Maurokordatos
2ül> Maurepas
testen und arbeitsamen Einw. Spaniens waren, so war ihr Verlust sür diesesLand sehr nachteilig. Der Ackerbau geriekh fast gänzlich in Verfall. Überhauptwird diese Vertreibung der Moriske» als eine der Hauptursachen pou dem VerfalleSpaniens angesehen. Die „Gesch. der Herrschaft der Mauren in Spanien " hatl>. Ios. Ant. Tonde nach arab. Handschriften dargestellt, und Rutschmann ausd. Span. übersetzt (Karlsruhe 1824 fg., 3 Bde.). Die franz. Bearbeit, des span.Originals vom Hrn. v. Marläs (Paris 1825, 3 Bde.) ist zu frei.
Maurepas (Phelipeaux, (ölraf v.), geb I7V1 , wurde schon in s. 26.I. Minister des Seewesens in Frankreich . Auf s. Vorschlag ernannte der CardinalFleury Amelot zum Minister der auswärt. Angeleg., der nichts Wichtiges ohneAk.unternahmz in der Folge leitete M. selbst die auswart. Angelegenh. Ohne Planund VorauSstcht hing er vom Augenblick ab , wiewol er ein glückliches Fassungsver-mögen und Gedächtniß besaß. Durch den Einfluß der Pompadour, auf die er einanu'iqliches Gedicht gemacht haben sollte, ward er 1719 nach Bourges verwiesen.Von Ludwig X VI. 1771 zurückgerufen, trat er wieder in das Ministerium. Seit8ü I. von den StaatSgeschäfken entfernt, hatte er die nöthigen Verwaltungskennt-n>,se verloren, wen» sie ihm je eigen gewesen waren. Mir dem Leichtsinn s. frühernAlters verband er nun die Schwachheit eines Greises. Doch besaß er bis zu s. Tode(vI.Nov. 1781) das Vertrauen des KönigS, hatte aber nicht die Kraft, den Ur-sachen der Zerrüttungen, die Frankreich bald nachker trafen, abzuhelfen. EinigeVerbesterungen im Seewesen und Schiffbau sind Alles, was ihm Frankreich ver-dankt. Anziehend, wiewol nachlässig geschrieben, sind s. Memoiren, verfaßt vonSab- und herauSgcgeb. von Lvulavie (s. auch dieMemoiren der Campan ). Nachihm trat Graf Vcrgennes an die Spitze des Ministeriums.
Maurokordatos, eine Fanariotenfamilie, die von Kaufleuten ausS.'ios abstammt. Einer von denselben, Nicolaus M.,ein Arzt, wurde Dragoman .Dieser ausgezeichnete Diplomat benahm sich so geschickt, u. a. bei den karlowitzerFriedenüverhandlungen 1699, daß die Pfoiüe s. Sohn, Nicol. M., 1716 zumHospodar der Walachei und Moldau ernannte. Der 1735 zum Hospodar er-»a inke Konstantin M. schaffte die Sklaverei ab und machte sichdurch gute Ge-st tze und Einrichtungen, besonders durch die Einführung des Maisbaues, iim dasLand verdient. Sein Nachkomme, der Hatmanu Alexander M„ vermählt nut derPrinzessin Smaragda Morust, ei» geistreicher Mann, lebte den Wissenschaften underzog s. Familie zuTherapia, als die griech. Insurrection auöbrach. Er nahm nichtdaran Theil, wurde aber verhaftet, s. Vermoaens beraubt und nach Angora ver-wiesen. Seine Gattin und Töchter wurde» der Rohbeit der Soldaten preisgegeben.Eine von s. Töchtern, eine der schönsten Griechinnen, starb vor Verzweiflung.Einer von s. Söhnen, der Fürst Alexander M., geb. 1787, gehört zu den vor-wiirfsfreiestcn und gebildetsten Hauptführern der griech. Sache, für dieer vorzüglichEnglands Theilnahme zu gewinnen suchte. Schon als Kind zeigte er einen heilenGeist, und s. Sinn für ernste Studien, verbunden mit einem kräftigen Köi per,entwickelte bald in ihm den tüchtigen Mann. Vielfache Wprachkenntiiisse, sowolorientalische als europäische, begründen s. vielseitige Bildung. In der türkischen Geschichte ist er vorzüglich bewandert. Noch jung folgte er s. Oheim, dem FürstenKaradja, nach der Walachei, wo er nwhüe Aufträge zur Zufriedenheit desselben aus-führte. Bekanntlich verließ Karadja f-Fürstenthum, um im Auslande SicherheitZu finden. M. begleitete ihn, während s. Braut sich nach Odessa rettete, und lebteeine Zeit lang in der Schweiz, dann in Italien , wo er an s. Ausbildung als Staats-mann und Krieger thätig arbeitete. Er und Karadja befanden sich nebst deni Me-tropoliten Ignaz zu Pisa, als Alex. KantakuZenoS, ini Begriff sieb m Triest nachGriechenland einzuschiffen, an NA schrieb und ihn aufloderte, selbst in den heiligenKampf zu ziehen, den Fürsten Karadja aber zu Geldbeiträgen für den Ankauf von