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Siebenter Band. M bis N.
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198 Maulbeerbmnn Maupertuis

Stößen gegen dieselbe. Die Belagerten dagegen suchten die Maschine durch Feuer-,brande und sonst zu zerstören, den WiVderkopf aber mit großen Zangen zu fassen,um ihn in die Höhe zu ziehen und unwirksam zu machen.

Maulberrbaum, >1>>, »8. Die verschiedenen Arten des Maulbeer-baumes sind im gemäßigten Asien zu Hause, doch ertragen mehre das europäischeKlima. Unter diesen ist vorzüglich der mit schwarzen Beeren aus Persien , wegenseiner eßbaren Frucht, in Europa angepflanzt worden, und der mit weißen Beerenaus China deßhalb, weil seine Blätter zur Speise der Seidenwürmer dienen. Inmittägigen Ländern, in der Provence und Italien wird auch noch das Holz desweißen Maulbeerbaums zu allerhand Gefäße» für Flüssigkeiten benutzt, weil essich im Wasser sehr dauerhaft zeigt. Die Rinden dieser Bäume sind zähe und kör,-,nen zu Stricken verarbeitet werden, die des chinesischen Papiermaulbeerbaumes die-nen in China und Japan zu Bereitung des Papiers. S. Kettembeil's „Anweisungüber die Erziehung und Behandlung des weißen Maulbeerbaums, sowie auch überdie Erziehung der Seidenraupe" (Nordhausen 1829).

Maulesel, Maulthier, ein Bastard von Pferd und Esel. Dervoneinem Mutterpferde erzeugte ist etwas größer und hat mehr dir Pferdegestalt, alsder von der Eselin geborene; übrigens sind sie am Körper dem Pferde gleich undhaben nur Ohren und Schweif mit dem Esel gemein. Wegen ihres sichern Ganges zieht man sie in den Gebirgsgegenden zum Lasttragen den Pferden vor, auch sonstwol, weil sie sich mit geringerm Futter befriedigen lassen. Spanien schätzt dieseThiere vorzüglich und führt viele aus Poitou ein; die Ausführung hingegen ist beischwerer Strafe verboten. Statt der Pferde dienen Maulihiere dem Papste undseinen Cardinälen bei feierlichen Aufzügen. Der orientalische Chagrin wird ausMaulthierhäuten bereitet. I.

Maupertuis (Pierre Louis Moreau de), berühmter Mathematiker, geb.zu Ät.-Malo 1697 von vornehmen Ältern, zeigte in seiner Jugend viele Neigungfür Mathematik und Kriegswissenschaften. Er trat 1718 in Kriegsdienste, nahmaber nach einigen Jahren seinen Abschied, um sich ganz jenen Studien widmen zukönnen. 1723 ward er in die Akademie der Wissenschaften aufgenommen, und 4oder 5 Jahre nachher führte ihn die Begierde, sich zu belehren, nach London , wo diekönigl. Gesellschaft ihn zum Mitgliede aufnahm. Hierauf begab er sich nach Basel und schloß Freundschaft mit den boÄhmten Brudern Bernoulli. Auf dieser Reisefaßte er neue Ansichten. Sei» Ruf und seine Talente lenkten 1736 auf ihn dieWahl, um an die Spitze der Akademiker zu treten, die Ludwig X V. nach demNorden schickte, um die Gestalt der Erde zu bestimmen: eine Unternehmung, diemit Überwindung ungeheurer Schwierigkeiten in einem Jahre glücklich ausgeführtwurde, und welche M. in seinem Werke „Ue 1.1 Il^iire clc 1a teile. clcteimineepar le; oli8ervat. cie äl.Vl. cle äluu pe, t»>8. t^laiiant. 6-imu« ete. ete." (PariS 1738, mit Kpf.) ebenso unterhaltend als belehrend beschrieben hat. Nachdem M.mit seinen Collegen glücklich nach Frankreich zurückgekehrt war, ward er 1740 vonFriedrich II. nach Berlin berufen, um die Präsidentenstelle und die Direktion derberliner Akademie zu übernehmen. Dieser Monarch war damals mit Ostreich imKriege. M., der mit demselben die Gefahren theilen wollte, wurde in derSchlachtvon Mollwitz gefangen genommen und geplündert. Er kam nach Wien , wo derKaiser ihn mit Achtung und Güte überhäufte und ihm nach Berlin zurückzukehrenerlaubte. M. besuchte nachher Frankreich , wo seine Freunde ihn festzuhalten hoff-ten; aber er ging wieder nach Preußen , bereute es jedoch bald, seinem Vaterland«entsagt zu haben. Friedrich entschädigte ihn zwar für feine Verluste durch Wohl-thaten und Vertrauen; aber geboren mit einer unseligen Geistesunruhe, war er un-glücklich im Schoße der Ehre und Freude. Auch hatte er mehre Streitigkeiten, vor-nehmlich über einen Aufsah, die Gesetze der Bewegung und Ruhe nach dem meta-