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ihn einiger Liebeshändel rmd suchte ihn aus der Congregakion zu entsernm, wirer sich denn auch auf einige Monate in die Abtei von Saink-FontS zurückgezogenhaben soll. Der Beifall, den seine Leichenrede auf den Erzbischof Henri de Vil-lars fand, bewog den General seiner Congregarion, La Tour, ihn nach Paris zuberufen. Er mußte gehorche» und gegen s. eigentliche Neigung die Kanzel bestei-gen, auf der s. Genie sich bald ins. ganzen Eigenihümlichkeit entwickelte. Nach A.machte eine Antwort auf einen Hirtenbrief des Card. Noailles, die er im Namens. Klosters aufsetzen mußte, den Cardinal auf ihn aufmerksam, und auf s. Befehlkehrte M. wieder zu dem Oratorium zurück und legte sich ausschließlich auf Kanzel-beredtsamkeit. Der Beifall, den erfand, selbst bei dem Hofe, war fast ohne Beispiel(wir erinnern an die wunderähnl'che Wirkung s. ,O«-rmui> clu zxlil ,»>>>>l>re -Irr«l»;"). M. sprach mit jener mächtig ergreifenden Einfalt, der nur gänzliche Ge-fühllosigkeit widersteht. Ludwig XI V. bemerkte, daß M. sich von allen andern Pre-digern unterscheide, und als er zum ersten Male zu Versailles gepredigt hatte, sagteder König zu ihm: „Wenn ich andre Prediger gehört habe, war ich sehr wol mitihnen zufrieden; aber da ich Sie gehört habe, bin ich sehr unzufrieden mit mir selbstgewesen". — Seine Deklamation trug nicht wenig zu der Wirkung seiner Wortebei. Mit scheinbarer Kunstlosigkeir, ja Nachlässigkeit, rührte und belehrte er sichererals Andre durch einen pathetischen Vertrag, dessen Erkünsteltes der Zuhörer oftmit Widerwillen wahrnimmt. Der berühmte Schauspieler Baron brach einst amSchlüsse einer Predigt M.'S, der er beigewohnt, in die merkwürdigen Worte aus:„Das ist ein Redner, wir sind nur Komödianten". — 1701 erschien M. zumzweiten Mal am Hofe und fand denselben Beifall. Der König sagte ihm, daß erihn alle 2 Jahre zu hören wünsche. Seiner philosophischen und friedliebenden Ge-sinnungen wegen wurde er gewählt, um den Card. Noailles mit den Jesuiten zuversöhnen; allein er mißfiel beiden Parteien und machte die Erfahrung, daß eSleichter sei, Sünder zu bekehren als Theologen auszusöhnen. Der Regent ernannteihn 1717 zum Bischof von Clrrmont. Er würde dies Amt nicht haben annehmenkönnen, wenn nicht ein Freund die damit verbundene» Kosten bezahlt hätte. Alser' im folg. I. vor Ludwig X V., der erst S I. alt war, predigen sollte, verfaßte erjene u. d. T. „l'<-tit-(b>r,'>ne" („Fastenpredigten") bekannten Reden, die einMeisterwerk der Kanzelberedtsamkeit sind. Unter den wichtigen Wahrheiten, die erdarin einschärft, ist auch die: daß nicht die Fürsten , sondern das Gesetz über dieVölker herrschen solle, daß Erstere nur die Diener und Bewahrer des letzter» sind;daß die Völker sie, aufGottes Befebl, zu Dem gemacht, was sie sind , und daß sieDas, was sie sind, nur für die Völker sein sollen; daß die Fürsten an Macht verlie-ren, wenn sie mächtiger sein wolle» als das Gesetz, und daß Alles, was die Ober-herrschaft verhaßt macht, sie entkräftet und vermindert. — 1719 trat M. in die.Leuüexne l'ranea^, . Der Card. DuboiS wirkte ihm die Prälatur von Sevignyaus. Seine letzte Rede, die er in Paris hielt, war die Leichenrede auf die Herzoginv. Orleans . Seitdem verließ er s. Kirchsprenqel nicht mehr, wo s.Tugenden, be-sonders s. Wohlthätigkeit, ihm die allgemeinste Liebe und Verehrung gewannen.Er starb am 28. Sept. 1742. Der Werth seiner Beredtsamkeit bestand nicht injener deklamatorischen Workfülle und in jenem sichtbaren Aufbieten aller Künsteder Rede, durch welche Bourdaloue sich die Gunst seiner Zeit mühsam errang,sondern in edelm und schlichtem Fluß der Rede, die, auf tiefe Kenntniß desmenschlichen Herzens gegründet, die Hörer ergreift und rührt, ohne sie zu be-täuben, und eben daher tiefere und bleibendere Eindrücke hinterläßt. Indem ervoruiglich das Gefühl ansprach, erfüllte er die Seele mit jener lebendigen undheilsamen Rührung, wodurch die Liebe zur Tugend geweckt wird. GehaltvolleIdeen, gewählte und harmonische Ausdrücke, lebhafte und natürliche Bilder,Deutlichkeit und Fülle des Styls charakterisiren seine Beredtsamkeit, besonders