Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Maximilian I. (Aönig von Eaicrn)

Münster, Hoch - und Deutschmeister zu Mergentheim, königl. Prinz von Ungarn und Böhmen und Erzherzog von Ostreich , der jüngste unter den Söhnen der Kai-serin Maria Theresia, geb. 1156, einer von den Fürsten , welche von ihren Unter-thanen gesegnet und von der Menschheit mir Ehrfurcht genannt werden. Er durch-reiste als Jüngling von 18 I. unter der Leitung des Grafen v. Rosenberg Deuischpland, Frankreich, Holland und Italien , und focht in dem bairischen Erbfolgekriegeunter seinem Bruder. Für den geistl. Stand bestimmt, ward er schon 1169 seinemOheim, dem Prinzen Karl v. Lothringen, als Hoch - und Deutschmeister, und 1180dem Kurfürsten und Erzbischos v. Köln und Bischof zu Münster alsEoadjutor ad-jungirt, und erlangte 1180 die erstere, 1184 die letztem Würden. Sein Bestre-ben, den Wohlstand seiner Länder Köln und Münster , deren Finanzen, Polizeiund Iustizwesen sehr in Unordnung gerathen waren, wiederherzustellen, gelang,unter Mitwirkung seines trefflichen Ministers, v. Waldenfels, durch Fleiß, Ord-nungsliebe, redliche und sparsame Verwaltung der Finanzen, Besetzung der Ämtermit würdigen Männern und durch sein eignes Beispiel. Er war ein weiser, wohl-thätiger, Talent und Verdienst großmüthig unterstützender und belohnender Mann,besonders ein Gönner der.Gelehrten und Künstler, denn er war selbst ein Kenner undFreund der Wissenschaften. Die Universität Bonn erweiterte er durch nützliche An-stalten; auch vermehrte er die Hofbibliothck mit den kostbarsten und ausgezeichnet-sten Werken, deren öffentliche Benutzung er begünstigte. Dagegen lebte er in sei-nem Hauswesen sehr einfach und haushälterisch. Keinem Unterthan war der An-tritt zu ihm verwehrt; er sprach auf eine gleich anziehende Weise mit Leuten allerStände und hatte in seiner Unterhaltung eine liebenswürdige Offenheit; senie guteLaune und sein Scherz äußerten sich oft originell und naiv. Er sprach mehre spra-chen sehr fertig, las die besten Schriftsteller der neuern Zeit, liebte die Musik sehrund spielte selbst einige Instrumente. Seinen Sinn für scheue Natur bezeugte»seine Anlagen zu Godesberg, Poppelsdoi f und Augustusburg . Leider sollie er dieFrüchte seiner väterlichen Negentenlhätigkeit bald zerstört und sich von leinen gelieb-ten Unterthanen losgerissen sehen. Der sranz. Revolutionskrieg brach aus. Mitweiser Vorsicht für das Beste seines Landes hatte er immer die strengste Neutralitätbeobachtet und an der Sache der Emigrirten keinen Theil genommen. Sobald aberder Reichskrieg ei klärt war, erfüllte er als deutscher Fürst seine Psticht. 'Als imHerbste 1194 dieFranzosen in Bonn einzogen, sah er sich genöthigt, seine Residenzzu verlassen. Er ging nach Münster , von da nach Mcrgculheim und Ellmgen, wo,er (unter dem Schutze der preusi. Neutralität) sicher war. Im Frühling 1800 be-gab er sich nach Wien und starb d. '-1. Juli 1801 zu Hetzendorf. S. v. Dokm's„Denkwürdigkeiten ic." (I.Bd.) und „Maximilian Franz , letzter Kurfürst'.'.Kolli",vom Frech. v. Seida (Nürnberg 1803).

M a x i m i l i a n I. (Joseph), letztverst. König von Baiern, ward am 21.Mai 1156 zu Schwetziiigen unweit Manheim geboren. «Lein Vater war derPfalzgraf Friedrich, dstreich. Feldmarschall, seine Mutter, Francisca, Toch rer Jo-hann Karls v. Sulzbach. Im 6.1. seines Alters kam er nach Aweibrucken unterdie Aufsicht des Herzogs Christian, seines Oheims. 1111 ward er als franz. Oberstzu Skrasburg s. Regimcnie vorgestellt, 1118 zum Generalmajor erhoben und nurdem Ludwigskreuze geziert. Nach mehren Reisen in Frankreich verweilte er von1182 bis zum Ausbruche der Revolution, 1189, in Skrasburg, worauf er nachManheim ging. 1195 starb s. Bruder, Karl ll., Herzog v.Aweibrucken, und Ma-ximilian folgte ihm in der Regierung. — Nach dem Erloschen des pfalzsulzbachl-schen Stammes durch den Tod des Kurfürsten Karl Theodor (16. Febr. 1199) ge-bührte die Erbfolge in Pfalzbaiern zunächst der pfalzzweibruckischen Linie. So u. tMaximilian Ioserh u. d. N. des Vierten in dem nämlichen Jahre die Regierung inPfalzbaiern an. Auf eigne Kosten ließ er 1802 das sogen. Donauinoos zwisch.n

Eonvelsiitionr-Lexicv». Bd. VII.