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Siebenter Band. M bis N.
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Maurokordatoö

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Waffen zu vermögen. Der reiche Karadja gab einige Hundert harte Piaster; M.verwendete sein geringes Vermögen, sammelte nach einige Tausend bane Piasterund schiffle sich 1821 in Marseille , wo erWaffen und Verrathe gekaust harre, voneinigen franz. Pfsicieren begleitet, nach Griechenland ein. Er fand »n Pelopori-nes Achtung und Freunde. Seine offene, sanfte und edle Gesichtsbildung, seinebewundernswürdige Geduld bei gänzlicher Selbstverleugnung und sein gefälligesBenehmen befestigten seinen Einfluß; doch wußten Archonten, Primaten, Bi-schöfe und die gebildetere! Insulaner seine Talente besser zu schätzen als die rohen Pa-likaris (gemeine hellenische Krieger) und die Armatolienführer. Demeirius Ppss»lantis sandte den geschäftskundigen M. nach Ätolien, wo er eine Versammlungnach Drachori berief, um eine provisorische Regierung für Westhellas anzuordnen.Es gelang ihm, die entzweiten Gemüther zu vereinigen. Bescheiden lehnte er denTitel eines Präsidenten der Stände von Ätolien ab. Der Ruf von seiner Klug-heit bewog sogar den Pascha von Ianina, Ali (s. d.), und die Häuptlinge dermohammedanischen SchypctarS (Albaneser), einige epiroiische Beis als lliuerhänd-ler an ihn abzusenden. M. federte sie auf, sich mit den Hellenen gegen die Tyran-nei der Pforte, den gemeinschaftlichen Nationalsemd, zu vereinigen und Abgeord-nete zu der Volksversammlung in Argos zu schicken. Es gelang ihm, die tapfernSulioten für die Sache der Freiheit zu gewinnen; Marko BolsanS schwur undhielt den Eid der Treue. Da M. den nahen Fall des Ali Pascha voraussah, sobeschloß er, um den PeloponneS gegen Khurschid Paschas Angriff sicherzustellen,und die Wichtigkeit von Missolunghi (s. d.> erkennend, diesen Platz zurSchutzwehr der Halbinsel zu erheben. Zugleich betrieb er in Achaja Je Belage-rung des Schlosses von Patras (s. d.); allein er fand die vor und mPairas ge-lagerten Hellenen so sorglos, daß er bei einem Überfalle des Iussuf Pascha der Ge-fangenschaft nur mit Noth entging. Diesen Vorgang benutzte er, uni die Prima-ten und Kapitanis austem Tongresse zu ArgoS, zu dessen Mitglied ihn Äwlien ge-wählt hatte, von der Nothwendigkeit einer festen Ecntralregieeung zu überzeugen.Er und der Erzbischof von PakraS, Germanos. hatten so viel Einfluß auf dieVersammlung, daß Demetrius Ppsilantis, obgleich Präsident des Peloponnes ,aus Unimith darüber den Eongreß verließ. Dieser übertrug jetzt die Eutwersungdes UnabhängizkeitSbeschlusseS und der einstweiligen Regierungssorm dem FürstenM., dem Erzbischof Germanos und den Herren Karatja, Koletti und TheodorNegris; darauf wählte der Eongreß Epidauros zu seinem Sitze, wo der beredteM. durch seine Alles mild versöhnende Geduld die Versammlung zur An»al)me undBekanntmachung (1. Jan. 1822) der provisorischen Eonstitution bewog. DerEongreß ernannte ihn an demselben Tage zum Präsidenten der vollziehenden Ge-walt; am desselben Monats erschien der von M. als Proi droS unterzeichneteund von dem Archigrammateus (StaatSsecrctair) Theodor Negris conirasignirteUnabhängigkeitsbeschluß. M. suchte vor Allem mit Kolokorroni? und PdssseuS ingutem Vernehmen zu stehen, um das Heerwesen regelmäßig ordnen zu können.Er eröffnete deßhalb am jI. Jan. 1822 eine Anleihe von 5 Mill. Piaüer und er-ließ am März 1822 dasBlockadedecret der türkischen Häfen. Bald federte derKrieg seine Gegenwart in Westhellas, und er zog als Stratarch, mit dem unbe-schränkten Pberbefehk aufb Monate bekleidet, nebst dem General Norm an n(s.d.)und der Philhellenenschar durch den Peloponnes nach Akolien, wo er am Juni beiMissolunghi ans Land stieg. Während seiner Abwesenheit brach der alte Zwiü inPsthellas wieder aus; der Gang der Regierung stockte, und die ihm versprocheneVerstärkung blieb aus. Der Feldzug in Epirus endigte mit dem unglücklichenTreffen bei Peta. (S. Griechenaufstand.) Indeß rettete M den Pelo-ponneS vor Omer Vrione's und Khurschid Paschas Heerkaufen durch die ebenso ent-schlossene als kluge Vertheidigung des unhaltbaren Missolunghi vom Nov. 1822