Massageten Mcifsona 181
die nach und »ach hinzugekonimenen Zusätze, theils durch Schuld der Abftbrell'erin die größte Unordnung gerathen war, so brachte sie zu Anfang des 16. Jahrh.R. Jakob Den Ehajim für den venediger Buchdrucker Daniel Boniberg in Ord-nung („lülili.i r-illäin,-, I>ebr.", Dened.^ 1518, 1521, 1525—28, Fvl.), und10Ü I. darauf ergänzte Ioh. Kuxtorf d. Ä. die Arbeit seines Vorgänger« (Dasei1618, Fol.). .1—>.
a s sa g e t e n, bei den Alten, der Gesammtnamc der unbekannten nördk.asiatischen Volker, welche auf der Ost-und Südseite des kaspischcn Meeres bis andie Grenzen der persischen Vlonarchie, wo jetzt die Turkestaner und Karakalpakenwohnen, ihre Sitze hatten. Sie konimen in der scythischen und persischen Ge-schichte öfters vor; in letzterer vorzüglich bei Gelegenheit der Feldzüge des Cyru»(s. d.). Die?llane» waren ei» besonderer Stamm derselben.
M a s s a l i a n e r, s. Messalianer.
Vi a s se, die Menge der bewegbaren Theile, welche einen Körper bilden, in-sofern sie abgesehen von ihrer Form betrachtet werden, und die Menge aller Sub-stanzen, woraus die Materie besteht. In ersterer Bedeutung ist die Mäste vonder Raumgröße (vc-linnen) eines Körpers verschieden. Tie Atonusten stelle» sichjeden Körper als eine Summe von Atomen vor, deren Zabl die Masse des Körpersausmacht. Da es unmöglich ist, die Atome zu zählen, so kann man nach dem aw-mistischen System die Masse eines Körpers nur durch Vergleich mit andern Mas-se» bestimme». Nach der Theorie der Dynainisten kann die Menge der Materie,d. h. die Masse, im Vergleich mit jedem Andern nur durch die Größe der Bewe-gung bei gleicher Geschwindigkeit geschätzt werden. Denn da nach dieser Theoriedie Materie ins Unendliche theilbar ist, so laßt sich auch die Menge einer Materiedurch die Menge der Theile nicht unmittelbar bestimmen; vergleicht man aber eineMaterie mit der andern, so kann man zwar bei gleichartige» Materien die Ver-hältnisse der Massen bestimmen, indem die Menge der Materie mit der Größe desUmfangs im Verhältniß ist, allein es wird sich doch kein Verhältniß der einenMaterie zu einer andern mit jener specifisch verschiedenen angeben lassen. Man hatalso weder mittelbar noch unmittelbar ein gültiges Maß, durch Vergleichung dieMenge der Materie zu schätzen, so lange ihre Bewegung nicht in Betracht gezogenwird, und es bleibt kein Maß als die Größe der Bewegung übrig. Hierbei abermuß die Geschwindigkeit der Materie als gleich angenommen werden, und in dieserVoraussetzung läßt sich die Menge der Materie, d. h. die Masse, in Vergleichungmit jeder andern nur durch die Bewegung bei gleicher Geschwindigkeit schätzen.—In der Malerei nennt man Massen Licht und Schalten, welche an einem be-stimmten Orte in Menge sich finden. — Masse bei einem Eoncurs, s. d.
M a s s >» a (Andre), Herzog v. Rivoli und Fürst v. Eßlingen , Marschallvon Frankreich u. s. w., geb. 1158 in der Grafschaft Nizza, schwang sich vomgemeinen Soldaten zum Befehlshaber empor. Beim Ausbruche der franz. Re-volution war er Unterofücier unter den sardinischen Truppen. Als aber die Kriegerder neuen Republik den Mont-CeniS überstiegen hatten, gesellte er sich 1162 zuihnen, that sich bald durch Muth und Einsicht hervor, ward Oberofsicier und standschon 1193 an der Spitze einer Brigade. Hier. ohne Meister, lernte er in kleinenGefechten vom Kriege den Krieg. Im April 1191 wurde er Divisioizsgeneral, be-fehligte den rechten Flügel der ital. Armee und war der unzertrennliche Waffen-gefährte Bonaparte's, der ihn seit dem glücklichen Kampfe gegen Beaulieu (1196)bei Roveredo das Schoßkind des Sieges nannte. Der Oberfeldherr sandte ihnnach Wien , um die Friedensunterhandlungen zu beenden, und dann 11,91 nachParis, um den Vertrag bestätigen zu lassen. Während Bonaparte in'Ägypten focht, waren M. und Moreau Frankreichs Hoffnung. Damals bewies M.1189 in der Schweiz seine Fähigkeit auch als Oberbefehlshaber. Zwar mußte er