Massinger Maskzicht 485
in den berühmten „Fastenpredigten" („sietit-ll-ieine"). Der Neffe dieses be-rühmten Viannes hat eine vollständige AuSg. dev Werke seines Hheuns besorgt1145 u. 1162 in 15Bdn. (deutsch, Dresd . 1153, 15 Bde., in einer schlechtenÜbersetzung).
Diassinger (Philipp), Schauspicldichter, geb. zu Salisburv »m 1585,studirte zu Oxford, ging darauf nach London und schrieb für das Theater, oftin Berbindung mit ander» englischen Schauspieldichtern seiner Zeit, uB.Decker,Middketon und Rowley. Nach Einigen ist er 1669, nach Andern 1639 gestorrden. M. ist nach Bouterwck ein verständiger und geistreicher Schriftsteller. DerHauptvorzug seiner Stücke besteht in einer kunstreiche» und anziehenden Verthei-lung und Verbindung der Scenen, in einer durchdachten Composttion, die zueiner überraschenden und doch gehörig vorbereiteten Entwickelung führt. Keinengl. Schriftsteller hat vor M. einen dramatischen Plan verständiger entworfenund die Einheit der Handlung so glücklich mit der romantischen Mannigfaltigkeitder Scenen verbunden. Doch ist die Regelmäßigkeit seiner Stücke von der franz.immer noch unterschieden, welche der Anstand niehr beherrscht. Seine Correctheithatte nichts Studirtes oder Nüchternes. Seine Phantasie war nicht reich, aber siebehandelte dramatische Stoffe mit Freiheit und Leichtigkeit. Man hat ll Schau-spiele von ihm, darunter einige Trauerspiele und Tragikomödien. Ikr Stoff istgrößtentheils aus Novelle» oder aus der Geschichte geschöpft. Hierher gehörtz. B. „llw »übe »k ä1in>„" („Der Herzog von Mailand"), ein Stück voll leben-diger Handlung und Schilderung der Leidenschaften. Im Lustspiele war er weni-ger glücklich. Seine „vramutio vvoi ks" haben Thomas Coxeter (Lond. 1161,4 Bde.), W. Diason (Lond. 1119, 6 Bde.) und am besten Gifford (1813, 4 Bde.)herausgegeben. —
Vi a st e n heißen die großen Baumstangen, die auf den Schiffen das Segelund Tauwerk tragen und durch die sogen. Wand aufrecht erhalten werden. Diekleinen Schiffe haben 1 oder 2, die großen 4 solcher Masten. Man unterscheidetden großen oder Mittelmast, welcher unmittelbar auf dem Kiele ruht, den vorder»oder auch Fockmast, Focke, und den Hintern, Besän oder Besanmast, wozu nochdas schief vorwärts Hinausliegende Bugspret oder Bogspriet kommt, welches letzterejedoch, wenn man die Schiffe nach der Zahl ihrer Masten bezeichnet, nicht mitge-zählt wird, indem die größten Schiffe doch immer nur Dreimaster genamit werten.Die »leisten Masten sind von Fichten , aus den Nadelhölzern im Norden von Eu-ropa und von Nordamerika . Die längsten messen über 180 Fuß und sind unten6—1 Fuß dick.
M astix, das Harz des immergrünen Mastixbaums (lstut-icla l.enti.wu-i),der in warmen Ländern wild wächst. Das Harz besteht aus kleinen Körnern vonverschiedener Größe, die trocken, zerbrechlich, halbdm'chsichrig und citrone,igelbsind; es schwitzt aus dem Stamm und den größer» Ästen des Baumes entwedervon selbst, oder durch gemachte Einschnitte. Der beste Mastix kommt ausScios (s. d.), einer Insel im griech.Archipel, wo man jährlich gegen 50,000Etnr. gewann. Je weißer und durchsichtiger der Mastix ist, für desto besser wirder gehalten. Er wird in einigen Arzneimitteln, vorzüglich aber als Räucherpulvergebraucht. Der unter dem Namen Mastix bekannte Kitt ist eine Vermischungganz anderer Materialien.
M astricht (IHsiectuni oel älos.im) (3000 H., 18,600 E.), vormalsunter gemeinschaftl. Regierung der Vereinigten Niederlande und des Bischofs vonLüttich, jetzt die Hauptstadt der niederländ. Provinz Limburg . Sie liegt an derMaas , welche hier die Iaar aufnimmt und sich in 2 Theile trennt, wovon derauf der rechten Seite der Maa« Wvk heißt. Beide hängen durch eine schöne,500 Fuß lange steinerne Brücke zusammen. Die Stadt ist ziemlich regelmäßig