehlt. M.'S Gedichte empfehlen sich durch Lebhaftigkeit undEleganz. Im Sonett und in metrischen Grabschrifken ist er ausgezeichnet; auch hatman s. Elegien und moralischen Episteln immer zu den bessern gerechnet. Er starbam 1. April 1595. Man hat ihm in der Westminsterabtei unter denDichtern eineGedächtnißtafel errichtet. Seine Werke erschienen zu London 1816,1 Bde.

Masora, eine Sammlung kritischer, grammatischer und exegetischer Be-merkungen jüdischer Gelehrten des 3. und der folg. Jahrh, nach Chr. über dieBücher des Alten Test. Nachdem sich diese lange Zeit hindurch mündlich fortge-pflanzt hatten (daher der Name, welcher so viel al« Überlieferung bedeutet), wur-den sie zu Ansang des 6. Jahrh, zu Tiberias , wo sich eine berühmte jüdische Schulebefand, in diese Sammlung vereinigt und späterhin von Zeit zu Zeit mit Zusätzenvermehrt. Man theilt sie in die große und die kleine Masora; erstere enthält dieganze Sammlung in eignen für sich bestehenden Büchern, die andre ist ein Auszugaus jenen Bemerkungen, welcher dem Rande der biblischen Handschriften beige-schrieben wurde. Sie ist für die Kritik des Alten Test. wichtig wegen der Ver-zeichnung der verschiedenen Lesarten und enthält zur Erklärung einzelner Stellenmanche schätzbare Beiträge; leider verloren sich aber auch die Verf. und Sammlerderselben (Masoreten) in den mühsamsten und unnützesten Spielereien, zählten dieVerse, die Worte, ja selbchdie einzelnen Consonanten, suchten die miktelsten Worteund Buchstaben eines jeden Buchs auf, bemerkten die Verse, in welchen alle Con-sonanten des hebr. Alphabets vorkommen u. s. w. Da die Sammlung theils durch