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Maxime Mayer (Johann Tobias)
Maxime ist Das, was das Individuum zum Grundsätze seines Handelnsmacht, und es kann dieser subjeckive Grundsatz entweder mit dem objectiven Prin-cip des Guten übereinstimmen — dann reden wir von einer reinen oder sittlichenMaxime —, oder rein subjektiv sein und von den selbstischen Trieben und Zweckenausgehen. Der Inbegriff der Maximen gehört zur Gesinnung des Menschen.
Maximilian, Prinz von Neuwied, s. Neuwied .
Maximum (das Größte), diejenige Größe, über welche hinaus keine Ver-größerung oder Vermehrung stattfindet oder stattfinden soll, der höchste Grad einerThätigkeit, So wurde zur Zeit der franz. Revolution für alle Lebensmittel ein höch-ster Preis, über den sie nicht verkauft werden durften, bestimmt, lind dieser hießdas Maximum» Man hielt anfänglich diese Bestimmung für heilsam; bald aberzeigte sie sich so nachiheilig für Landwirthschasi und Handel, daß man sie abschaffte.—In der Mathematik, wo von dem Begriffe des Größten und Kleinsten (,m>xi»>> rtluiuiini) eine fruchtbal-r Anwendung gemacht wird, versteht man unter dem größ-ten oder kleinsten Werthe einer veränderlichen Größe denjenigen, welcher größer oderkleiner ist als ein in der Reihe der Werthe dieser Größe vorangehender oder nachfol-gender, so nahe auch beide an jenem größten oder kleinsten Werthe genommen wer-den. Die senkrechten, auf dem Kreisdurchmeffcr, als Axe der Absciffen, gcnonm e-ncn Llrdinalen des Halbkreises z. B» wachsen successiv bis Zum Mittelpunkte, wo siedem Radius gleich werden und nun ein solches Maximum ihres Werthes erlangt ha-ben. Die Frage nach den Umständen des Maximi oder Minimi, deren Beantwor-tung besonders die Differential-, bei einzelnen, schwierigern Problemen aber euchdie Variationsrechnung (s. t.) übernimmt, ist oft von der größten Wichtig-keit. Wollte man, um dies an einen» Falle deutlich zu Machen, wissen, wie eineZahl, z»B. 8, getheilt werden muß, damit das Product der Theile ein Man-nn»» werde, so zeigt die Methode cw nni.xirnix rt nüniini-.. daß dies durch Halbi-rung der Zahl erhalten werde, deNn 1 Mal 4 macht 16,3 Mol 5 aber eist 15, 2Mal 6 erst 12 u. s. W., sodaß also, unserer obigen Erklärung gemäß, in der Reiheder successiv erhaltenen Werthe 1k das Maximum ist. Vgl. die Lehrbücher derDifferentialrechnung und Tomasini's ^ractat „llr ni.-ixinü* et inintmiL-,>> iuni-tutione!» groinei, io re »rcoininuiiulix >p<-rimrn" (Pisa 1114).
Mayer (Johann Tobias), Astronom, geb. zuMarbach im Würtembergi-schen d. 11» Febi. 1123, und zu EßliNgen in Dürftigkeit erlogen, bildete sich. ohneeine Akademie zu besuchen, durch Privalsteiß zum Mathematiker, und war schondurch mehre schriftstellerische Versuche in diesem Fache, z. B. „Allgemeine Methodezur Auflösung gcometr. Probleme" (Eßlingen 1141), bekannt, als -r in die Ho-mann'fche Officin nach Nürnberg kaM und sich dui ch Verbesserung der Landchartcn(s. „Kritische Charte von Deulsch'and") verdient machte. Nebenher versäumte erseine übrige wisscnschaftl. Bildung nicht und erwarb sich :.B. im latein. Styl eineEleganz, die ihm, in seinem Verhältnisse, doppelt zur Ehre gereicht. Diese mehr-fache» Verdienste bewirkten seinen Ruf als Pros. der Mathematik nach Göttingen (1150), und die k. Gesellsch. der Wisse,isch. daselbst nahm ihn zu ihrem Mitaliedeauf. 1km diese Zeit beschäftigte die Montsiheorie, behufs der Erfindung der Längezur See, die Astronomen. M. überwand alle bisherige Schwierigkeiten undmachte seinen Namen unsterblich durch seine McndStafeln, nach welchen man denDrl des Mondes für jeden Zeitpunkt bis auf eine Minute genau bestimmen kann,wofür (nach seinem Tode am 20. Febi. 11K2 zu Göttingen ) seine Erben 3000 Pf.St. als einen Theil des von dem engl. Parlamente für Erfindung der Länge zurSee ausgesetzten PreiseS erhielten. Auf diesen Gegenstand beziehen sich s. „'kür», ü,lunae jutita seilen,,', d>wvloni->nuni" (Lond. 1161. 4») und die schon erwähnten»»l'ghulse motuuin solis et lun-ie" (ebend. 1110, 4.). Zu M.'s übrigen Ver-diensten um die Astronomie gehören: die Verbesserung der Winkelmeßinstrumente,
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