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Siebenter Band. M bis N.
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19k Matthiä (August Heinrich) Matthias Corvinug

Grünstadt . Dieses gab ihm Gelegenheit, das Direciorat dieser Schul,' 1802 wie-der zu übernehme». Die franz. Anordnung des össeml. Unterrichts widersprach s.Ansichten; daher nahm er nicht nur die Sr.lle eines Oberaussehers über das Main-zer Lyceum nicht an, die ihm der Munster Fourcrov antrug» sondern verließ auchGrünstadt 1804 und ging als Pros. an das Gymnasium zu Frankfurt a. M.1806 wurde er daselbst Reckor, zugleich bekam er von der pkilosopb. Faculrät zuGöt-tiiigen !>>>,, r,i,!> >:.,u>i» das Docrordiplom. 1812 ernaniite ikn der Großkerzog vonFrankfurt zum Oberschul- und Skudienratb. Er starb d. 21. Mäi-z 1822. Unters. Schriften sind zu bemerken: eine Ausg. desAraruS, EratostkrneS und Diony-sius Peiiegetes (Franks. 1811) und gekalireiche Prograniiiie.

Mattbiä (August Heinrich), jüngerer Bruder des Vorigen , Direcrordes Gyniuasiums zu Altenbura, geb. zu Göttingeu den 28.Dec. 1169, bestichtedas Gvmnasunn seiner Vaterstadt von 1180 — 86, kierans die Universität, woer als Mitglied des Philolog. Seminariunis sich vorzüglich den, Studium des clas-sischen Alterthums und der Kaufst!),» Philosophie widmete, zugleich aber auchdie franz., ital . und vorzüglich engl. S prache trieb. 1189 ging er als Hauslehrernach Amsterdam . Obgleich er dort im Umgänge mit Wyttenbach, de Bosch,Hiischke, für seine philologischen, und bei van Heiiiert und Hulskost für seine Phi-losoph. Studien mannigfache Anregung fand, so füllte doch das Studium der(Geschichte und der engl., franz. und ital . Literatur größkemheils seine Nebenstun-den aus. Eine Frucht dieser Beschäftigungen war eine Schrift über die Natio-nalcharaktere, die 119.1 >u Levden einen Preis gewann. Aber ungeachtet seinerBekanntschaft mit der Holland . Sprache und <Mwöh»uug an die Lebensweise derNarion wurde doch die Sehnsucht nach dem Vaterlande immer stärker. Er gingdaher, auf Heyne's Antrag, im Mai 1198 nach Weimar , als Lehrer der römi-schen, gnech. und deutschen Sprache an dem von Mounier auf den, LustschlosseBelvedere besonders für junge Engländer gegründeten Institute. Hier blieb er biszu Mounier'S Rückkehr nach Frankreich im Herbst 1801. Jetzt erhielt er die Stelleeines DirectorS am Gymnasium zu Altenburg , vorzüglich auf des Coadjutors inErfurt, nachherigen Großherz. von Frankfurt , und Heyne's Empfehlung. 1801bekam er auch von der philos. Facultät zu Göttiiige» dasDiplom eines l>. der Phi-losophie. Unter seinen Schriften sind die wichtigsten s. „l >i>->c, I. <>,- sinlü-B.4il,e-nienüiuni" in den »Hlisoell. >>1>ilol.", seine „Griech. Grammatik" lind s. nochnicht vollendete AuSg. des Eui ipideS. Seine „Griech. Grammatik" ist in das Engl .und Ital. übersetzt worden. Don s. „Lehrb. für den ersten Unterricht in der Phi-losophie" (Lpz. 1823) erschien 1821 die 2. Aufl.

Matthias Corvinus, König von Ungarn , der zweite Sohn destapfern Hunnyad, erwarb sich durch seine Kriegsrhaien den Beinamen des Gro-ßen. Die Feinde seines Vaters hielten ihn in Böhmen gefangen; aber 1488ward er als ein 16jähr. Jüngling auf den Thron von Ungarn berufen. Mehreungarische Große widersetzten sich seiner Wahl und luden Friedrich III. ei», sichkrönen zu lassen. Die Türken, diese Spaltungen benutzend, waren in Ungarn eingefallen und verheerten «S. Aber sobald Matthias T. den Kaiser Friedrich ge-zwungen, ihm die Krone des heil. Stephanus, deren er sich bemächtigt hatte, undohne welche er, nach der abergiäubigen Vorstellung des Volks, nur dem Namennach König war, zurückzugeben, eilte er gegen die Türken herbei und vertrieb sie.Mit nicht minderm Glück bemächtigte er sich in einem nicht gerechten Kriege gegenGeorg Podiebrad Schlcsiens, Mährens und der Lausitz (1468—18), siegte ge-gen Polen , und eroberte, da der Krieg mit Friedrich III. wieder ausgebrochen war,einen Theil von Östreich nebst der Hauptstadt. Allein diese Kriege nöthigten ihnauch, seinen Unterthanen viele Lasten aufzulegen. Überhaupt regierte er mit gro-ßer Willkür. Nichtsdestoweniger war er ein Mann von außerordentlicher Geistes-