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Siebenter Band. M bis N.
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Maxen Maximilian I. (deutscher Kaiser)

geb. zu Leipzig den 8. März 1743, kam 1756 nach Braunschweig , wo s. Vaterals Pros. der franz. spräche am Carolinum angestellt wurde. Er sollte die Rechtestudiren, wozu er aber keine Neigung hatte. Dagegen liebte er das Sprachstu-dium, das Zeichnen und die Mathematik, und hegte, obgleich schwächlich und ver-wachsen, viel Neigung für den Milttairstand. Daher t>>ni er im siebenjähr. Kriegeals Ingenieur in Hand». Dienste, nahm aber nach dem Frieden s. Abschied. Aufs. Vaters Wunsch ging er nach Leipzig , dort die Rechte zu stabil en, was er jedochbald aufgab. 1766 ward er Collaborator an der schule zu Zlefeld und bald dar-auf Weg - und Brückeningenieur und zugleich Lehrer der Kriegsbaukunst bei demCarolmum in Kassel . Jene Stelle gab er 1775 auf. Bei Errichtung des Eadek-tencorps erhielt er die Stelle eines HauptmannS. 1785 ward er zu Braunschweig als Major, und späterhin als Oberstlieut. bei dem Ingenieurcorps und als Lehrerbei dem Carolinum angestellt. Hier wurde er Mirabeau'S Bewunderer und Freundund ging lebhaft in dessen Plan ein, gemeinschaftlich ein polnisch-philosophischesWerk über den preuß. Staar zu schreiben. Er widmete dem Werke, zu welchemMwabeau von Berlin aus ihm posttäglich Materialien sandte, alle s. Muße. Soentstand das Werk über die preuß. Monarchie, das Mirabeau in Paris unter s.Namen herausgab. M. übersetzte es ins Deutsche, wobei er anzeigte, daß Mira-beau die Idee und mancher Beitrag nebst der Einkleidung, ihm aber die Darstel-lung und Ausführung des Einzelnen gehöre, und ließ später noch einen 3. Theilfolgen. Die franz. Revolution veranlaßte ihn, sich lebhaft für Freiheit und Gleich-heit zu erklären, wodurch er in mancherlei Unannehmlichkeiten verwickelt wurde.*Jn dem Pasguill: „Bahrdt mit der eisernen Stirn", war auch M. derb und un-anständig angegriffen. Er behauptete öffentlich, diese Schrift rühre von Zimn.er-mann her, und zog sich dadurch neuen Verdruß zu. M. starb den 11. Jan. 1784zu Braunschweig . Er hat viel und in verschiedenen Fächern geschrieben und übersetzt.Wir nennen bloß s. „Briefe über den Werth deutscher Dichter", s. „Physiokrat.Briefe", die „Einleitung in die militair. Wissenschaften"; „Über den dieißigjähr.Krieg"; „Über den Einfluß des Pulvers in den neuern Kriegen"; „Mann undWeib" (gegen Brantes's Werk über die Weiber) und eine Biographie des HerzogsFerdinand von Braunschweig; auch übersetzte er Raynald, Turgot und Ariosto .

Maxen, ein Dorf im meißnischen Kreise des Königr. Sachsen , i» dessenNähe, besonders bei dem benachbarten Hausdorf , zwei Linden den Schauplatz desblutige» Kampfes bezeichnen, wo der preuß. General Fink„(s. d.), den Friedrich II. mit 12,000 M. von Freiberg entsendet hatte, von den Östreichern unter Daun eingeschlossen und (21. Nov. 1759) zur Übergabe gezwungen ward. Unweit desDorfes sind gute Marmorbrüche, welche zum Bau der kathol. Kirche in Dresden viel Marmor lieferten, jetzt aber nur kleine zu Kalk geben.

Maximilian!., einer der verdienstvollsten deutschen Kaiser, Sohn undNachfolger Friedrichs III., geb. 1459, vermählt 1477 mit Maria von Burgund ,der Erbin Herzogs Karl des Kühnen, mit welcher er den Erzherzog Philipp, denVater Karls V. und Ferdinands-1., zeugte. Er wurde 1486 zum römischen Kö-nig erwählt und bestieg den Kaiserthron 1493 unter sehr ungünstigen Umständen.Deutschland war während der Regierung des unthätigen Friedrichs III. in Ver-wirrung und Kraftlosigkeit versunken; Maximilian hatte zwar durch jene Heirathdie Besitzungen Karls des Kühnen an das Haus Östreich gebracht, ober bei dergeringen Unterstützung, die er von s. Vater erhielt, konnte er sie gegen Ludwig XI. ,König ».Frankreich, nicht behaupten, welcher ibm ArloiS, Flandern und dasHer-zoglhum Burgund, sowie Karl VI I I. die ihm durch Procuratur angetraute Annavon Bretagne entriß. Er vermählte sich hierauf 1494 mit Bianca Sforza vonMailand . M. selbst war unternehmend, staatSklug, edel, uneigennützig und per-sönlich tapfer; dennoch verfehlte er oft durch unzeitige Hitze und durch Mangel an