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Siebenter Band. M bis N.
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Masurisch Maß und Gewicht

und schön gebaut, hat ansehnliche Plätze, darunter der große Marktplatz mitdein sehr schönen Rathhause, wo eine öffentliche Bibliothek >ff, und der mit Bäu-men umgebene Paradeplah, 9 katholische und reforniirteKirchen, 21 aufgehobeneKlosterkirchen, ein Lyceum ic. Die Stadt ist eine der stärksten Festungen in denNiederlanden und der Wchlüssel zu diesem Königreiche von der Maas her. Auchhat sie auf dem iL7t.-Petersberge, auf der Westseite der Maas , eine Citadelle,und durch Schleusen kann das stäche Land zwischen der Stadt und dem St.-Pe-tersberze unter Wasser gesetzt werten. Die Einwohner unterhalten Branntwein-brennereien, Tuch-, Gewehr-, Seife-, Leder- und Flanellfabriken, und treibenKrapp-, Tabacks- «nt Cichorienbau. In dein S.-Petersberge ist ein trefflicherSteinbruch, welcher nach der Diaas zu einen Eingang hat, auch fürWagen, umdie Steine an das Ufer des Flusses zu schaffen. Dieser Steinbruch hat langehorizontale Gänge, welche durch viereckige Pfeiler unterstützt werden. Hin undwieder sind Luft- und Lichtlöcher, auch kleine Wasserbehälter. In Kriegszeilendient er den Einwohnern zu einem sichern Zufluchtsort. Es sollen in diesem Stein-bruche, worin an 40,009 Menschen Platz haben, an 20,000 Wege sich durchkreu-zen und der Umfang 12 Stunden betragen. Ohne einen erfahrenen Wegweiser istes gefährlich, sich in dieses Labyrinth zu wagen. Man hat darin Urkrokodilskelettegefunden.

Masurisch, Masure, äl-,<mr,->n. ein polnischer Nationaltanz, vonheiterm Charakter, dessen Melodie in den Dreiachtel- oder Dreivierteltakt gesetztwird, und in der zweiten Viertel- oder Achtelnote einen fast durchgehenden Nach-druck empfangt. In den ältern Tanzmelodien dieser Art blieb die Grundstimmeimmer aufEinem Tone liegen oder bewegte sich in gebrochenen Ldciaven, wie beidem Murky. Dies ist wenigstens der Masurca, wie sie bei uns gehört wird, nichtwesentlich.

Maß » ndGe wicht. Um die Ausdehnung einer Größe im Raume zubestimmen, muß man eine Größe von derselben Art als Einheit annehmen undnun vergleichen, wie viele solcher Einheiten die zu bestimmende Größe enthält.Diese Vergleichung hecht überhaupt messen, und die zurBestimmung angenom-mene Einheit das Maß. (Man nennt auch wol die bestimmbare Ausdehnungeiner Größe selbst ihr Maß.) Das Maß ist also ursprünglich etwas willkürlich An-genommenes, aber der materiellen Beschaffenheit des Gegenstandes entsprechend,durch Bequemlichkeit beim Gebrauche, durch Gewohnheit rc. endlich gesetzlich be-stimmt, jedoch fast in allen Ländern anders. Zu mehrer Genauigkeit und Schärfemüßen die zum Maß angenommenen Einheiten in eine Anzahl gleicher Theile, jajeder dieser Theile wieder in gleiche Unterabkheilungen w., getheilt werde»; auchdiese Unterabtheilunzen sind nach den verschiedenen Zwecken und überall verschie-den. — Im Allgemeinen gibt es 1) Längenmaß, für Alles, was sich unter derLinienform dar stellt: Entfernungen, Längen, Höhen, Tiefen, Breiten. Vielleichtgaben der Schritt, der Fuß, die Spanne, die Daumenbreite die erste Idee zur Be-stimmung des Urlängenmaßes, der Elle, des Fußes, des Zolles, her. Die gewöhn-lichen Längenmaße in Deutschland sind: für große Entfernungen die Meile; fürgeringere Längen dft Ruthe, Klafter, der Fuß, Zoll (vornehmlich beim Feld-messen, Bau- und Geschützwesen), Lachter, Schuh, Zoll (Bergbau), Faden(Schifffabrt), Elle (beim Waarenverkause). 2) Flächenmaß. Die Urformfür alles Flächenmaß ist das O.uadrat, daher O.uadrat-Meile, -Ruthe, -Fuß -c.Größere Feldflächen werden auch nach Morgen, Tagwerk, Iuchart oder Joch u. a.bestimmt. 3) Körpermaß oder Cubikmaß, weil der CubuS hier die Urformist, daher Cubik-Ruthen, -Klaftern, -Fuße, -Zolle. Flüssigkeiten und unzusani-menhängende Massen, z. B. Getreidekörner, Salz u. dgl., werden nach dem sogen.Hohlmaß gemessen, dem aber immer der Tubikzoll zum Grunde liegt. Das bei