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Siebenter Band. M bis N.
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Maurus

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Maury

handelte er mit mehren albanesischen Häuptlingen über einen Neutrakitätsvertrag.Daher lehnte er es ab, als ihn der Tongreß 1824 an die Spitze der Regierungstellen wollte. Jener Vertrag kam nicht zu Stande, weil Kolokotronis gegen dieRegierung in Napoli die Waffen erhob. Die Freiheit Griechenlands ward aufsNeue bedroht; nun sicherte M. wenigstens Westhellas und begab sich erst nach Ab-schluß des Anleihegeschäfts mit England nach Napoli di Romania, wo er am 28.Jan. (7.Febr.) 1825 s. Stelle als StaatSsecretair wieder einnahm. Jetzt schienAlle» glücklich zu gehen. Als aber Ibrahim Pascha in Mores gelandet war undNavarin belagerte, wo M. persönlich den Muth der Vertheidiger belebte, empörtesich das Landheer der Moreoten, welches Navarin entsetzen sollte. Es verlangtedie Freilassung des verhafteten Kolokotronis. Dies mußte geschehen. Darauf ca-pitulirte Navarino den 18. Mai 1825, und M. hatte Mühe, sich zu retten. Ko-lokotronis erhielt den Heerbefehl. Seitdem hat sich M. immer mehr aus dem öffent-lichen Leben zurückgezogen oder nur bisweilen eine untergeordnete Stelle bekleidet.Zwietracht und Unordnung aber zerrütteten auf« Neue die Angelegenheiten Grie-chenlands, bis mit Tapodistrias das russische System vorherrschend wurde. Bei derOrganisation der Regierungsbehörden im Oct. 182S gab M. s. Entlassung. 20.

Maurus (Rabanus), ein deutscher Gelehrter au« dem Zeitalter Karlsdes Gr., hoch verdient um die erste Bildung unserer Nation, war au« Mainz ge-bürtig, empfing seinen Unterricht im Benedictinerkloster zu Fulda und ging in derFolge nach Tours, um s. Studien unter Alcuin zu vollenden. Nach s. Rückkehr,804, wurde er Vorsteher der Klosterschule in Fulda , aus welcher viele ausgezeich-nete Gelehrte hervorgingen, wie Walafried Strabo , Otfiied u. A. Nach manchenWiderwärtigkeiten, mit denen die Verbreiter des Lichts in finstern Jahrhundertenimmer zu kämpfen gehabt haben, wurde er 822 zum Abt von Fulda geweiht, undwährend der 20 Jahre, in denen er diese Würde bekleidete, stieg der wohlthätigeEinfluß seiner gelehrten Schule und s. echt christlichen Kirchenzucht. Mißvergnügtüber die Unruhen der Zeit, wollte er sein Leben als Einsiedler beschließen, aber derKönig Ludwig der Deutsche vermocht ihn, 847 als Erzbischof von Mainz wiederin Thätigkeit zu treten. In dieser Würde starb er 856. Seine latein. Schriften,größtenteils theolog. Inhalts, sind 1627 in Fol. zu Köln erschienen. Für dieAusbreitung und Bildung der deutschen Sprache war er sehr thätig und setzte esdurch, daß deutsch gepredigt werden sollte. Auch verfaßte er ein lateinisch-deut-sches Glossar über die Bibel, welches sich in mehren Handschriften erhalten hat:ein wichtiges Denkmal für die älteste deutsche Sprache, gedruckt u. a. in Schilter'S„ l'lit-5 UUI »8" und IN Eckardt's „s^oniinent.iriis cle reb. d I»nc."

Maury (Jean Siffrein), geb. 1746 zuDourcaS, einer Stadt in der Pro-vence . Seine Vorfahren waren meisten- Kaufleute oder Advocaten; er widmetesich dem geistl. Stande und erhielt frühzeitig verschiedene Pfründen. Durch eineLobrede auf F m lon und durch s. Predigertalente hatte er sich einen solchen Ruferworben, daß er schon vor der Revolution einer der königl. CabinetSprediger, Priorvon Lyon, Abt von Frenada und Mitgl. der franz. Akad. war. Er bewies der Re-gierung seine Dankbarkeit dadurch, daß er seinen Muth und seine Bcredtsamkeitganz der Vertheidigung des Throns widmete. 1789 wurde er zum Abgeordnetender Geistlichkeit von Peronne in der Versammlung der Generalstände erwählt undwar durch s.Beredtsamkeit, f. ausgebreitete und gründliche Gelehrsamkeit, beson-ders aber durch s. Geistesgegenwart und einen nicht zu erschütternden Muth einfurchtbarer Gegner der Opposition gegen die Regierung. Mir Nachdruck widersetzteer sich der Vereinigung der 3 Stände in eine Nationalversammlung. Als diese den-noch beschlossen wurde, verließ er die Versammlung und Versailles , ward zu Pe-ronne verhaftet, aber aufBefehl der constituirenden Versammlung freigelassen underschien bald wieder in derselben als eins ihrer thätigsten Mitglieder. Er zeigte dir